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IMM Cologne

Weiß setzt sich bei den Möbeln durch


Die diesjährige IMM Cologne, die Kölner Möbelmesse, hinterließ einen durchwachsenen Eindruck bei den Besuchern. Die Messe ist definitiv ein Pflichtbesuch für alle Einrichter und es ist auch unbestritten für jeden Teppicheinkäufer wichtig zu wissen, in welche Richtung die Möbel- und Wohntrends gehen. Trotzdem fehlte es an Spannung. Und das, obwohl es viel zu sehen gab. Das Angebot reicht von Polstermöbeln und Wohnwänden bis zu Küchen. Diese Trends sind sehr schnell zusammengefasst: Weiß und sichtbares Holz gerne in schnörkellosen Formen. Was die einen pur nennen, finden andere schlicht langweilig.

Doch wichtiger: Wie sieht es bei den Teppichen aus? Bemerkenswert war wieder die Platzierung der Teppichanbieter: Ihre Stände waren in bester Lage zwischen den internationalen Premium-Möbelherstellern in der Halle 11.

Die Trends lassen sich wie bei den Möbeln sehr schnell abhandeln: Der Shaggy ist bei den Einrichtungsteppichen immer noch der Platzhirsch. Handtufts und flache Konstruktionen kompletieren die Auswahl. Farblich dominierten dezente Naturfarben, selbst bei den Langflorteppichen werden die Farben dezenter. Der Grund für die Uniformität ist vor allem in der praktisch selben Ausrichtung der Aussteller zu sehen. Alle sind im oberen Segment angesiedelt. Wer eine breite Teppichauswahl sucht wird leider enttäuscht.


Ein Messehighlight fand sich in Halle 2: Die jungen Designer der Sonderfläche D3 Design Talents sorgten wieder ein mal für frischen Wind. Teil verrückte, teils durchdacht-praktische Konzepte sorgten für gute Laune unter den Besuchern. Sogar Teppichideen wurden gezeigt, wie der Puzzle-Perser zum selber zusammensetzten oder ein Schaumstoffteppich in Kuchenform.

Die Messeleitung sieht die IMM auf einem guten Weg und zog eine positive Bilanz. Die Besucherzahlen sind leicht angestiegen, besonders die der Fachbesucher - die letzten zwei Tage sind auch für private Besucher geöffnet.

aus Carpet XL 02/08 (Wirtschaft)