Wülfing

Dollar hilft im Export


Borken - Natürlich war auch Wülfing im letzten Jahr von den Turbulenzen auf dem Baumwollmarkt beeinflusst. Aber dennoch zeigten sich die beiden Geschäftsführer Josef Kölker und Johannes Dowe mit 2011 sehr zufrieden: "Uns ist es gelungen, die Schwelle von 60 Mill. Euro Umsatz zu knacken. Von daher war 2011 ein super Jahr.'

Das Thema des Baumwollpreises wird die Branche, Kölker zufolge, auch in Zukunft begleiten. Das lässt, was die Absatzmenge von Bettwäsche betrifft, nichts Gutes erwarten, denn schon im letzten Jahr hat man auch bei Wülfing die Erfahrung machen müssen, dass höhere Preise eine geringere Nachfrage zur Folge haben - ganz so, wie man es im Wirtschaftsstudium im ersten Semester lernt. Außerdem gelang der Mehrumsatz bei geringeren Erträgen. Da inzwischen wohl jeder eine Internetseite mit der Entwicklung der Baumwollpreise gebookmarkt hat, kamen auf der Messe auch Anfragen nach Preisreduzierungen, was wegen der Länge der textilen Pipeline nicht so einfach ist, wie man gerne denkt. "Aber die meisten unserer Kunden gehen mit dem Thema sehr fair um', lobte Kölker. Man werde die Einkaufspreise in Schritten reduzieren.

Für ein exportorientiertes Unternehmen wie Wülfing hilft auf der anderen Seite die Entwicklung des Dollar-Wechselkurses, die in Relation zum Euro nach oben zeigt. Starker Dollar gleich steigende Auslandsnachfrage, lautet hier die Gleichung. Generell registriert das Unternehmen durch die neuen Möglichkeiten in der Produktion eine steigende Nachfrage nach Buntgeweben für Tisch und Bett. Auch die Flanell-Qualitäten, traditionell eine Stärke des Unternehmens, wurden auf der Messe gut besprochen.
aus Haustex 02/12 (Wirtschaft)