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Interessengemeinschaft der Schweizerischen Parkettindustrie (ISP)

Weniger Reklamationen bei der Verlegung

Positiv hat sich die Qualität der Verlegung entwickelt, machte Oberexperte Bernhard Lysser anlässlich der Herbstversammlung der Interessengemeinschaft der Schweizerischen Parkettindustrie (ISP) deutlich. Bei der Sachverständigentätigkeit der vergangenen Berichtsperiode gab es im Bezug zum verlegten Parkettvolumen weniger Expertisentätigkeit und somit allem Anschein nach weniger Reklamationen.

Zunehmend werden allerdings Schadenfälle von verlegten WPC-Produkten auf Terrassen gemeldet. Hier kommt es offenbar aufgrund fehlender Kohäsion der Holzteile zu intensiven statischen Aufladungen. Verursacher dieser Problematik sind, laut Lysser, Materialmischungen mit einem geringen Holzanteil meist unter 40 - 50%. Während die Plakatbildung bei kleinformatigen Parkettverlegeeinheiten nicht immer zu Beanstandungen berechtigt, wie Lysser betonte, werden im Fall von Industrieparkettböden neuerdings vermehrt Fugenbildungen bemängelt. Meist handelt es sich um Wohn- oder Geschäftsräume. Dort sind es nach Ansicht des Oberexperten oft ungerechtfertigte Erwartungen, die zu Reklamationen führen.

Immer wieder führen auch Decklagenfehler zur Anrufung von Gutachtern. Einerseits finden sich Fehlverleimungen, die auf ungenaue Dicken zurückzuführen sind, andererseits entdecken die Sachverständigen bewusst in Kauf genommene Fehlleistungen bei der Produktion von Bodenbelägen, zum Beispiel durch Deckschichten aus aufeinander- geleimten Furnieren.

ISP Interessengemeinschaft der Schweizerischen Parkett-Industrie
ISP-Präsident Bruno Durrer: "Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit einem starken Franken und dem andauernden Zerfall bestehender Markstrukturen bereiten sämtlichen Parkettverlegebetrieben Sorgen."

Schließlich widmete sich Lysser der Frage: Warum kommt es im Sommer bei Parkett nicht zur Fugenbildung?

Würden typische mitteleuropäische Sommertage - kalte wie auch heiße - in Relation zu der daraus resultierenden Sonneneinstrahlungsdauer gebracht, so der Chefexperte der ISP, ergäben sich geringe Temperaturunterschiede an der Oberfläche der verschiedenen Bauelemente, "sodass sich nie und nimmer nennenswerter Holzschwund bilden kann". Deshalb habe Parkett im Sommer keine Fugenbildung.

aus BTH Heimtex 06/11 (Wirtschaft)