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ABK

Kick-off des Future Stores

Tönisvorst - Ende November 2011 trafen sich zahlreiche Gesellschafter der ABK sowie interessierte Vertreter der Haustextilien-Industrie, um über das weitere Vorgehen bei der Planung und Eröffnung eines ABK-Future-Stores zu entscheiden.

Auf der Cheftagung der ABK in Rostock im September 2011 machte ABK-Geschäftsführer Thomas Fehr seine Verbandsmitglieder mit der Idee vertraut, einen so genannten Future Store zu eröffnen (siehe Haustex 11/11). Ziel des Stores soll es sein, Erfahrungen mit einem modernen, fortschrittlichen Bettenfachgeschäft zu schöpfen, die dann auf die bestehenden ABK-Häuser übertragen werden sollen. Spontan erklärten sich etwa je 15 Einzelhändler und Industrie-Vertreter dazu bereit, an dem Projekt mitzuwirken. Um das Projekt nun auf die Schienen zu setzen, traf man sich in Tönisvorst, um dort das weitere Vorgehen zu besprechen.

Auf Tönisvorst traf die Wahl, weil dort die SB-Warenhauskette Real ihrerseits einen Future-Store auf 8.600 qm betreibt, eine Art einzelhändlerisches Testlabor im Vollbetrieb. Wer einen Einblick in die mögliche Zukunft eines Supermarktes nehmen möchte, dem ist der Besuch dieses Geschäftes empfohlen. Zur Einstimmung ließ sich die ABK-Abordnung von freundlichen Real-Mitarbeitern durch den Laden führen und die Details erklären. Derart eingestimmt ging es dann zur Sache. Fehr stellte den Anwesenden seine Gedanken vor, wie es mit dem engagierten Projekt vorangehen könnte. Der Store soll einerseits die Zukunftsfähigkeit des stationären Bettenfachhandels unter Beweis stellen. Außerdem soll das Fachgeschäft der Zukunft eine Testplattform für Produkte der Industrie sein. Mittlerweile ist die geplante Dimensionierung des Stores auf schätzungsweise mindestens 400 ebenerdige Quadratmeter Ladenfläche angehoben worden. Auch beim geplanten Standort präferiert man nun eine (Groß-)Stadt mit großem Einzugspotenzial.

ABK Einkaufsverband GmbH & Co. KG
Voller Optimismus: Das Team aus ABK-Gesellschaftern und Industrie freut sich über
den Start des Weg weisenden Projektes für den stationären Bettenfachhandel.

Der Zeitplan klingt ambitioniert, aber machbar und ist in mehrere Entscheidungs-Punkte gegliedert. Im Mai dieses Jahres, so die Planung, soll anhand einer Machbarkeitsstudie entschieden werden, ob man in die konzeptionelle Phase eintreten wird. Bis zu diesem Zeitpunkt soll weiteren ABK-Mitgliedern, die in Rostock noch gezögert haben, die Möglichkeit geboten werden, in die Projektierung mit einsteigen zu können. Bei Zustimmung soll die folgende Phase bis zu den ABK-Open im Juni laufen. Dort muss das Go für die nächste Stufe erfolgen, bei der sich die Planungen konkretisieren und unter anderem das Ladenlokal angemietet und die Inneneinrichtung samt Warenbestückung festgelegt werden sollen. Auf der Geschäftsführer-Tagung im September werden die Beteiligten über die Fortschritte informiert und um ihre endgültige Zustimmung zum Start des Future Stores gebeten. Im März/April 2013, so die Planung heute, soll dann gegebenenfalls die Eröffnung des Future-Stores stattfinden.

Als erstes galt es in Tönisvorst, die Mittel für eine Machbarkeitsstudie locker zu machen. Die ABK veranschlagt dafür maximal 50.000 Euro. Nach angeregter Diskussion kam man überein, die Hälfte des Geldes durch die ABK zu finanzieren, die andere Hälfte steuert die Industrie bei. Trotz zum Teil unterschiedlicher Meinungen war der allgemeine Wille deutlich zu spüren, das Projekt anzuschieben. Außerdem wurden zur Vereinfachung des Prozederes zwei Projektteams gebildet, die sich mindestens einmal im Quartal treffen werden, um den Fortschritt des Projektes zu begleiten und um ihre Kollegen zu informieren. Auf Handelsseite sind dies Susanne Heller, Rüdiger Baretti und Lars Ginap. Die drei Warengruppen der Industrie werden vertreten durch Reiner Binninger (Optimo), Melanie Weber-Veil (Traumina) und Andreas Güttler (Elegante).

Professor Alexander Doderer von der Beratungsgesellschaft Gruppe 3 betonte auf der Auftaktveranstaltung, dass es bis dahin noch ein langer Weg sei und die Realisierung des Geschäftes keineswegs jetzt schon ausgemachte Sache sei. Aber egal, wie das Projekt am Ende ausgehen werde - die Finanziers würden durch ihre Teilname auf jeden Fall für ihre eigenen Geschäfte profitieren. Das nächste Treffen findet am 1. Februar statt. Haustex wird das Projekt weiter begleiten und über die Fortschritte berichten.

aus Haustex 01/12 (Wirtschaft)