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Fußbodentechnik auf Domotex und BAU

Verlegewerkstoffhersteller zeigten Hannover die kalte Schulter


Während in diesem Jahr auf der Domotex nur Mapei, Botament, Wakol und Berger-Seidle Flagge zeigten, war auf der BAU nahezu die gesamte Riege der Verlegewerkstoffhersteller vertreten. Nur Thomsit fehlte bei beiden Leitmessen; am Henkel-Stand in München ging es ausschließlich um Fliesenprodukte von Ceresit. Bei den Klebstoffen bestimmten noch schubfestere Parkettkleber die Neuentwicklungen. Nach wie vor ist Schnelligkeit auf der Baustelle ein großes Thema: Grundierungen, Spachtelmassen und Klebstoffe sollen am besten vorgestern trocken, gestern belegereif und der Belag heute begehbar sein. Bei den Profilherstellern wirkt sich immer noch der Boom der PVC-Designbeläge aus: Dort wachsen die Sortimente kräftig, ob für klickbare oder für dickere LVT als bisher. Dazu passt auch die Entwicklung von schnellen und spannungsarmen Bodenspachtelmassen, denn bei Designbelägen muss der Untergrund besonders eben sein. Das Messe-Fazit für den Bereich Fußbodentechnik lautet: Eine schwache Domotex stand einer völlig überlaufenen BAU gegenüber - ein Blick auf die Details bei den Neuheiten lohnt sich aber in jedem Fall.


Stimmen aus dem Handwerk



Bernd Falter, Objekteur aus Fellbach

Auf der BAU waren die Sortimente groß ausgestellt, aber wir haben nur wenige echte Neuheiten gefunden. Natürlich gibt es neue Farben und Optiken bei den Designbelägen, die Vielfalt ist deutlich größer geworden, aber muss ich dafür alle zwei Jahre zur BAU?

Interessiert hat mich der neue schnelle Aufsitzstripper von Janser, weil man im Objekt immer weniger Zeit zur Verfügung hat. Eine solche Lösung hilft Objekteuren weiter.

Josef Zagolla, Objekteur aus Köln

Mir hat die BAU super gefallen. Die wichtigen Produktgruppen waren alle vertreten und die Messe ist sehr übersichtlich. Für mich ist die Domotex uninteressant geworden, weil ich Direktkunde bei der Industrie bin.


Klaus Bauer, Objekteur aus Motten-Kothen


Die Domotex war nicht so interessant wie in den vergangenen Jahren. Für das Handwerk sind chinesische Parketthersteller nicht relevant. Die BAU zeigt hingegen das komplette Umfeld des Bauens - man kann über den Tellerrand hinausschauen. Beachtlich fand ich die Hersteller, die Holzoptiken in einer guten Qualität auf Kork drucken.


Manfred Krapp, Objekteur aus Essen

Auf der Domotex haben die Ankerpunkte für den Bodenleger gefehlt. Es gab zu wenig Zugpferde bei Verlegewerkstoffen, Werkzeugen und Bodenbelägen. Für mich kann aber auch die BAU keine Alternative sein. Sie ist zu voll, zu laut. Intensive Gespräche zu führen, ist hier nicht möglich.


Stefan Holdinghausen, Objekteur aus Olpe

Die BAU war klasse. Die große Vielfalt bei Haro und Tarkett hat mich beeindruckt. Mittlerweile kann man sich seinen individuellen Bodenbelag zusammenstellen lassen. Begeistern kann ich mich auch für die Dielen Chapel von HKS, die die Optik vergangener Jahrhunderte mit einer hochwertigen Oberfläche vereinen. Zwar sind keramische Fliesen bei uns kein Thema, aber es waren hervorragende Lösungen fürs Bad zu sehen.

aus FussbodenTechnik 02/13 (Wirtschaft)