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Herbstversammlung der Interessengemeinschaft der Schweizerischen Parkettindustrie (ISP)

Schallschutz, Klimaprobleme und Berufswettbewerb


Mitte September trafen sich die Mitglieder der Interessengemeinschaft der Schweizerischen Parkettindustrie (ISP) zur traditionellen Herbstversammlung. Gastmitgliedsbetriebe hatten dabei die Möglichkeit, sich zu präsentieren. Vier Unternehmen stellten sich vor: Naturo Kork aus Sursee (Korkböden), DS Derendinger aus Thörishaus (Werkzeuge und Maschinen zur Parkettbearbeitung), Profloor aus Uster (Zubehör und Werkzeuge) und Dr. Frank Radtke CPM aus Baar (bauphysikalische Messtechnik).

Bernhard Lysser, Leiter Technik, gab eine Einführung zur Physik von Schall und Schallschutz. Anhand praktischer Beispiele und geltender Normen beschrieb er, dass vor allem Mehrschichtaufbauten und schwimmende Verlegung ohne Schallbrücken Erfolg versprechen. Zudem empfahl er die Hinzuziehung eines Bauakustikers.

Ein Blick in die aktuelle Gutachtertätigkeit vermittelte eine Übersicht möglicher Reklamationen. Hier liegen erstmals nicht Verarbeitungsmängel an der Spitze, sondern Kälte und ungünstige klimatische Bedingungen. Erst dann folgen Probleme bei der Verarbeitung wie Feuchte, Schädlinge und mehr. Interessant ist auch, dass oft falsche Erwartungshaltungen des Verbrauchers zu Gutachten führen. "Eine gesellschaftliche Entwicklung, auf die verbandsseitig nur schwer einzuwirken ist", erläuterte ISP-Geschäftsleiter Walter Pretelli.

ISP Interessengemeinschaft der Schweizerischen Parkett-Industrie
Prämierte Schweizer Parkettleger: Peter Krauer, Marco Vacante, Corina Stoisser, Jacqueline Barmettler, Kiro Gliguroski, Kilian Wespi (v.l.).

Mangelnde Beteiligung verzeichnete der jüngste Berufswettbewerb, obwohl es diesen Wettbewerb nur alle zwei Jahre gibt. Begründet wurde das mit einer angespannten Situation der Gesamtwirtschaft. Trotzdem konnten die Jungtalente davon überzeugen, dass die Branche lebendig und innovativ ist. Fünf eingereichte Projekte zeichneten sich allesamt durch kompetente Ausführung aus. Eine Fülle von Verlegetechniken wurde angewandt, die den Querschnitt aktuellen Marktgeschehens abdeckte. Aufgrund der geringen Zahl an Teilnehmern und einem ausgeglichen hohen Niveau vergab die Jury einen gemeinsamen ersten Rang. Zwei Betriebe teilten sich den Preis: Firma Lenzlinger und Söhne aus Nänikon-Greifensee mit einem Parkettpflaster aus alten Fassdauben und der Betrieb Vogel aus Buochs. Dieser hatte in einem sechsstöckigen Altbau das vorhandene Parkett ausgebaut, gepflegt und gereinigt sowie 1:1 wieder eingebaut.

aus ParkettMagazin 06/12 (Wirtschaft)