Horst Schäfer

Individuelle Fachhandelsangebote


Eching - Die Horst Schäfer GmbH zählte mit Sicherheit zu den "altgedienten" Stammausstellern der diesjährigen Heimtextil. "Als Federn- und Daunenlieferant und Bettwarenhersteller sind wir seit 50 Jahren in Frankfurt dabei", wie sich Inhaber und Geschäftsführer Horst Schäfer über die Messetage erinnerte. Das Unternehmen hatte seine Stärken herausgestellt: Lose Ware zum einen, Daunendecken mit Füllungen aus Eigenaufkommen zum anderen. Dem entsprechend wurde "ein in erster Linie auf die Belange des Fachhandels abgestimmtes, breites Sortiment bis hin zu 100 Prozent Gänsedaune" offeriert, einschließlich der Garantie, dass auch bei einfachen Qualitäten fachhandelsgerechte Normen nicht unterschritten werden.

Als seinen Messe-Hit stellte Schäfer das Heppi-Bett vor - "Schlafkultur speziell für Frauen und Männer". Die Produktphilosophie auf den knappen Nenner gebracht: So unterschiedlich, wie Frauen und Männer gebaut sind, so unterschiedlich schwitzen oder frieren sie auch während der Nacht. Diese Tatsache ist sozusagen ideelle Grundlage für eine neue Art Daunendecke. Die Füllung wurde den unterschiedlichen Temperaturen der einzelnen Körperzonen bei Mann und Frau angepasst. Was über unterschiedlich breite und in der Anordnung differenziert platzierte Kammern geschieht; in einem Bezug mit 3 cm-Stegen in Batistqualität. Für Frauen sind 999 Gramm, für das Männerbett 777 Gramm als Füllgewichte angegeben. Die "Schnapszahlen" seien - ihrer Auffälligkeit wegen - als Marketing-Gag zu verstehen.

"Die Bilanz, die wir im Ergebnis der Heimtextil ziehen, ist zweigeteilt", so Geschäftsführer Karl Lamprechtinger, "einerseits waren interessante Neukontakte zu verzeichnen, von denen einige bereits konkret zu Aufträgen führten. Somit besteht berechtigte Hoffnung, dass sich hieraus nachhaltige Geschäftsbeziehungen entwickeln. Andererseits war festzustellen, dass ein weiteres Mal weniger Messebesucher kamen." Vor allem deutsche Fachhändler hätten bereits im Vorfeld der Messe geäußert, dass für sie ein Besuch der Heimtextil nicht mehr interessant wäre. Als Ursache dafür wurde das Fehlen der Matratzenbranche sowie großer renommierter Firmen genannt, die es vorgezogen hatten, nicht in Frankfurt auszustellen. Für kleinere Anbieter habe das somit unattraktivere Ausstellerspektrum zur Folge, vor allem auf Neukontakte im Exportbereich hoffen zu müssen. "Wir regen an, die Messe auf drei Tage zu verkürzen. Der Samstag, an dem die Aussteller nahezu unter sich sind, sollte ersatzlos gestrichen werden."
aus Haustex 03/09 (Wirtschaft)