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MHZ setzt auf intelligente und wertbeständige Innovationen

Jedes Produkt ein Original

Über dem Siebenmühlental, auf den Höhen von Musberg, thront das Stammwerk von MHZ Hachtel: ländliche Idylle und Hightech-Standort im Ballungsraum Stuttgart. Tradition und Moderne miteinander verbinden will auch der international tätige Hersteller von Sonnenschutz und Dekotechnik und hat das jetzt in einer neuen Corporate Identity verankert. Für das Familienunternehmen zählt eine auf Nachhaltigkeit angelegte, solide Produkt- und Markenpolitik ebenso dazu, wie kompetente Serviceleistungen. Über dem Siebenmühlental, auf den Höhen von Musberg, thront das Stammwerk von MHZ Hachtel: ländliche Idylle und Hightech-Standort im Ballungsraum Stuttgart. Tradition und Moderne miteinander verbinden will auch der international tätige Hersteller von Sonnenschutz und Dekotechnik und hat das jetzt in einer neuen Corporate Identity verankert. Für das Familienunternehmen zählt eine auf Nachhaltigkeit angelegte, solide Produkt- und Markenpolitik ebenso dazu, wie kompetente Serviceleistungen.

MHZ hat seine Mission in drei Worte gefasst und an das neue Marken-Logo geheftet: "Licht Raum Leben" steht unterhalb des Firmenschriftzugs und soll den Mehrwert des Angebots symbolisieren. Das namhafte Industrieunternehmen mit Manufakturcharakter will nicht nur hochwertige Sonnenschutzsysteme entwickeln und produzieren, sondern mit diesen Produkten darüber hinaus "Licht und Raum gestalten und damit Atmosphäre und Leben schaffen", beschreibt Wilhelm Hachtel den Leitgedanken der neuen Corporate Identity. Der geschäftsführende Gesellschafter von MHZ wird mit einem Beispiel konkret: "Menschen sitzen unter einer Markise hauptsächlich nach Sonnenuntergang", verweist er auf eine Nutzungszeit von 70 % in den Abendstunden. Die Tuchbespannung diene als eine Art Zelt und habe somit eine Schutzfunktion - jenseits der klassischen Beschattung. "Wir bringen intelligente Innovationen in einem vielseitigen Spektrum zum Ausdruck", ist der Anspruch.

Der Grundstein für einen der größten Sonnenschutz-Hersteller Europas wurde 1930 in Musberg gelegt, heute ein Stadtteil von Leinfelden-Echterdingen. Dort befindet sich nach wie vor die Konzernzentrale. Die international aufgestellte MHZ Gruppe beschäftigt weltweit etwa 1.200 Mitarbeiter und setzte im vergangenen Jahr rund 127 Mio. EUR um. Dabei sind die Schwaben immer ein unabhängiges Familienunternehmen geblieben. Das spiegelt sich auch in der Führungsmannschaft wider. Hier tragen die beiden Gründersöhne Wilhelm und Jochen Hachtel zusammen mit Dr. Dirk Commandeur die Verantwortung.

MHZ agiert erfolgreich am Markt mit einem Vollsortiment in Maßanfertigung, das Dekorationstechnik sowie innen- und außenliegenden Sonnenschutz im mittleren bis oberen Segment umfasst. Das Angebot beinhaltet Vorhangstangen und Gardinenschienen, Rollos, Raffrollos, Jalousien, Plissees, Vertikallamellen, Flächenvorhänge, Dekostoffe, Insektenschutz, Markisen und komplette Beschattungssysteme. Den eindeutigen Schwerpunkt mit einem Anteil von rund 60 % bildet der Innensonnenschutz, Außenbeschattungen tragen etwa 25 % zum Umsatz bei, die restlichen 15% entfallen auf Vorhanggarnituren und Schienensysteme.

Die gesamte Modellpalette bietet Lösungen für die private Wohnumgebung, die gewerbliche und industrielle Anwendung. Der Objektanteil wird auf rund 20% beziffert. Die hauptsächliche Kundengruppe von MHZ ist der raumausstattende Fachhandel.

Marke als Versprechen

Die Verbindung von Tradition und Moderne zieht sich wie ein roter Faden durch das Unternehmen. Der Aspekt "Nachhaltigkeit" spielt dabei eine wichtige Rolle. In der Produktpolitik sind das Attribute wie Wertbeständigkeit, zeitlose Ästhetik, perfekte Funktion und innovative Technologie. Im Fokus stehen zudem energieeffiziente Sonnenschutzanlagen, die zur Wärmeregulierung und Klimatisierung beitragen und damit Energie sparen helfen.

Alle Produkte werden individuell nach Kundenwunsch gefertigt. Jede Bestellung ist ein Original. "Unsere zentrale Botschaft lautet: Marke ist ein Versprechen, das wir halten, bevor wir es geben", verweist Hachtel auf die "hervorragende Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen". So kennzeichnet zum Beispiel das VIS-Qualitätszeichen ausgewählte Stoffe in den Kollektionen, die das Sächsische Textilforschungsinstitut einer strengen Materialprüfung unterzogen hat.

"Made in Germany" heißt es bei Produkten aus sechs Fertigungsstandorten in Deutschland. Hinzu kommt eine Fabrikation im tschechischen Kraslice. Jedes Werk hat sich auf eine bestimmte Produktgruppe spezialisiert. Am Stammsitz Musberg sind es Rolloanlagen (Technik und Stoffe) sowie die Flächenvorhang-Stoffkonfektion, in Kirchheim Markisen und Außenbeschattungen. In Riegel werden Horizontaljalousien und Außenraffstores produziert, in Stetten Plissee-Vorhänge, in Niederstetten Flächenvorhangtechnik, Insektenschutz, Schienen- und Stangen, Sonderformen Raffrollo sowie in Halle Vertikallamellen und in Kraslice Raffrollos.

Engmaschiges Vertriebsnetz

MHZ unterhält Tochtergesellschaften in nahezu ganz Europa - darunter die Schweiz, Österreich, Frankreich und Benelux - und vermarktet über Partnerfirmen in Übersee. Ein wichtiges Standbein für den Mutterkonzern ist Clauss Markisen Projekt (CM) in Bissingen/Teck. Der Spezialist für designorientierte Sonderlösungen plant innen- und außenliegende Beschattungssysteme für moderne Objektbauten und anspruchsvolle Wohnhäuser. CM arbeitet eng mit Architekten und Planern zusammen, auch in der zweiten Kernsparte, dem textilen Rauch- und Brandschutz.

MHZ ist jedoch nicht nur ein Unternehmen der Fensterdekorationsbranche. In Niederstetten, im Norden von Württemberg, gibt es seit 1958 ein Werk für Kunststoffverarbeitung, Spritzguss, Holzbearbeitung inklusive eigenem Werkzeugbau. Im firmeneigenen Technologie-Center werden Produkte aus Kunststoff, Metall und Holz für nahezu alle Industriezweige entwickelt, konstruiert und produziert.

Eine mobiler Außendienst mit über 80 Fachberatern ist in verschiedenen Verkaufsgebieten für die Kundenbetreuung vor Ort zuständig. Den Innendienst leistet ein Kundencenter, das sich als zentrale Kommunikationsplattform versteht. "Schnell, freundlich, kompetent" - das ist der Maßstab, den Wilhelm Hachtel an den Beratungsservice legt, um kurze Lieferzeiten garantieren zu können.

Gezielte Verkaufsförderungsmaßnahmen dienen zur Unterstützung der Handelskunden im Ladengeschäft, von themenorientierten Dekorationspaketen für den PoS und Werbemitteln bis zum Internet-Auftritt mit Händler-Portal. Im Zuge der neuen Corporate Identity wurde auch ein zweites Shop-in-Shop-System entwickelt. Weiße Module zeigen die bunte Vielfalt der Sonnenschutz-Produkte jetzt vor neutralem Hintergrund.

MHZ Hachtel GmbH & Co. KG
Das MHZ Objekt-Rollo BIG verschattet überdimensionale Fenster in der Medienbrücke in München.
MHZ Hachtel GmbH & Co. KG
Paul Stöcker, Werksleiter in Musberg, hat den Produktionsablauf bestens im Griff.
MHZ Hachtel GmbH & Co. KG
Rollo-Stoffe werden mit Ultraschall nach Maß geschnitten.
MHZ Hachtel GmbH & Co. KG
Solide Nähtechnik bei der Rollo-Konfektion
MHZ Hachtel GmbH & Co. KG
Vertikallamellen steuern den Lichteinfall im Tagesverlauf
MHZ Hachtel GmbH & Co. KG
Die Konzernzentrale in Leinfelden-Echter-dingen, Stadtteil Musberg



Alles begann mit einem Flop


Der "Mechanische Hachtel Zug", eine der ersten Ideen des MHZ-Gründers Wilhelm Hachtel sen., war ein wirtschaftlicher Flop. Die Gardinenschiene mit Scherenzug sei nicht ein einziges Mal verkauft worden, berichtet Wilhelm Hachtel jun. über die Erfindung seines Vaters. In der heutigen Raumgestaltung wird diese Dekorationsart akzeptiert, beim Markteintritt war sie ihrer Zeit voraus. Der Vorhang senkte sich bei der Funktion auf den Boden und das lief der damaligen Akkuratesse zuwider. Trotzdem: Die Marke MHZ war geboren. Und ein Teil des mechanischen Hachtel-Zuges eroberte doch noch den Markt: die patentierte Vorhangschiene mit Innenlauf aus Holz, in der sich eine neuartige Laufrolle bewegte. Mit viel Optimismus und Gespür für Technik hatten Raumausstattermeister Wilhelm Hachtel sen. und sein Schwager, Schreinermeister Adolf Stäbler, 1930 die Holzgardinenschienen-Produktion in Musberg gestartet. Ende der fünfziger Jahre ging es weiter steil bergauf. Ein neues Patent des ambitionierten Tüftlers Hachtel, die Verbindung von Holz und Kunststoff in einer Schiene, fand in Zeiten des Wirtschaftswunders reißenden Absatz und ebnete den Weg für die Erweiterung des Programms um Sonnenschutz-Produkte: Vertikallamellen (1975), Rollos (1979), Markisen (1984), Horizontaljalousien (1985), Plissee (1988).



MHZ Daten und Fakten


MHZ Hachtel GmbH & Co. KG
Sindelfinger Straße 21
70771 Leinfelden-Echterdingen (Stadtteil Musberg)
Tel.: 0711 / 97 51-0
Fax: 0711 / 97 51-411 50
info@mhz.de
www.mhz.de

Geschäftsführung: Wilhelm Hachtel, Jochen Hachtel, Dr. Dirk Commandeur

Gründung: 1930

Umsatz 2011: MHZ Gruppe 127 Mio. EUR, MHZ KG 92 Mio. EUR

Mitarbeiter: rund 1.200 weltweit, mehr als 80 im Außendienst

Profil: Herstellung, Maßkonfektion und Handel mit Innen- und Außensonnenschutz, Dekorationstechnik, Insektenschutz sowie Werkzeugbau

Produktionsstätten: Leinfelden-Echterdingen, Kirchheim u. T., Stetten a. H., Niederstetten, Riegel, Halle, Kraslice/Tschechien

Tochtergesellschaften: MHZ Schweiz, MHZ Österreich, ATES (Frankreich), MHZ Benelux, Clauss Markisen Projekt GmbH

Produktsortiment: Vorhangstangen und -schienen, Rollos, Raffrollos, Jalousien, Plissees, Vertikallamellen, Flächenvorhänge, Dekostoffe, Insektenschutz, Markisen, Beschattungssysteme

aus BTH Heimtex 09/12 (Wirtschaft)