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Möbeltrends 2007

Ein Rundgang durch die Wohnung

Das Wissen um aktuelle Möbel- und Wohntrends sollte ein wichtiger Baustein bei der Sortimentsgestaltung eines jeden Teppichfachgeschäfts oder jeder Teppichabteilung sein. Der Verband der Deutschen Möbelindustrie veröffentlichte kürzlich die Möbeltrends des Jahres. Ein Rundgang durch die Wohnräume von heute gibt viele Einblicke in die Einrichtungsvorlieben der Kunden.

Der zentrale Raum ist weiterhin das Wohnzimmer. Dank des Einzugs modernster Kommunikations- und Unterhaltungselektronik wird das gute alte Wohnzimmer immer mehr in einen Entertainmentraum für die ganze Familie umgewandelt. Auch innovative Technik braucht bequeme Begleiter: Wer technisches Know-How und Komfort vereinen will, weiß eine gute Wohnwand und ein gemütliches Polstermöbel für das Wohnzimmer zu schätzen.

Wohnwände sind heute durch Leichtigkeit geprägt. Die schwere Schrankwand, die dreißig Jahre nicht von der Stelle bewegt wurde, hat ausgedient. Eine moderne Wohnwand besteht aus vielen, individuell abgestimmten Einzelelementen. So eine moderne Wohnwand gibt es so ziemlich in allen Farben und Holztönen. Dabei ist die helle Buche in Deutschland immer noch sehr beliebt. Im Kommen ist Obstholz, wie etwa Birne oder Apfel und Pflaume. Es gibt auch exotische Hölzer, in ruhiger oder stark strukturierter Oberfläche. Bei den lackierten Fronten sind fast alle Farben zu haben. Akzente werden in dieser Saison gern mit der Farbe Lila gesetzt.

Zum Sitzen oder Lümmeln werden Polstermöbel mit mehreren Funktionen bevorzugt. Ganz im Trend liegen Bezugsstoffe aus gewebten Materialien. Denn die Menschen wollen einen haptisch einladenden Stoff, der sich gut und kuschelig anfühlt. Als Solitärmöbel zum Sitzen wird der tragbare Sitzsack seine Stellung ausbauen. Er wird neben Unis auch mit floralen Mustern oder Fantasievorlagen angeboten. Selbst fotorealistische Motive, wie grünes Gras oder ein flotter Cadillac, können auf Sitzsäcke gedruckt werden.

Seit einigen Jahren kann man in den Grundrissen der Wohnungen die Verschmelzung der Wohnbereiche erkennen. Moderne Ein- oder Zweifamilienhäuser bieten ein offen gestaltetes Erdgeschoss, indem ein fließender Übergang zwischen Küche, Esszimmer und Wohnzimmer entsteht. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn die Küche wird mehr und mehr zum zentralen Kommunikations- und Lebensraum.

Das Wohnzimmer hat seinen Charakter durch den Einzug von moderner Unterhaltungselektronik geändert. Gemütlich soll es weiterhin sein, aber auch mulitfunktional.
Immer mehr Menschen erkennen, dass das Schlafzimmer nicht mehr nur das praktische Zimmer für Bett und Schrank ist - wohlfühlen ist angesagt.
Im Kinderzimmer sind Einrichtungskonzepte gefragt, die sich flexibel an die sich permanent ändernden Bedürfnisse des Nachwuchses anpassen.

Moderne Küchenmöbel sind offen gestaltet, äußerst professionell und für alle Arbeitsabläufe optimiert angeordnet. Familie und Freunde kochen und essen zusammen und bleiben den Rest des Abends in der wiederentdeckten Wohnküche sitzen. Angegliedert werden gerne großformatige Tische und bequeme Stühle. Tische aus Massivholz erleben derzeit eine gute Nachfrage, denn sie strahlen Wärme und Ruhe aus.

Im Schlafzimmer ist der Wohlfühlfaktor entscheidend. Wenn das passende Bett zur richtigen Matratze gesucht wird, kann man aus den vielfältigsten Designrichtungen wählen. Insgesamt erkennen immer mehr Menschen, dass das Schlafzimmer nicht nur das praktische Zimmer für Bett und Schrank ist. Wohlfühlen ist auch in diesem Wohn- und Lebensbereich angesagt. Die Themen Wellness, Spa oder Ruheoase werden in modernen, ruhigen Möbeln umgesetzt. Akzente werden durch Farbtupfer in Form von Kissenauflagen oder bei der Wandfarbe gesetzt.

Im Kinderzimmer setzen sich flexible Einrichtungskonzepte durch. Eltern von heute fragen nicht mehr nach einem Bettchen oder Tischchen, sondern nach einem mitwachsenden Konzept, mit dem sie das Kinderzimmer über Jahre hin zum Jugendzimmer umgestalten können. Dieser vorausschauende Blick spart Geld und Zeit und ermöglicht flexible Gestaltungsmöglichkeiten, die sich auf die Bedürfnisse des wachsenden Kindes zeitgemäß einstellen.

Aus einem einstigen Kinderbettchen wird ein schnuckeliges Kleinsofa, aus einem kleinen Schreibtisch wird ein süßer Beistelltisch. Modulare Regal- und Schranksystem ermöglichen eine Erweiterung in alle Dimensionen. Sie bieten zunächst Platz für Spielzeug und Kleidung und später zusätzlich für Bücher, CDs und etwaige anwachsende Sammelleidenschaften.

aus Carpet XL 04/07 (Möbel)