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GD Holz Gesamtverband Deutscher Holzhandel e.V.

GD Holz fragt "Waldretter": Was macht ihr für mehr FSC zerifiziertes Holz?


Holzhändler wollen sich von grünen Organisationen nicht länger vorhalten lassen, zu wenig zertifiziertes Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft anzubieten. "Was tut eigentlich ihr dafür, dass mehr Wälder FSC-zertifiziert werden?" fragt der GD Holz den WWF, Greenpeace oder Organisationen wie Pro Regenwald und dreht damit den Spieß um. "Bei einem Einschlag von jährlich 13-14 Mio. Hektar weltweit muss davon ausgegangen werden, dass nur 5% überhaupt aus FSC-zertifizierten Beständen kommen können." Diesem Argument der Holzhändler ist wenig entgegenzuhalten. "Die Menge von FSC-Produkten wird sich nicht allein nachfragebedingt erhöhen", betont der GD Holz, "sondern nur, wenn der Nachfrage auch ein entsprechendes Angebot gegenübersteht." Deshalb hat er um Aufstellung eines Aktionsplans gebeten, aus dem Unternehmen der Holzwirtschaft erkennen können, welche Steigerungssätze bezüglich einer Angebotserhöhung an FSC-Produkten möglich sind. Auch die Frage einer Verringerung der Zertifizierungsgebühren steht im Raum - sei es durch Senkung der AAF-Gebühr von FSC International, sei es durch Reduzierung direkter Zertifizierungskosten. Die Auswertung dieser Befragung möchte der GD Holz kurzfristig veröffentlichen.

Ein positives Signal für den Dialog zwischen Holzhandel und Umweltschützern setzt der Naturschutzbund (NABU). Sein Präsident hat erstmalig um ein Gespräch mit Vorstand und Geschäftsführung des GD Holz gebeten. Ende August wollen beide Seiten in Berlin die Zertifizierungs-Initiative debattieren, die der GD Holz zu Beginn 2009 gestartet hat. "Das Ziel", heißt es vom Holzhandel, "dürfte für beide Seiten das Gleiche sein: den Anteil von Holz und Holzprodukten, die nachweislich aus nachthaltiger Forstwirtschaft stammen, deutlich zu erhöhen."


aus ParkettMagazin 04/09 (Wirtschaft)