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MeisterWerke

Kopfkantenverriegelung mit Masterclic Plus


Die leimfreie Verlegung mit Masterclic Plus, einer Kombination aus längsseitiger Uniclic-Verbindung und kopfseitiger Masterclic-Verriegelung, ist seit geraumer Zeit bei den Meisterwerken Stand der Technik .

Jetzt hat Guido Schulte, einer der drei Geschäftsführer der Meisterwerke und dabei auch verantwortlich für die Produktentwicklung, das bestehende Fold down-System nochmals optimiert. Ziel dabei war, das System für nahezu alle Meisterwerke-Produkte anwenden zu können und das zudem ein System anzubieten, das mit einfachen Handgriffen durch einfaches Auswinkeln (erst längsseitig, dann kopfseitig) wieder demontiert werden kann. Dies ist nach Angaben der Meisterwerke bislang einmalig bei den am Markt befindlichen Systemen.

Masterclic Plus setzt auf die Fold-down-Verriegelungstechnik, genau genommen auf die so genannte "Side push Technik". Das bedeutet, dass der Boden kopfseitig dicht an der nebenliegenden Diele abgesenkt wird. Nach dem Absenken findet noch keine Verriegelung statt. Dies geschieht erst mit der Verlegung der nächsten Reihe, daher auch die Bezeichnung "Side push System". Mit der Verlegung der nächsten Reihe wird dabei "automatisch" eine besondere verschiebbare Feder aktiviert, die für eine sichere und passgenaue Kopfseitenverriegelung sorgt.

Dabei sichert die speziell entwickelte und patentierte Profilgeometrie mit Höhen- und Seitenanschlag die kopfseitige Ausrichtung und Verriegelung der Dielen. Bei diesem Verriegelungsprozess wird zudem eine Vorspannung im Profil aufgebaut, die nach Angaben des Unternehmens den langfristigen Fugenschluss sichert. Bei einer möglichen Demontage unterstützt das System den Handwerker: Die Dielen können durch einfaches Auswinkeln problemlos wieder aufgenommen werden.

"Basis für Masterclic Plus sind das Material und die Geometrie der eingesetzten Feder", erläutert Schulte. Damit das System funktioniert, sind extrem geringe Toleranzen einzuhalten.

Meisterwerke Schulte GmbH
Die zu verlegende Bodendiele wird nach dem längsseitigen Einwinkeln kopfseitig bündig zur bereits verlegten nebenliegenden Diele abgesenkt.
Meisterwerke Schulte GmbH
Nach dem Ablegen findet kopfseitig noch keine vollständige Verriegelung statt. In horizontaler Richtung ist das Element fixiert, in vertikaler Richtung hingegen noch nicht.
Meisterwerke Schulte GmbH
Erst mit dem Verlegen der nächsten Reihe wird die wellenförmige Feder aktiviert. Sie wird innerhalb des Profils um einige Millimeter eingeschoben und bewegt sich durch die ebenfalls wellenförmige Profilierung nach rechts und sichert damit automatisch eine formstabile Verbindung. Der Kopfstoß ist nunmehr auch in vertikaler Richtung verschlossen.
Meisterwerke Schulte GmbH
Beim Rückwärtsverlegen muss zunächst der Kopfstoß eingewinkelt werden.
Meisterwerke Schulte GmbH
Anschließend wird das bereits am Boden liegende Element, der sich in Arbeit befindlichen Reihe, leicht angehoben und entgegen der üblichen Richtung die Nut des zu verlegenden Elements in die bereits am Boden liegende Feder der vorherigen Reihe eingewinkelt.

Besondere Verlegesituationen wie z.B. im Bereich von Türzargen oder bei der "Rückwärtsverlegung" sind mit Masterclic Plus problemlos zu meistern. Gespräche und Verlegedemonstrationen mit vielen Handwerkern und Profi-Kunden haben bestätigt, dass MeisterWerke-Böden mit ihrer Masterclic Plus-Kopfseitenprofilgeometrie optimal auch für schwierige oder komplexe Verlegesituationen geeignet sind.

Eigenes Patent der Meisterwerke


Bereits Mitte 2008 nahmen die Meisterwerke die patentierte werksseitig eingefügte Kunststoff-Feder (Masterclic Plus) in die Produktion.

Masterclic Plus ist eine völlig eigenständige Erfindung des Unternehmens. Die besondere Funktionsweise dieses neuen Klicksystems, bei dem u.a. die Verriegelung erst mit der nächsten Reihe stattfindet, ist durch diverse deutsche und internationale Patente geschützt. Patentinhaber und Erfinder ist Guido Schulte.

Die Meisterwerke sind derzeit nicht interessiert, mit der Neuentwicklung in das Lizenz-Geschäft einzusteigen. Aus diesem Grund wurde mit der schwedischen Denkfabrik Välinge, die u.a. über Patente ähnlicher Verlegesysteme verfügt, ein Kooperationsabkommen geschlossen. Sinn und Zweck ist dabei zum Einen, Välinge das Recht einzuräumen, Produkte mit dieser "Side-push-Technologie" zu vermarkten, zum Anderen die beiderseitigen vorhandenen Schutzrechte nicht gegenseitig zu blockieren.

aus ParkettMagazin 06/10 (Sortiment)