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Hain

Naturholzböden für den gehobenen Fachhandel


Vor über 21 Jahren stieg Hain von seinem Schwerpunkt Fenster- und Türenproduktion auf die Herstellung geölter Naturholzböden um. Heute hat sich das Unternehmen als einer der wenigen Hersteller luftgetrockneter, naturgeölter Oberflächen eine feste Position auf dem hart umkämpften Parkettmarkt erarbeitet. Die konnte das Familienunternehmen auch unter schwierigen Rahmenbedingungen ausbauen: Ein Großbrand zerstörte 2007 eine Fabrikationshalle komplett. Dennoch ist es Hain gelungen, den Jahresumsatz zu steigern.

"Inzwischen haben wir unsere Kapazität auf rund 300.000 m Landhausdielen erhöht", berichtet Susanne Hain. "Dabei können wir immer noch sehr flexibel reagieren und auch auf individuelle Gestaltungswünsche eingehen." Die aufwendige Verarbeitung fängt bereits beim Einschnitt an: Hain schneidet alle Landhausdielen so zu, dass die Blume mittig ist.

Die wichtigste Holzart stellt mit einem Produktionsanteil von 80% der Klassiker Eiche. Angeboten wird sie in über 200 auch sehr modernen Varianten und das in bis zu 6 m Dielenlänge. Dabei fallen die ungewöhnlichen Farben ins Auge: von Schokobraun über Creme bis hin zu Eisgrau und Schneeweiß - und die lebhaften Oberflächenstrukturen - ob "handgehobelt" oder "mit Sägeschnitt". Im Trend liegen laut Hain gebürstete Oberflächen, die die Struktur des Holzes gut zum Ausdruck bringen.

Hain Industrieprodukte Vertriebs-GmbH
Susanne Hain, Geschäftsführung Hain.

Hain-Böden werden ausschließlich über den gehobenen Fachhandel vertrieben. Vertriebsleiter Peter Jansen charakterisiert die Hauptkunden als "Bauherren und Renovierer, die den Boden für das Leben suchen, das Besondere wünschen und auf ökologische Baumaterialien und gesunde Raumluft Wert legen." Insbesondere der Objektbereich biete noch ein großes Marktpotenzial.

Gefertigt werden die Holzböden in Europa: Das eigene Sägewerk in der Slowakei stellt die Rohstoffproduktion sicher; im oberbayerischen Rott findet der Feinschliff statt. Hain liefert seine Produkte hauptsächlich in europäische Länder; der Exportanteil beträgt 45%.

aus ParkettMagazin 05/12 (Wirtschaft)