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FEP Föderation der Europäischen Parkett-Industrie

Vier Fragen an Lars Gunnar Andersen, FEP-Präsident


PM: Sie sind in der europäischen Parkettbranche bekannt, obwohl es in den letzten Jahren um Sie etwas ruhiger geworden ist. Was haben Sie gemacht?

Andersen: Nachdem ich ungefähr 20 Jahre beim norwegischen Parketthersteller Boen Leitungsfunktionen innehatte und dort 2002 ausschied, habe ich freiberuflich als Unternehmensberater gearbeitet, beispielsweise für die schwedische Firma Bona sowie bei verschiedenen norwegischen Firmen im Beirat oder Aufsichtsrat. Meine Aufträge waren vielschichtig und hatten nicht immer etwas mit Parkett zu tun.

PM: Finden Sie es nicht etwas verwunderlich, dass die FEP keinen Präsidenten aus dem Kreis der Parkettproduzenten stellt?

Andersen: Die Frage ist berechtigt. Andererseits sind die Inhaber, Geschäftsführer oder sonstige leitende Angestellten unserer Mitgliedsfirmen beruflich stark belastet. Das Amt des Verbandspräsidenten erfordert viel Engagement. Da ich nicht mehr im operativen Tagesgeschäft tätig bin, verfüge ich vermutlich über etwas mehr Zeit als andere. Darüber hinaus kann ich heute völlig neutral agieren. Beide Umstände haben den Verbandsmitgliedern offensichtlich sehr zugesagt. Ich freue mich in jedem Fall über meine Wahl und hoffe, der FEP und ihren Mitgliedern bei der Verbandsarbeit helfen zu können.

PM: Was sagen Sie zur Beteiligung der Mitgliedsfirmen an dieser Veranstaltung? Wenn wir richtig gezählt haben waren nur 21 von 57 Parkettherstellern präsent.

FEP Föderation der Europäischen Parkett-Industrie
Lars Gunnar Andersen

Andersen: Die diesjährige Beteiligung ist in der Tat sehr niedrig. Allerdings vermute ich die globale Finanzkrise als Ursache. In Anbetracht dieser auch für unsere Branche schwierigen Situation muss man die Beteiligung trotzdem als zufriedenstellend einstufen. Ich werde aber gemeinsam mit meinen Vorstandskollegen und dem Sekretariat daran arbeiten, dass die nächste Hauptversammlung in Rom einen größeren Zuspruch erfährt.

PM: Polen ist heute Europas größter Exporteur und hat Schweden in dieser Position abgelöst. Was sagen Sie dazu, dass ausgerechnet ein polnischer Vertreter Abwehrmaßnahmen gegen asiatische Importe, insbesondere aus China, einfordert?

Andersen: Es ist richtig, dass sich die Marktanteile verschoben haben. Sie wollen aber dafür Verständnis haben, dass ich mich zu Aussagen eines einzelnen Mitgliedes nicht öffentlich äußern möchte.

aus ParkettMagazin 04/09 (Wirtschaft)