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Lacke- und Öle auf der Domotex 2010

Farben und Gütezeichen bestimmen die Oberflächenbehandlung

Die Hersteller von Oberflächenbeschichtungen zogen ein sehr unterschiedliches Messefazit. Während deutsche Aussteller insgesamt einen hoffnungsvollen Eindruck vermittelten, waren andere europäische Anbieter weniger begeistert und beklagten schwache Resonanz.

Bei Lackversiegelungen und Ölen steht die geringe Schadstoffbelastung weiterhin im Vordergrund. Emicode EC1 für sehr emissionsarme Stoffe wird immer mehr zum Aushängeschild. Daneben gewinnt der Blaue Engel an Bedeutung.

Während sich einige Oberflächenbeschichter im europäischen Markt von lösemittelhaltigen Produkten verabschiedet haben, legen andere dieses Segment nicht ganz zu den Akten. Vor allem Regionen in Übersee sind es, die weniger zimperlich mit solchen Fußbodenprodukten umgehen. Und diese Märkte werden auch aus Europa beliefert. Und selbst in Deutschland, heißt es, arbeiten viele Handwerker noch mit traditionellen Werkstoffen.

Domotex
Unterlage, Klebstoff,
Oberfläche abgestimmte Systemaufbauten sollen dem Handwerker die Arbeit erleichtern und die Bearbeitung von Gewährleistungsansprüchen vereinfachen.
Domotex
Das Einfärben europäischer Hölzer und Umweltverträglichkeit der eingesetzten Produkte sind Themen der Stunde.

Das zweite große Thema der Bearbeitung von Oberflächen ist die farbige Gestaltung. Besonders dunkel oder besonders hell - das sind derzeit die Farbtrends bei Oberflächen von Holzfußböden. Alle Unternehmen tragen dieser Entwicklung Rechnung und haben ihr Angebot um neue Farben erweitert. Damit unterstützen die Beschichter zum einen das Bestreben einiger Parketthersteller, keine Tropenhölzer mehr zu nutzen, aber weiterhin Holzböden in ähnlichen Farben anbieten zu können. Außerdem werde damit der Vielfalt des individuellen Geschmacks Rechnung getragen.

"Alles aus einer Hand" ist eine Strategie, die immer mehr Verlegewerkstoffhersteller für sich entdecken. "Im System arbeiten", heißt das in der Fachsprache. Vorreiter sind Ufloor Systems mit einer Mehrmarkenstrategie (Uzin, Wolff, Pallmann, RZ) und Bona, die das auch mit einer geänderten Corporate Identity nach außen kommunizieren. Loba und Wakol stimmen Klebstoffe und Lacke untereinander ab (Connected Systems). Berger-Seidle hat mit seinem Eintritt in die Klebstoffsparte und durch Zukauf der Ramge-Chemie einen ähnlichen Weg beschritten.

aus ParkettMagazin 02/10 (Wirtschaft)