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Mapei-Jahrespressekonferenz, Frankfurt am Main

Bauchemie-Hersteller blickt auf 70 Jahre Firmengeschichte zurück

2007 wird Mapei auf eine 70-jährige Firmengeschichte zurückblicken. In dieser Zeit hat sich das Unternehmen von einem kleinen italienischen Familienbetrieb zu einem führenden Hersteller bauchemischer Produkte entwickelt. Firmeninhaber Dr. Giorgio Squinzi ist besonders stolz, dass "wir langfristige Investitionen immer ohne den Druck von Aktionären realisieren konnten." Auf der Mapei-Jahrespressekonferenz in Frankfurt am Main gab Dr. Squinzi einen Überblick über die Aktivitäten des Verlegewerkstoffherstellers.

Im Jahr 2006 wird Mapei ein deutliches Umsatzwachstum auf über 1,4 Mrd. EUR verzeichnen. Das bedeutet ein Plus von 19 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Mapei-Gruppe produziert heute an 46 Standorten in 23 Ländern. Derzeit sind drei Werke in Russland, in Vietnam und in Dubai im Bau. Allein in den USA sind für 2007 drei neue Standorte in Planung. Mapei ist nach Unternehmensangaben heute die weltweite Nummer eins im Bereich Fliesenkleber und belegt den dritten Platz - hinter BASF und Sika - in der Bauchemie. Bis 2010 soll sich der Umsatz auf über 2 Mrd. EUR erhöhen.

In Deutschland verteilen sich die Aktivitäten der Mapei GmbH auf die vier Geschäftsfelder Fußbodentechnik, Keramik, Betonzusatzmittel und Diverse. Insgesamt hat der deutsche Ableger 2005 einen Umsatz von 33 Mio. EUR erzielt. Laut einer Hochrechnung werden es 2006 35,8 Mio. EUR sein - eine Steigerung um 9%. Verlegewerkstoffe für Bodenleger gehören zum Segment Fußbodentechnik und machen einen Umsatzanteil von 6,8 Mio. EUR aus. Die Hochrechnung für 2006 geht von einer 12%-Steigerung auf 7,6 Mio. EUR aus.

Die Keramik lag 2005 bei 13,25 Mio. EUR und soll 2006 voraussichtlich 14,8 Mio. EUR erreichen. "Das Wachstumsziel für Deutschland im Jahr 2010 ist mit 50 Mio. EUR ausgegeben und dazu müssen wir stärker im Handel werden", gab Geschäftsführer Heinrich Meier die Marschrute vor. Eine erste Maßnahme ist das neue modulare Regalkonzept für den Handel.

70 Jahre Mapei

Neben der positiven Umsatzentwicklung hat Mapei 2007 noch einen weiteren Grund zum Feiern: Das Unternehmen wird 70 Jahre alt. Als Rodolfo Squinzi am 12. Februar 1937 am Stadtrand von Mailand die Firma Mapei gründete, ahnte er noch nichts von dem weltweiten Erfolg. Der Name Mapei stand für "Materiali Ausiliari Per I' Industria", also Hilfsmaterialien für Bauwesen und Industrie. Mit nur drei Angestellten begann man farbige Putze und Materialien für die Innenverkleidung von Wohngebäuden, Krankenhäusern und Flughäfen herzustellen.

Heute ist Mapei auf der ganzen Welt bekannt. Im Jahre 1994 übernahm Mapei die italienische Vinavil, einen ihrer Hauptlieferanten. Damit gelang dem Unternehmen nicht nur der Einstieg in den Rohstoffmarkt, sondern auch eine Ausweitung der Produktpalette. Es beginnt eine neue Entwicklungsphase, die sich auch in diesem Jahrhundert durch den Erwerb von Fertigprodukt- sowie Rohstoffproduzenten fortsetzt. Zu den jüngsten Akquisitionen zählen Gorka Cement, eine polnische Zementfabrik, Va.Ga, ein italienischer Sand-Produzent sowie in Deutschland die Rasco Bitumentechnik.

Spachtelmasse Ultraplan Eco in neuer Rezeptur

Mapei SpA
Mapei-Marketingleiterin Adriana Spazzoli, Deutschland-Geschäftsführer Heinrich Meier und Firmeninhaber Dr. Giorgio Squinzi vor dem Referenzobjekt Ivory Club in Frankfurt am Main.
Mapei SpA
Sortimentsanteile Fußbodentechnik
Mapei SpA
Entwicklung der Geschäftsbereiche
Fussbodentechnik 2000-2006

Neues gibt es bei Mapei auch im Produktbereich: Mapei Ultraplan Eco, die selbstverlaufende Bodenspachtelmasse zum Glätten und Ausgleichen von Untergründen, gibt es in einer neuen Rezeptur. Mit ihrem reduzierten Schwindverhalten und ihrer besonderen Umweltverträglichkeit eignet sich Ultraplan Eco speziell für den Einsatz im Renovierungs- und Sanierungsbereich.

Bei Ultaplan Eco handelt es sich um ein pulverförmiges Produkt, das mit Wasser angemischt eine fließfähige, sehr gut zu verarbeitende, zementäre Spachtelmasse mit guter Anhaftung zum Untergrund ergibt. Ultraplan Eco dient zum Glätten und Ausgleichen von normgerechten Untergründen und kann in Schichtdicken von 1-10 mm rissfrei verarbeitet werden. Nach vollständiger Aushärtung erreicht das Produkt hohe Biegezug-, Druck- und Abriebfestigkeiten.

Zusätzlich ist Ultraplan Eco äußerst emissionsarm und damit nicht nur in der Renovierung und Sanierung, sondern überall dort geeignet, wo gesundheitliche Aspekte und Umweltverträglichkeit der eingesetzten Produkte eine wichtige Rolle spielen. Weitere Pluspunkte der leicht pump- und rakelfähigen Spachtelmasse sind ihr hervorragender Selbstverlauf und die Top-Oberfläche, die eine perfekte Basis für eine schnelle und problemlose Verklebung bildet. Die Spachtelmasse kann mit allen textilen, elastischen und keramischen Belägen sowie mit Naturwerksteinen und Parkett belegt werden.

Einkomponentiger Leichtkleber

Ebenfalls neu ist der einkomponentige Leichtkleber Ultraflex S2 Mono. Der Flexklebemörtel eignet sich für die Verlegung von Feinsteinzeug und vermindert das Risiko von Rissbildungen und Hohllagen. Bisher konnte dies nur durch zweikomponentige Systeme erreicht werden.

Weitere Vorteile sind das reduzierte Gewicht und die Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten. Ultraflex S2 Mono eignet sich für alle Arten von Fliesen an Wand und Boden.

aus FussbodenTechnik 06/06 (Wirtschaft)