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Homag

Unrentable Standorte werden stillgelegt


Maschinenbauer Homag führt seinen Weg der Restrukturierung konsequent fort. Das bedeutet schmerzhafte Einschnitte für Teile der Belegschaft. Rund 180 Stellen sollen wegfallen. Grund seien anhaltend rote Zahlen bei den Tochtergesellschaften Friz Kaschiertechnik in Weinsberg und Torwegge Holzbearbeitungsmaschinen in Löhne. Während der Standort Löhne einschließlich der dort ansässigen Serviceniederlassung der Weeke Bohrsysteme komplett stillgelegt wird, soll bei Friz eine Entwicklungs- und Dienstleistungseinheit für Oberflächentechnologie mit 15 Mitarbeitern bestehen bleiben. Der Geschäftszweig Bütfering Schleiftechnik wird darüber hinaus an die Weeke Bohrsysteme angegliedert.

Die strategisch wichtigen Produktbereiche der Unternehmen Friz und Torwegge sollen künftig in den Unternehmensbereich Homag Holzbearbeitungssysteme integriert werden. Wie der Homag-Vorstandsvorsitzende Dr. Markus Flik erläuterte, "unterliegen die bislang dort hergestellten Maschinen und Anlagen sehr starken Nachfrageschwankungen, sodass eine wirtschaftliche Produktion nur innerhalb eines größeren Produktportfolios möglich ist. Insgesamt möchten wir mit unserer künftigen Konzernstruktur an weniger Standorten eine noch effizientere Entwicklung und Produktion realisieren und so Arbeitsplätze und die Zukunft der Gruppe insgesamt absichern." Neu entwickelten Produkte der Bütfering Schleiftechnik seien bereits erfolgreich in den Markt eingeführt worden.

Mit einem Bündel von Maßnahmen möchte die Unternehmensführung die Wettbewerbsfähigkeit stärken und mittelfristig zur Ergebnisverbesserung beitragen. Ab 2013 erwartet der Vorstand eine jährliche Steigerung zwischen 6 und 8 Mio. EUR. Diesen Ertrag will Homag in Produktentwicklungen und in die Erschließung neuer Märkte investieren.

Homag Group AG
Keine leichte Entscheidung: Die Homag Unternehmensführung (v.l. Alexander Prokisch, Achim Gauß, Dr. Markus Flik, Ulrich Schmitz) wird Standorte schließen und Aufgaben zentral konzentrieren.

Die Restrukturierungsmaßnahmen erfordern rund 20 Mio. EUR, von denen sich etwa 16 Mio. EUR auf die Liquidität auswirken. Deshalb rechnet Homag für 2011 beim Ergebnis nach Steuern mit einem geringen Verlust. Unverändert bleibt hingegen die Prognose für das operative EBITDA, das 2011 auf dem Niveau des Vorjahres (65,1 Mio. EUR) liegen soll.

aus ParkettMagazin 02/12 (Wirtschaft)