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Föderation der Europäischen Parkett-Industrie:

Verhaltener Optimismus


Wenn die Föderation der Europäischen Parkett-Industrie (FEP) ihre Zahlen veröffentlicht, ist das stets ein Blick in die Vergangenheit. Das ergibt sich aus der oft mühseligen Recherche von Unternehmensergebnissen unter den Mitgliedsfirmen. Für 2012 wird zunächst nur ein vorläufiges Ergebnis veröffentlicht. Bei ihrem Treffen auf der Domotex Hannover 2013 erklärten Vertreter der FEP-Mitgliedsländer, genaue Daten auf ihrer Jahrestagung am 6. und 7. Juni 2013 in Brüssel vorlegen zu können. Schon jetzt aber betont die FEP: "Der Parkettabsatz ist von Land zu Land äußerst unterschiedlich und bleibt auf EU-Ebene eher polarisiert als einheitlich."

Jüngste FEP-Schätzungen lassen vermuten, dass der Parkettverbrauch 2012 im Bereich der EU/EFTA leicht über 91Mio.m liegen könnte. Das deckt sich mit dem Vorjahresergebnis. Insgesamt betrachtet, konnte die Europäische Parkettindustrie in den vergangenen zwei Jahren den Parkettverbrauch in Europa stabilisieren und teilweise sogar anheben. Was die Parkettarten betrifft, so zeigt der europäische Markt laut FEP eine starke Nachfrage nach einstabigen Dielen. Deren Erfolg kompensiere den Rückgang anderer Produktkategorien. Deutschsprachige Länder, heißt es, haben einen vergleichsweise guten Umsatz. Der, so die Hoffnung, sollte allmählich auch südeuropäische Märkte erreichen. Für positive Aussichten führt der FEP-Vorsitzende Lars Gunnar Andersen zwei Gründe ins Feld: "Zum einen ist die Kreativität und Designentwicklung der Hersteller ungebrochen und bleibt eine Garantie für Qualität, zum anderen gibt es für das zweite Halbjahr 2013 wirtschaftliche Erwartungen an aufstrebende Konsumentwicklung."

FEP Föderation der Europäischen Parkett-Industrie
FEP-Vorsitzender Lars Gunnar Anderson: "Zahlreiche Prognosen lassen für das zweite Halbjahr 2013 eine gute Wirtschaftsentwicklung erwarten. Das sollte dem Konsum Auftrieb geben. Unsere Branche ist für die Rückkehr zu besseren Zeiten und Marktstabilität gerüstet."

Es bleibt allerdings ein jährlich wiederholtes Zitat, die Parkettindustrie sei bereit für den Aufschwung. Selber kann sie ihn nicht herbeiführen. Dazu ist die Branche zu klein. Unwägbar bleiben die Entwicklungen im Finanzsektor, steigende Energie- und Transportkosten, außereuropäische Konkurrenz, hohe Arbeitslosigkeit in einigen EU-Regionen und der häufig schwankende Wechselkurs zum Dollar.

aus ParkettMagazin 02/13 (Wirtschaft)