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ISP-Generalversammlung

Schweizer Parkettmarkt weiterhin stabil


Eine nahezu rekordverdächtige Anzahl an Mitgliedern konnte Bruno Durrer, der Präsident der Interessengemeinschaft der schweizerischen Parkettindustrie (ISP), zur 44. Generalversammlung in Huttwil, Emmental, begrüßen. Die knapp 120 Teilnehmer verbeugten sich zunächst in einer Schweigeminute symbolisch vor dem verstorbenen Ehrenmitglied Hans B. Hefti. Im Anschluss wurden die Verbandsregularien zügig abgearbeitet.

Für das laufende Geschäftsjahr plant die ISP für ihre mittlerweile rund 200 Mitglieder Seminare mit den Inhalten "Strukturierte Holzoberflächen", "Neuer NPK (Normpositionen Katalog)" und die "ISP Merkblätter". Hinzu kommen diverse technischen Themen anlässlich der Herbstversammlung. Eine regere Teilnahme an diesen Tagungen und Seminaren wünscht sich Präsident Durrer in Zukunft aus der Gruppe Verlegung. Zuletzt haben nur "15% an dem spezifisch für diese Gruppe geschaffenen Angebot teilgenommen".

ISP-Geschäftsleiter Bernhard Lysser berichtete über die Marktsituation für Parkett. In der Schweiz sei der Rückgang der Wohnungsfertigstellungen beträchtlich: Änderungen seien erst ab etwa 2015 zu erwarten. Dennoch war der Inlandsabsatz 2012 mit jährlich rund 5,8Mio.m stabil. Die Produktion habe leicht zugenommen, Importe seien rückläufig. Verlegt wurden zu 83% Fertigparkett, 14% Klebeparkett und 3% Massivparkett. Vergleicht man den Anteil aller Bodenbeläge in der Schweiz, rangiert Parkett an dritter Stelle hinter Fliesen und Textilböden, aber vor Laminat. In Gesamteuropa ist das anders. Dort liegt Parkett nur auf einem fünften Platz hinter Textilbelägen, Fliesen, Laminat und Vinyl. Nach Österreich hat die Schweiz in Europa den höchsten Pro-Kopf-Verbrauch an Parkett.


Im technischen Teil warnte Bernhard Lysser vor Billigprodukten, die nach wie vor zu Schäden führten. Zu geringe Luftfeuchtigkeit in den Räumen von so genannten Minienergiehäusern, so ein weiterer Kritikpunkt, führe häufig zu übermäßiger Austrocknung des Parketts. Probleme bereiten dabei individuell eingestellte und geregelte Lüftungssysteme. Positiv bewertet Lysser dagegen das neue Leiminjektionsverfahren zur Hohlstellenbeseitigung, bei dem der Leim durch kleine Bohrlöcher eingebracht wird. Ein weiteres Thema waren die neuen Merkblätter, die Lebensdauertabellen und technische Hinweise zu strukturierten Parkettoberflächen beinhalten.

aus ParkettMagazin 04/13 (Wirtschaft)