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GD Holz

Parkett ist bedeutender Umsatzbringer für den Holzhandel


Das ParkettMagazin wird 20 Jahre alt. Dies ist ein kurzer Zeitraum - verglichen mit dem Gesamtverband Deutscher Holzhandel (GD Holz), der dieses Jahr 60 Jahre wird. Vor allem aber ist es ein kurzer Zeitraum - verglichen mit vielen Unternehmen unseres Verbandes, deren Ursprünge sich zum Teil mehrere hundert Jahre zurückverfolgen lassen.

20 Jahre sind aber auch ein wahrhaft kurzer Zeitraum für Parkett. Es ist der vermutlich älteste Bodenbelag, der in der Vergangenheit Kaisern, Königen und höheren Ständen vorbehalten war. Gleichwohl muss man sagen, dass allein ein höheres Alter natürlich kein Wert an sich ist. Man muss sich nur vorstellen, in welcher Zeit das ParkettMagazin gegründet wurde! Vor allem aber, wie es sich seinen Platz erobert und auch behauptet hat. Die 80er Jahre des letzten Jahrhunderts waren wirtschaftlich nicht gerade Gründerjahre. Die Wende, die Wiedervereinigung Deutschlands, hat dann neue Impulse gegeben, aber die waren mit dem Beginn des stetigen Niedergangs des Neubauvolumens dann Ende der 90er Jahre auch aufgezehrt.

In diese Zeit fällt der rasante Aufstieg des Laminatbodens genauso wie die Entwicklung anderer Produkte und technischer Neuerungen. Das Dreischicht-Fertigparkett, die Produktpalette der Mehrschichtparkette, Laminatböden, neue Verlegemethoden wie die schwimmende Verlegung und die Fortentwicklung der Oberflächen auf Holzböden sind Beispiele und Marksteine. Das ParkettMagazin hat diese Entwicklung begleitet. Es war in dieser Zeit eine immer hervorragende Informationsquelle - gerade auch für den Fachhandel, wie er im GD Holz organisiert ist.

Wir sagen "Herzlichen Glückwunsch" und verbinden dies mit besten Wünschen auch für eine erfolgreiche und wirtschaftliche gesunde Zukunft. Als eine Art "Geschenk" an das ParkettMagazin kommen wir sehr gerne der Bitte nach, die aktuelle Entwicklung des Handels mit Bodenbelägen kurz darzustellen, aber auch Informationen zur Situation unseres Verbandes im Geburtstagsjahr zu geben.

Holzfußböden mit Umsatzanteil von zehn Prozent

Nach den Veröffentlichungen des ParkettMagazins lag die deutsche Produktion von Mehrschichtparkett im Jahr 2006 (Zahlen für 2007 liegen uns noch nicht vor) mit annähernd 9,2 Mio. qm 13-mal höher als die Produktion an klassischem Stab- und Mosaikparkett mit 0,714 Mio. qm. Das Einfuhrvolumen von Mehrschichtparkett mit 9,5 Mio. qm erreichte die fast dreifache Menge der Stab- und Mosaikparkett-Importe.

Holzfußböden halten einen Umsatzanteil von 10% am Gesamtumsatz des Holzfachhandels. Das entspricht einem Umsatzvolumen von über 900 Mio. EUR im Jahr 2006. Im Holzeinzelhandel liegt der Umsatzanteil bei 17% , der Holzgroßhandel macht rund 8% seiner Umsätze im Holzfußbodensortiment mit einem Volumen von ca. 500 Mio. EUR. Diese Zahlen aus dem Betriebsvergleich des GD Holz belegen die Bedeutung des Holzfußbodensortimentes im Holzeinzelhandel. Sie belegen aber auch, dass der Vertrieb über die Großhandelsschiene überwiegt.

Im Jahr 2007 konnte der Holzhandel bisher seine Umsätze um 11% steigern. Ein Großteil der Umsatzsteigerung ist auf gestiegene Preise zurückzuführen. Beim Sortiment Holzfußböden lagen die Umsätze 7,6% über denen des Vorjahres. Im Vergleich zu den Preissteigerungen bei anderen Holzhandelssortimenten wie Holzwerkstoffen oder Schnittholz sind die Holzfußböden im Preis weitgehend stabil geblieben. Das lässt darauf schließen, dass neben dem "höherwertigen Verkauf" auch mengenmäßig im letzten Jahr mehr umgesetzt wurde.

Der Holzfachhandel und hier insbesondere der Holzeinzelhandel hat in der Vergangenheit den Markt für Parkett und Holzfußböden für den Endverbraucher erschlossen. Auf den zunehmenden Wettbewerb mit anderen Vertriebsschienen wie den Baumärkten und den Großflächenbetreibern hat sich der Holzeinzelhandel mit der stetigen Weiterentwicklung von Fachmarkt- und Ausstellungskonzepten immer wieder neu eingestellt.

Aktuell geht der Holzgroßhandel neue Wege zusammen mit den Handwerkern mit innovativen Handwerker-Ausstellungen. Viele der Mitglieder des GD Holz nutzen in zunehmendem Maße die Möglichkeiten und Chancen der modernen Medien wie beispielsweise das Internet. Der Holzfachhandel und insbesondere der Großhandel als Premium-Vertriebsschiene für die Industrie im Inland wie im Ausland erfüllt eine wesentliche Funktion in der Distribution, also der Feinverteilung der Ware, in der Fläche. Diese Funktion wird auch in Zukunft unter der Erfordernis der Kostenminimierung beim Hersteller Bestand haben.
60 Jahre GD Holz

Das Jahr 2007 stellt für die Entwicklung des Gesamtverbandes Deutscher Holzhandel in mehrfacher Hinsicht einen Meilenstein dar. Auch unser Verband wird dieses Jahr einen runden Geburtstag begehen. Er wird im November 60 Jahre alt. Hervorgegangen aus einer Arbeitsgemeinschaft, hat er sich zu einem Fachverband auf Bundesebene entwickelt. Dieser ist bei seinen Mitgliedern sehr anerkannt. In der Holzwirtschaft wie in der Politik, die sich mit Holz aus verschiedenen Perspektiven heraus beschäftigt, verfügt er über einiges Gewicht, das er für die Interessenvertretung seiner Mitglieder einsetzt.

GD Holz Gesamtverband Deutscher Holzhandel e.V.
Martin Geiger, Vorsitzender, GD Holz
GD Holz Gesamtverband Deutscher Holzhandel e.V.
Dr. Rudolf Luers, Hauptgeschäftsführer, GD Holz
GD Holz Gesamtverband Deutscher Holzhandel e.V.
Josef Plössl, Geschäftsführer, GD Holz
GD Holz Gesamtverband Deutscher Holzhandel e.V.
Das "Gebäude" des GD Holz

Dabei lassen wir uns von der Vision leiten, dass durch die Arbeit des Verbandes seine Mitglieder mehr Holz und Holzprodukte zu besseren Preisen oder geringeren Kosten verkaufen können. Die Mission des GD Holz lässt sich mit drei Worten beschreiben: Nutzen, Nutzen, Nutzen! Holz ist unsere Leidenschaft, und dieser Leidenschaft wollen wir gerecht werden. Gestiftet wird fachlicher Nutzen auf den Handlungsfeldern Holz, Handel und Unternehmen sowie überfachlicher Nutzen auf den Handlungsfeldern Netzwerk und Information sowie im Rahmen der Unterstützung im Wettbewerb durch eine geplante Markenkampagne.

Daraus ergeben sich die Ziele: Die Mitglieder sollen zum einen auf hochwertige fachliche Informationen des Verbandes zugreifen können. Zum anderen soll der organisierte Holzfachhandel als Absatzkanal im Wettbewerb wahrgenommen werden. Unter Wettbewerbern verstehen wir die Unternehmen im Holzhandel, die nicht im GD Holz organisiert sind, aber es sein könnten, den Baustoffhandel, soweit er nicht Mitglied im Verband ist, und die Großfläche.

Organisatorisch vollendet der Verband zum Jahreswechsel 2007/2008 die endgültige Verlegung des Verbandssitzes nach Berlin. Hierzu bedarf es eines Verbandes, der - wie es in unserem Claim heißt - stark, deutlich und führend ist. Stark sind wir durch die Kooperation von Ehrenamt und Hauptamt, qualitativ gutes Personal, eine solide Finanzbasis. Deutlich kommunizieren wir. Unmissverständlich, klar und zielführend. Unsere Auskünfte sind verlässlich. Führend wollen wir im Vergleich zu anderen Organisationen, aber auch der Meinungsbildung sein und Orientierung geben.

Aus den Säulen des Verbandes, den Mitgliedern im Groß-, Außen- und Einzelhandel sowie den Spezialgebieten des Rohholz- und Furnierhandels ergibt sich in Verbindung mit den Handlungsfeldern das "Gebäude" des Verbandes (siehe Organigramm).

Soweit man Leistungsmerkmale der Branche beschreiben kann, sind diese für den im GD Holz organisierten Handel wie folgt zusammenzufassen:
1. Der Holzfachhandel ist nachhaltig.
2. Der Holzfachhandel ist Premium-Dienstleister.
3. Der Holzfachhandel ist Kundenfokussiert. Hierfür steht die Marke GD Holz.

In das Jahr 2007 fällt auch die Verlegung des Branchentages Holz nach Köln auf das neue Messegelände Nord. Das ParkettMagazin war immer ein kritischer Begleiter dieser Veranstaltung. Sicher hat auch Kritik dazu beigetragen, den Branchentag zu der führenden Leistungsschau der Lieferanten des Holzfachhandels zu machen und ihn jung und frisch zu halten. Der attraktive Standort Köln mit hervorragender Verkehrsanbindung, neuen Messehallen mit der Anbindung an die Stadt, kurzen Wegen ins Kongresszentrum und einer allgemein hervorragenden Infrastruktur bietet alle Voraussetzungen für ein bisher nicht gekanntes "Branchentagsgefühl".

Holzfachhandel stärken

Das ParkettMagazin hat sich zu einem erstklassigen Magazin entwickelt, das wertvolle Produktinformationen wie andere abwechslungsreiche Informationen enthält und die Branche bestens kennt. Es wird im Holzfachhandel nicht nur gerne gelesen. Man könnte es sogar für unverzichtbar halten, wenn mit Bodenbelägen gehandelt wird.

Der GD Holz hofft auf weitere gute Zusammenarbeit. Dabei lautet die Aufgabenstellung, gemeinsam etwas für den Holzfachhandel als Branche zu leisten. Die Betriebszahlen in diesem Marktsegment haben abgenommen. Aber noch immer werden Holz- und Holzprodukte mit einem Umsatz von rund 8 Mrd. EUR über den Holzgroß-,Holzeinzel - und Holzaußenhandel abgesetzt. Und dieser Wert hat sich trotz einer geringeren Zahl an Unternehmen nicht wesentlich nach unten verändert. Der Schluss liegt auf der Hand: das einzelne Unternehmen ist gestärkt aus dem Niedergang der Baukonjunktur hervorgegangen! Auf diese Unternehmen kann die Parkettindustrie im Besonderen und die Bodenbelagsindustrie im Allgemeinen weiter bauen.

In diesem Sinn dem ParkettMagazin nochmals alles Gute für die Zukunft, eine treue Leserschaft und die Zunahme von Inserenten und Abonnenten!

aus ParkettMagazin 06/07 (Wirtschaft)