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Uzin Partner-Programm "BOD Die Bodengestalter" neu gestartet

BODSelbstbewusste Bodenleger

Mit einem neuen Markenauftritt rückt Uzin den Bodenleger wieder stärker in den Mittelpunkt. Nach der Kampagne "Uzin. Und der Boden gehört Dir" folgt im Juni die Neuauflage des Partnerprogramms "BOD - Die Bodengestalter". Mit umfangreicher Marketing-Unterstützung, handwerklichem Know how, persönlichen Weiterbildungsmöglichkeiten und ganz besonderen Events greift der Verlegewerkstoffhersteller den Bodenlegern unter die Arme. Als Zugpferd konnte Ex-Fußballprofi Thomas Strunz gewonnen werden.

Uzin will etwas tun für das bodenlegende Handwerk und hat deshalb das Partnerprogramm "BOD - Die Bodengestalter" aus den 1990er Jahren wieder aufleben lassen. Der Ulmer Hersteller von Bauchemie zielt damit vor allem auf kleinere Handwerksbetriebe, die über den Großhandel versorgt werden. Hier sieht man Nachholbedarf in Sachen Eigenwerbung sowie fachlicher und persönlicher Weiterbildung. Zudem bedeutet nach Ansicht von Uzin der Wegfall des Meisterzwangs für den Beruf des Bodenlegers deutliche Qualitätseinbußen, die ausgeglichen werden sollten.

"Für uns ist der Bodenleger das wichtigste Glied in der Vermarktungskette", unterstreicht Marketingleiter Alexander Magg die Bedeutung des Handwerkers. Er weist aber auch darauf hin, dass der Beruf für junge Leute wenig Anziehungskraft habe. "Wir wollen die Attraktivität zurückholen; für den Boden und den Beruf. Da sehen wir uns in der Pflicht", hebt deshalb Julian Utz hervor. Er ist Leiter Produktion und Entwicklung bei der Uzin-Werkzeugmarke Wolff und eines von drei Kindern des Vorstandsvorsitzenden Dr. Werner Utz. Der 31-Jährige unterstützt das Programm im Namen der Inhaberfamilie.

"Der Bodenleger verkauft sich unter Wert; gegenüber dem Endkunden, aber auch gegenüber anderen Gewerken auf der Baustelle", erklärt Alexander Magg. "Dabei übt er eine anspruchsvolle Tätigkeit aus, auf die er stolz sein kann. Er ist nicht nur Bodenleger, er ist Bodengestalter." Bei Uzin ist man daher der Meinung, dass Bodenleger viel selbstbewusster auftreten sollten. "Schauen Sie sich an, was der Maler heutzutage beim Endkunden macht. Er ist Ansprechpartner für eine ganze Reihe handwerklicher Tätigkeiten, die nicht direkt etwas mit Malern oder Tapezieren zu tun haben - auch das Bodenlegen", führt Magg an. Das kann der Bodenleger auch, sind sich die Verantwortlichen bei Uzin sicher.

Programm steht auf vier Säulen

Dabei soll das neue BOD-Partnerprogramm entscheidenden Anteil haben. Es basiert auf vier Säulen und umfasst weit mehr als nur Hilfestellung beim Marketing:

1. Klassische Marketing-Unterstützung wie z.B. Arbeitskleidung, Geschäftsausstattung, Internetauftritt, Suchmaschinenoptimierung u.a.
2. Persönliche Qualifikation: Neben fachlicher, handwerklicher und vertriebstechnischer Weiterbildung bieten Trainer, die üblicherweise mit Spitzensportlern arbeiten, Persönlichkeitsbildung. Stichworte sind hier Selbstwahrnehmung und Außendarstellung im Kundengespräch.
3. Netzwerk: Veranstaltungen, Vernetzung und Austausch der Mitglieder und Gewerke.
4. VIP-Events: Aktivitäten, die nur auf den ersten Blick nichts mit dem Handwerk selbst zu tun haben wie Hotel-Gutscheine oder Wochenend-Ausfahrten.

"Mit unseren außergewöhnlichen Angeboten kann sich der Handwerker im Wettbewerb und gegenüber seinem Endkunden abheben, handwerklich und persönlich", ist Marketingleiter Magg überzeugt.

Prominente Unterstützung bekommt das Uzin-Team von Thomas Strunz. Der ehemalige Fußball-Profi und heutige Kommentator steht für Veranstaltungen und Seminare gemeinsam mit BOD-Mitgliedern zur Verfügung, wird auf Firmenveranstaltungen der Handwerker auftreten und die Bodenleger zu besonderen Events einladen, zum Beispiel zum Besuch eines Heimspiels seines ehemaligen Clubs Bayern München.

Uzin Utz AG
Lassen das Uzin-Partnerprogramm BOD Die Bodengestalter mit Fußball-Experte Thomas Strunz (links) als prominentem Zugpferd wieder aufleben: Alexander Magg (Marketingleiter), Katja Kretzschmar (Leiterin Marken- und Produktkommunikation) sowie Julian Utz (Leiter Produktion und Entwicklung der Uzin-Marke Wolff).
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"Wir passen gut zusammen", ist der Ex-Fußballprofi Thomas Strunz von seiner Zusammenarbeit mit Uzin beim Partner-Programm BOD Die Bodengestalter überzeugt.
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Alexander Magg, Marketingleiter Uzin: "Wir werten den bodenlegenden Handwerker fachlich und persönlich auf. Für uns ist er das wichtigste Glied in der Vermarktungskette."
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Julian Utz, Leiter Produktion und Entwicklung der Uzin-Marke Wolff: "Wir wollen die Attraktivität zurückholen; für den Boden und den Beruf des Bodenlegers. Da sehen wir uns in der Pflicht."

Strunz habe einen hohen Bekanntheitsgrad in der Zielgruppe, erklärt man bei Uzin die Verpflichtung des Ex-Nationalspielers. Außerdem habe er sich mittlerweile als Fußball-Kommentator eine Karriere nach der Sportlerlaufbahn aufgebaut und werde als führender Experte auf diesem Gebiet wahrgenommen. "Denselben Anspruch hat Uzin auf dem Gebiet der Bauchemie. Wir passen also gut zusammen, wollen das, was wir machen, besonders gut machen", erklärt Thomas Strunz.

Thomas Strunz: Vorbild und Symapthieträger

Allerdings wird man Strunz nicht zum Bodenleger machen. Das sei nicht glaubwürdig, bleibt Katja Kretzschmar realistisch. Die Leiterin Marken- und Produktkommunikation bei Uzin fährt fort: "Er wird dem Handwerker auf Augenhöhe begegnen. Sozusagen unter dem Motto: Experte trifft Experte. Das hat einen Mehrwert für die BOD-Mitglieder - geschäftlich und persönlich." Dass Strunz das hinbekomme, habe er bereits in insgesamt 12 Seminaren im Hause Uzin gezeigt. "Mittlerweile kenne ich rund 80 % der Belegschaft und habe eine Beziehung zum Unternehmen aufgebaut", kann Strunz schon berichten.

Bei diesen Seminaren sei überhaupt erst die Idee entstanden, mit Thomas Strunz enger zusammen zu arbeiten, erinnert sich Alexander Magg. "Wir haben festgestellt, dass wir eine gemeinsame Basis haben. Er kommt unglaublich gut und authentisch bei unseren Mitarbeitern an. Er kann auch mit Niederlagen und schwierigen Situationen umgehen. Der Mann hat etwas zu erzählen. Das fesselt die Leute und wird auch die Handwerker begeistern", ist sich Magg sicher.

Trotzdem sind alle Uzin-Verantwortlichen gespannt, wie das neuaufgelegte Programm tatsächlich ankommt. Der Jahresbeitrag von 140 EUR dürfte auch für kleinere Betriebe erschwinglich sein. Interessenten müssen übrigens nicht Uzin-Kunde sein. Als Ziel hat man sich 1.000 Mitglieder nach einem Jahr gesetzt. Insgesamt ist die Aktion erst einmal auf vier bis fünf Jahre angelegt.

Dabei betont Alexander Magg, dass das Partner-Programm keine Konkurrenz zu den Angeboten der Innungen darstellt. Ganz im Gegenteil, versichert er. Zudem ist sind die Grossisten mit im Boot. Auf einer Veranstaltung im Mai wurde allen Partnern aus dem Großhandel das Programm vorgestellt und die sich daraus auch für diese Handelsstufe ergebenen Vorteile erläutert.


Uzin-Blue Days


Raus aus dem Alltag - rein in Blue Jeans. Unter diesem Motto lädt Uzin Bodenleger aus ganz Deutschland zu einem Tag fernab des beruflichen Alltags ein. Dann heißt es Spaß haben und Sportsgeist zeigen. Mittelpunkt des Tages sind vier Aktivitäten: Kicker-EM mit Thomas Strunz, Pokertunier, Golfen und Klettern im Kletterwald. Außerdem erfahren die Teilnehmer alles rund um das neue Partnerprogramm "BOD - Die Bodengestalter", das im Juni startet.

Die nächsten Termine: 19. Juni - Arnhofer Stadl bei Augsburg, 20. Juni - Schloss Liebenstein bei Heilbronn, 26. Juni - Kommandeursburg bei Kerpen. Weiter Informationen und Anmeldung auf www.uzin.de. Anmeldeschluss ist zwei Wochen vor dem jeweiligen Termin.

aus BTH Heimtex 06/12 (Wirtschaft)