Stellenmarkt

Branchen-Planer

LVT Special

Belgien Special

Artikel-Archiv


Schmitz-Werke

Wachstum im Inland


Den Generationswechsel auf der Führungsebene haben die Schmitz-Werke abgeschlossen. Jetzt berichtet die münsterländische Unternehmensgruppe für 2011 von einer "erfreulichen Geschäftsentwicklung". Bereits 2010 habe man den Negativtrend der Vorjahre umgekehrt und sei um gut 8 % gewachsen. 2011 verzeichnen die Schmitz-Werke einen Zuwachs von 2 % auf einen Gesamtumsatz von 107,5 Mio. EUR. Nur im Export, dessen Umsatzanteil auf 39 % beziffert wird, habe sich die Eurokrise mit einem leichten Rückgang ausgewirkt.

Gestiegen sind hingegen die Investitionen, sie nahmen gegenüber 2010 von 2,8 auf knapp 4,7 Mio. EUR zu. Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter hat sich auf über 800 erhöht.

Im Geschäftsbereich Markilux Markisen konstatiert der Hersteller mit Sitz in Emsdetten "eine weiterhin positive Entwicklung". Trotz des nicht vorhandenen Sommerwetters konnte ein Umsatzplus von 6 % auf rund 68 Mio. EUR verbucht werden. Marketing-, Verkaufsförderungs- sowie Strukturierungsmaßnahmen im Distributionsweg hätten Wirkung gezeigt. Ebenso der internationale Ausbau der Vertriebsaktivitäten.

Die Marke Drapilux mit Dekorationsstoffen und Gardinen für den Objekteinsatz stagnierte 2010. Jetzt gab es einen leichten Umsatzzuwachs. Allerdings nicht im Inland. Auch wenn man sich besser entwickelt habe als der Branchendurchschnitt, fand der Negativtrend der Vergangenheit seine Fortsetzung - allerdings in abgeschwächter Form. Anzahl und Volumina der durch die Fachhandelspartner akquirierten Kleinobjekte hätten sich verringert.

Schmitz-Werke GmbH & Co. KG
Die Bilanz von Justus Schmitz, Geschäftsführender Gesellschafter der Schmitz-Werke, für 2012 fällt positiv aus.

Anders der Export: Mit einer rund 50%-igen Ausfuhrquote haben die Schmitz-Werke vor allem gute Geschäfte in Regionen gemacht, die nicht von der Eurokrise betroffen sind, etwa Russland, China und Nordeuropa.

Trotz starker Schwankungen innerhalb der europäischen Kernmärkte blieben die Umsätze mit Outdoor-Textilien der Marke Swela stabil bei über 18 Mio. EUR. Für Deutschland stehen +18 % zu Buche. Aber bei einem Exportanteil von 70 % wiegen die deutlichen Rückgänge in Frankreich, Italien und den Benelux-Staaten schwer. Der Markisenstoff-Kollektionswechsel 2012 sowie die Neupositionierung der Marke Swela als textiler Problemlöser sollen jetzt wieder für Wachstum in diesem Segment sorgen.

aus BTH Heimtex 03/12 (Wirtschaft)