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Loba in der LfA Förderbank Bayern

Rekonstruktion von 1.450 m altem Stab- und Tafelboden


Bei diesem liebevoll und aufwändig rekonstruierten Tafel- und Stabparkett aus Eiche mit Bordüre in Nussbaum, das in klassisch handwerklicher Manier auf 1.450 m Blindboden genagelt wurde, geht jedem Parkett-Routinier das Herz auf. Das Münchener Parkett- und Bodenlegeunternehmen "Bodenlos" erhielt den Auftrag, in dem 1903 bis 1905 errichteten Gebäude der LfA Förderbank Bayern den alten Boden zu sanieren.

Der Bauherr hat einen ausgeprägten Sinn für Tradition und Handwerk. Die Förderbank nämlich kümmert sich um das Wohl der der bayerischen Wirtschaft und insbesondere um den Mittelstand. Da kam bei der Auftragsvergabe selbstverständlich ein regionales Unternehmen zum Zuge. Die Firma Bodenlos ist ein Parkettspezialist, verlegt aber auch Linoleum, Teppich und PVC. Der Betrieb beschäftigt 17 Mitarbeiter und kann auf Referenzen wie das Schloss Elmau, das Nymphenburger Schloss, den Plenarsaal des Bayerischen Landtags, die Eon-Zentrale in München und Bogner-Shops in Berlin und Wien verweisen.

In dem traditionsreichen Gebäude der 1951 gegründeten Bank begann die anspruchsvolle Detailarbeit schon beim Aufmaß. Zu berücksichtigen waren die vielen Kamine und Erker des alten Bauwerks. Beim Einmessen der Kassetten musste darauf geachtet werden, dass zusammen mit den Friesen eine harmonische Umrandung geschaffen wurde.

Die aufwändigen Verlegearbeiten erforderten handwerkliche Präzision. Aus hunderten von Einzelteilen ließen die Meister ihres Fachs die historischen Parkettböden wieder neu erstehen. Die sollten nun auch entsprechend geschützt werden. Das erwartete nicht zuletzt die Denkmalpflege. Gefragt war eine Oberflächenbehandlung, die den Boden wie im alten Zustand aussehen lässt.

Bei der Behandlung der 1.450 m rekonstruierten Parketts vertrauten die Verleger von Bodenlos auf Produkte von Loba. Moderne Oberflächenlösungen können das Aussehen von damals mit den Ansprüchen von heute verbinden, etwa in Bezug auf Abriebfestigkeit. Eingesetzt wurde die Öl-Wachs-Kombination Lobasol HS Select 100 Oil/Wax in Verbindung mit dem Pflegeöl Loba ParkettOil. Damit werden die Struktur und die Eigenheiten des Eichenholzes besonders zur Geltung gebracht.

Loba GmbH & Co. KG
Durch viele Räume wurde insgesamt 1.450 m saniertes Parkett auf Blindboden genagelt.
Loba GmbH & Co. KG
Im Detail: die Friesengestaltung mit Nussbaumholz.
Loba GmbH & Co. KG
Der eingearbeitete Kabelschacht macht den traditionellen Parkettboden funktional.

Nach Aussage von Loba ist diese Beschichtung auf Basis pflanzlicher Öle und Wachse lösemittelfrei, beständig gegen Chemikalien, rutschfest und ergibt in den viel frequentierten Räumen eine gute mechanische Belastbarkeit des Bodens.

Die Oberfläche wirkt durch ihre Struktur Schmutz abweisend, ist dadurch pflegeleicht und weil sich das ParkettOil nicht selbstständig aufpoliert, wird die Wirkung klassisch geölter Parkettböden beibehalten. Einfache Verarbeitung, schnelle Trockenzeit und volle Belastbarkeit schon nach wenigen Tagen runden das Anforderungsprofil an eine zeitgemäße Oberflächenbehandlung für diese Restaurationsarbeit ab.

Objekt-Telegramm


Objekt: LfA Förderbank Bayern
Planer: Auer & Weber
Verleger: Bodenlos GmbH, Dachauer Str. 233, München
Boden: Tafel- und Stabparkett in Eiche mit Bordüre in Nussbaum
Hersteller: Pfälzer Parkettfabrik sowie Schmid, Schweiz
Untergrund: Blindboden
Oberflächenbehandlung: Lobasol HS Select100 Oil/Wax und Lobacare ParkettOil
Fläche: 1.450 m

aus ParkettMagazin 02/11 (Referenz)