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FEB-Geschäftsbericht 2008 analysiert Umfeld und Markt für elastische Bodenbeläge

Branchenprimus PVC-Designbeläge

Die allgemeine Wirtschaftskrise beherrscht derzeit nicht nur landauf, landab die Medien, sondern beschäftigt natürlich genauso Unternehmen und Unternehmer sämtlicher Branchen. Auch der FEB, Fachverband elastische Beläge, hat sich ausgiebig damit auseinandergesetzt und auf seinem diesjährigen Roundtable Entwicklung und Perspektiven des gesamtwirtschaftlichen Umfeldes und des Bau-Marktes beleuchtet, die sich unmittelbar auf den Absatz elastischer Beläge auswirken.

Bei den Herstellern elastischer Bodenbeläge ist momentan die Stimmung nicht so trüb wie in anderen Branchen. Es gebe auch positive Nachrichten, vermeldete Vorstandsvorsitzender Ivo Schintz beim Roundtable des FEB, Fachverband elastische Beläge, in Frankfurt. Die Wirtschaftskrise werde den Bau nicht so hart treffen wie andere Bereiche, was offenbar die Architekten ähnlich einschätzen, denn die große Mehrheit erwartet keine Verschlechterung ihrer Geschäfte. Außerdem sei die Kauflaune der Verbraucher ungebrochen, laut GfK ist der Index im März zum sechsten Mal in Folge gestiegen.

Designbeläge und homogenes PVC legen zu

Mit konkreten Zahlen zum Geschäft mit elastischen Belägen in den deutschsprachigen Ländern hielt sich der FEB auch in diesem Jahr bedeckt und offenbarte wiederum nur Tendenzen bei den verschiedenen Produkttypen. Danach musste Linoleum 2008 einen Rückgang hinnehmen, geringeren Umfangs in Deutschland und Österreich und größeren in der Schweiz. Dabei haben 2,5 mm-Qualitäten weiter zugelegt, während 2,0 mm- und 3,2 mm-Ware verloren.

Bei homogenen PVC-Belägen macht sich ein klarer Trend zu richtungsfreien Optiken bemerkbar. Generell hielten sie sich im vergangenen Jahr in Deutschland stabil, nahmen in Österreich leicht zu und sind in der Schweiz gefallen.

Heterogene PVC-Beläge hatten in Deutschland und Österreich einen schweren Stand, waren dafür umso beliebter in der Schweiz. Kompaktprodukte der Klassen 21 bis 23 haben weiter abgenommen, Qualitäten der Klassen 31 bis 43 hingegen stark zugenommen.

Als klarer Branchenprimus behaupten sich wieder PVC-Designbeläge, die unverändert im extremen Steigflug begriffen sind - in Deutschland und der Schweiz noch mehr als in Österreich. Bestseller sind die Klassen 23 biss 33 und 41 bis 42 mit 0,3 bis 0,69 mm Nutzschicht.

Bleiben noch die Beläge aus anderen Kunststoffen, die einen uneinheitlichen Absatzverlauf zeigen: In Deutschland befinden sie sich im Plus, in Österreich und der Schweiz im Minus.

Nach Ländern betrachtet konnte nur in Deutschland ein Zuwachs von 2,2% realisiert werden, Österreich hinkt um 2,1% hinter dem Vorjahr her, die Schweiz sogar um 5,3%. Die Tendenz zu höherwertigen Produkten ließ den Umsatz gegenüber dem Absatz überproportional anziehen. Alles in allem war 2008 damit zwar kein grandioses Jahr für den FEB, gibt aber zumindest in Deutschland auch keinen Anlass zur Unzufriedenheit.

Wege aus der Krise

FEB Fachverband der Hersteller elastischer Bodenbeläge e.V.
Absatz elastische Bodenbeläge 2008

Insofern ist man beim FEB auch für die nahe Zukunft relativ gelassen und versteht die Krise weniger als Damoklesschwert, denn als Herausforderung und "Chance, die Wirtschaftsweise zu verändern". Schintz nannte in diesem Zusammenhang "mehr Nachhaltigkeit, die Optimierung des Ressourcen-Einsatzes und die Forcierung von Recycling". Damit könne auch die Wertschöpfung verbessert und ein Mehrwert für Kunden wie auch die Unternehmen generiert werden.

In Zahlen: "Die Effekte einer linearen Absenkung der Material- und Energiekosten um 20% in den nächsten 10 Jahren würde 700.000 neue Jobs mit sich bringen, ein Wachstum des BIPs um 10% bewirken, den Staatshaushalt um 20 Mrd. EUR entlasten, 11 Mrd. EUR Einsparung an Material bedeuten und insgesamt zu einer Steigerung der Umsätze, Gewinne und Löhne führen".


FEB Facts

FEB-Fachverband der elastischen Bodenbelagshersteller
Postfach 130364
42030 Wuppertal
Tel.: 0202-759721
Fax: 0202-759797
info@feb-ev.com
www.feb-ev.com

Vorstand: Ivo Schintz (Tarkett), Vorsitzender; Oliver Kluge (Amtico), Schatzmeister; Martin Thewes (Forbo Flooring), Sekretär

Mitglieder: Altro (Hamburg), Amtico (Neuss) Armstrong DLW (Bietigheim-Bissingen), Debolon (Dessau), Dunloplan (Gelnhausen), Forbo Flooring (Paderborn), Gerflor Mipolam (Troisdorf), Objectflor (Köln), Project Floors (Hürth), Tarkett (Frankenthal), WPT (Detmold)

Fördermitglieder: Byk-Chemie, Lack- und KunststoffadditiveCC Dr. Schutz, Reinigungs- und PflegemittelLott-Lacke, Lacksysteme und BeschichtungenHerbert Olbrich, Converting & AutomotiveSilfox Holding, Muster-Kollektionenund FarbmusterkartenA + E Ungricht, Walzendesigntechnologie

Assoziierte Institutionen: AGPU, Arbeitsgemeinschaft PVC und Umwelt, Bonn; PVCplus, Bonn, PVCH Arbeitsgemeinschaft, Aarau (Schweiz); API PVC- und Umweltberatung, Wien (Österreich); TFI, Deutsches Forschungsinstitut für Bodensysteme, Textiles & Flooring Institute, Aachen; Verband der Deutschen Heimtextilien-Industrie, Wuppertal; ERFMI, European Resilient Flooring Manufacturers Institute, Brüssel (Belgien); Vinyl2010; ZVR Zentralverband Raum und Ausstattung, Bonn

Aktuelle Projekte:Marktzahlen: Gerhard Hausegger; Qualitätsmanagement: Heinz SteinhilberPVC vs. Kautschauk: Gerhard HauseggerPUR: Jörg LeidenfrostVertriebswege - Vision 2015: Ivo Schintz, Andreas KopfAG Residential: Axl SpieckerAG Marketing: Timo Jahnen, Gerhard Hausegger, Markus Deimling

aus BTH Heimtex 04/09 (Wirtschaft)