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Stia

Qualitätsprodukte aus Österreich haben Zukunft


Das Jahr 2007 wird für uns, mit dem Vertrieb der Premiummarke "Admonter Naturboden" und der Naturholzplatte "Stia", wieder ein durchaus erfolgreiches. Mit einer prognostizierten Absatzsteigerung im zweistelligen Bereich wird ein hochgerechneter Jahresumsatz von ca. 55 Mio. EUR erwirtschaftet werden können. Die Exportrate beträgt dabei nach wie vor fast 75% .

Auch in den kommenden Jahren werden wir weiter auf die Stärkung und den Ausbau der "Admonter Landhausdiele" setzen. Neuheiten und Innovationen insbesondere im Bereich Design sind das Ziel. Allgemein gilt: Innovationen müssen und werden geschehen. Jedes Unternehmen trägt hier Eigenverantwortung im Sinne des Wachstums.

Massenware aus dem Osten

Grundlegend gehen wird davon aus, dass sich die Produktion von Massenprodukten mit geringem Verarbeitungs-Know-how und Spezialisierungsfaktor - wie bereits jetzt teilweise der Fall - vermehrt in den Osten verschieben wird. Wir sind jedoch der Meinung, dass Qualitätsprodukte mit hohem Know-how-Hintergrund und dem Anspruch eines gewissen Standards nach wie vor in den zentraleuropäischen Ländern produziert werden. Spezielle Zusätze wie "Made in Austria" werden in diesem Zusammenhang eine noch stärkere Rolle spielen.

Im Zuge der allgemeinen Veränderungen ist es besonders bei Eiche und Lärche bereits im letzten Jahr zu Engpässen gekommen. Die extreme Verschiebung von Parkett-Erzeugnissen in den Osten bindet Rohmaterialien an diesen Markt, die in weiterer Folge in Zentral-Europa fehlen. Unsere langjährigen Partnerschaften mit Lieferanten werden uns jedoch helfen, den Prozentsatz der Preissteigerungen so gering wie möglich zu halten.

Stia Holzindustrie GmbH
Josef Landschützer, Geschäftsführer,
Stia Holzindustrie,
Admont/Österreich

Verschiedene Vertriebsschienen für unterschiedliche Produkte

Die Kluft zwischen Billig- und Premiumprodukten wird sich aus meiner Sicht noch mehr vergrößern. Dieser Unterschied wird sich weitgehend in den entsprechenden Vertriebsschienen widerspiegeln. Das bedeutet, dass Billigprodukte weiterhin in Bau- bzw. Möbelmärkten zu finden sein werden, wohingegen sich der spezialisierte Groß- bzw. Fachhandel noch mehr durch Qualität und Service differenzieren und profilieren wird.

Neue Vertriebsformen wie der Vertrieb über das Internet sind durchaus möglich, allerdings muss auch hier die Unterscheidung zwischen Massen- und Premiumprodukt getroffen werden. Einen Vertrieb von Billigparkett via neuer Medien kann ich mir sehr gut vorstellen; dies passiert ja teilweise bereits.

Dahingegen ist der Verkauf von qualitäts- bzw. erklärungsbedürftiger Ware für mich bzw. für Admonter nicht vorstellbar ist. Naturprodukte werden über Emotion und Haptik verkauft und auch der Preis muss für den Endkunden "begreifbar" gemacht werden. Eventuell könnte ich mir noch ein Ergänzungsprogramm online vorstellen, das dem Endkunden die Möglichkeit gibt, nach dem Beratungsgespräch seinen Boden individuell online zu bestellen.

aus ParkettMagazin 06/07 (Wirtschaft)