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Zand-Vakily mit ausgefeilter Konzeption

Modernes Management auch in der Orientteppich-Branche

Bereits in der vierten Generation ist die Familie Zand-Vakily im Teppichhandel tätig. 1963 gründete Kazem Zand-Vakily mit Unterstützung seines Vaters Hossein Zand-Vakily, ein erfolgreicher Bazari in Teheran und anerkannter Teppichexperte, die Hamburger Niederlassung. Heute führt Parwis Zand-Vakily die Firma.

Anfangs lag der Sitz am St. Annenufer. 1986 erfolgte der Umzug zum Brooktorkai. Seit dem Tod von Kazem Zand-Vakily im Jahr 1995 führt sein zweiter Sohn Parwis die Firma in der Tradition der vorangegangenen Generationen weiter.

Parwis Zand-Vakily war schon seit frühester Jugend in die Firma eingebunden und kennt den Freihafen noch aus der Zeit, als das Fuhrunternehmen mit der letzten Pferdekutsche dort tätig war. Nach seinem Abitur und noch während des Studiums der Betriebswirtschaft und der Geschichte war er bereits im Unternehmen tätig. "Nach der schweren Krankheit und dem Tod meines Vaters stellte sich die Frage, wie es weiter gehen soll. Es war wirtschaftlich keine einfache Zeit. Durch die Hilfe der Familie und mit einem neuen Konzept habe ich den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Ich habe es nicht bereut", erklärt er.

Die Teppich-Branche selbst hat sich rasant verändert. Parwis Zand-Vakily: "Es gibt neue unternehmerische Herausforderungen. Die Finanzierungspolitik der Finanzinstitute hat sich drastisch gewandelt. Hier ist ein solides Management und eine für die Banken transparente Geschäftsführung erforderlich." Die Rechtsform, bislang OHG, wurde schon 1995 in eine GmbH umgewandelt. Dabei wurde der Handel mit ausgesuchten alten und antiken Teppichen, vorwiegend aus Persien, fortgesetzt. Der Umschlag mit neuer Ware konnte gleichzeitig deutlich ausgebaut werden.

Zand-Vakily Orientteppich GmbH
Am Standorte Brooktorkai wurden zwei weitere Böden und damit jetzt insgesamt drei Lagerflächen wurden angemietet.
Zand-Vakily Orientteppich GmbH
Parwis Zand-Vakily konnte den Umschlag mit neuer Ware konnte deutlich ausbauen.

Dabei wurden neue Richtlinien für die Konzeption zum Handel mit neuer Ware festgelegt. Zand-Vakily: "Ausschlaggebend ist eine kurze Lagerdauer verbunden mit einer möglichst kurzfristigen Kapitalbindung. Damit ist eine hohe Flexibilität für Kundenwünsche gewährleistet." Abnehmer können so, beispielsweise für besondere Aktionen, Just-in-Time beliefert werden. Gleichzeitig wurde das Qualitätsmanagement verbessert, damit beim Kunden optimale Ware in den Verkauf gelangt.

Das Konzept hat sich bewährt: Eine Erweiterung des Standortes Brooktorkai war nötig, nachdem ein vorübergehend an der Borsteler Chausse übernommenes Lager geschlossen worden war. Zwei weitere Böden am Standort in der Speicherstadt und damit jetzt insgesamt drei Lagerflächen wurden angemietet. Der Schritt wird als eine Investition in die Zukunft gesehen.

Der Standort Hafen mit seinem unvergleichbaren Flair und seinem Zukunftspotenzial liegt zentral und verfügt über eine sehr gute Verkehrsanbindung. Viele für den Geschäftsbetrieb als Partner wichtige Unternehmen, wie Speditionen, sind in unmittelbarer Nähe angesiedelt. Für die Zukunft sind die weitere Expansion und die Einführung einer ISO-Zertifizierung in 2004/2005 vorgesehen. Damit wird den Bedürfnissen des größeren, hoch professionellen Einzelhandels Rechnung getragen.

aus Heimtex Orient 06/03 (Wirtschaft)