Hilding Anders

Jetzt werden Nägel mit Köpfen gemacht


Oberhausen. Mit einer breit aufgestellten Produktpalette will Hilding Anders, nach eigenen Worten Marktführer auf dem europäischen Bettenmarkt, den deutschen Markt schrittweise aufbauen. Ziel sei es, sich langfristig als Vollsortimenter auf dem Markt zu etablieren, erklärten in Köln Martin Frutig, Regionaldirektor Südwest-Europa, und Olaf Kiepke, Sales & Marketing Director für Hilding Anders Deutschland. Auf der imm nutzte man dafür die frühere Standfläche des großen Mitbewerbers Recticel, der für dieses Jahr seine Teilnahme kurzfristig abgesagt hatte.

Um das ehrgeizige Ziel der nachhaltigen Marktetablierung zu erreichen, hat das Unternehmen seine Produktrange so aufeinander abgestimmt, dass es nahezu keine Überschneidungen gibt, sie sich vielmehr zu einem interessanten Vollsortiment für den Handel zusammenfügt. In Verbindung mit attraktiven Angeboten und lukrativen Margen, so Kiepke, sollen die beiden neuen Marken Curem und Swisshome sowie die bereits bekannten Label Eastborn und Hilding dem Vorbild von Jensen folgen.

"Seit 16 Jahren bin ich in der Bettenindustrie tätig und ich weiß, dass die Reaktionen der Geschäftspartner oft direkt und ehrlich sind - sie geben deutlich zu erkennen, ob sie Produkte mögen oder nicht. Es hat mich gefreut, dass unser Angebot als vielfältig und qualitativ hochwertig eingestuft wurde. Alles in allem war die imm 2013 ein entscheidender Prüfstein für unser Konzept, mit dem wir auf dem wettbewerbsintensiven deutschen Markt langfristig eine ernstzunehmende Rolle wahrnehmen wollen', fasste Kiepke seine Eindrücke von der Messe zusammen.

Mit Curem bringt Hilding Anders ein völlig neues Produkt auf den Markt. Die Matratze aus viskoelastischem Schaum wurde auf der Basis von Erfahrungen aus dem ergonomischen Bereich entwickelt. Das Material sei so druckelastisch aufgebaut, dass sogar die Entstehung von Dekubitus vermieden werden können, teilt das Unternehmen mit: Alle drei Modell-Ausführungen passen sich sehr gut an die Körperform des Schläfers an und bieten somit einen ausgesprochen hohen Liegekomfort. Diese Premiumqualität sieht Kiepke im oberen Bereich des mittleren Preissegments angesiedelt. Da Curem ganz spezielle Anforderungen erfüllt, wird Hilding Anders das Produkt über den gesamten Handel in den Verkauf bringen. "Etwas Vergleichbares gibt es derzeit nicht im deutschen Facheinzel- und Möbelhandel. Wir haben alle drei Modelle so kalkuliert, dass der Handel interessante Erträge erwirtschaften kann", ergänzt Kiepke.

Über die Marke Swisshome vertreibt Hilding Anders ab 2013 mit AventO2 ein Novum aus der Schweiz. Das Material soll die Vorzüge eines Kaltschaums mit der Beständigkeit eines PU-Schaums vereinen. Darüber hinaus haben die Entwicklungstechniker dem Schaum einen Lavendel- und Kräuterextrakt beigemischt. Hilding Anders wird AventO2 in Deutschland exklusiv vertreiben.

Die Produkteigenschaften und das darauf abgestimmte Marketingkonzept sollen alle Erwartungen eines wellness-affinen Publikums erfüllen. Klar auf dieses Kundensegment zugeschnitten, erfolgt der Vertrieb über verschiedene Kanäle: Sowohl der Facheinzel- wie auch der Möbelhandel können ihr Sortiment mit diesem Spezialprodukt ergänzen.

Zu den klar im Premiumsegment angesiedelten Jensen-Boxspringbetten bietet Hilding Anders zukünftig auch Bettensysteme unter der Produktmarke Hilding an. Die skandinavische Traditionsmarke entwickelt und fertigt seit gut 60 Jahren Federkern-Systeme, Betten sowie Matratzen, und soll nach den Plänen des Konzerns durch ein überzeugendes Preis-/Leistungsverhältnis im mittleren bis oberen Preissegment ihren Platz finden: Für einen vergleichsweise moderaten Preis böten die Betten viel Komfort und hohe Qualität, betonte Frutig. "Bei dieser Marke sehen wir das größte Synergiepotenzial mit der in Deutschland bereits gut eingeführten Marke Jensen. Die Unterschiede sind markant und ergänzen sich nutzbringend, so dass sich für den Handel interessante Möglichkeiten ergeben", ergänzte Kiepke

Eastborn-Betten führt der deutsche Fachhandel schon seit ein paar Jahren mit Erfolg. Preislich zwar etwas unterhalb von Hilding zu sehen, ergeben sich beim Vergleich der Produkteigenschaften dieser beiden Marken allerdings einige Gemeinsamkeiten. Um hier keinen internen Wettbewerb zu provozieren sowie eine gewisse Exklusivität zu wahren, wird Eastborn auch weiterhin ausschließlich über den Fachhandel vertrieben werden. "Betrachtet man die Aufstellung aller fünf Marken, die einzelnen Konzepte jedoch im Detail, wird das Potenzial deutlich. Wir wissen, dass wir einen langen Atem brauchen, um uns nachhaltig auf dem wettbewerbsintensiven deutschen Markt zu etablieren. Wir sind entschlossen, diese Herausforderung anzunehmen, denn wir sind überzeugt, dass unsere Konzepte greifen werden", ist Kiepke optimistisch.
aus Haustex 03/13 (Wirtschaft)