Hintergrundwissen zu Kokos-Holz

Ähnlich der riesigen Hevea-Plantagen für die Gewinnung von Naturlatex gibt es in Südostasien auch ebenso große Plantagen mit Kokospalmen. Wesentlicher wirtschaftlicher Hintergrund der Palmenplantagen ist die Ernte von Kokosnüssen und die Gewinnung von pflanzlichen Ölen und Fetten. Wie auch beim Hevea-Baum nimmt der Ertrag der Kokospalme im Laufe der Jahre ab. Eine Neupflanzung ist nötig. Die ausgedienten Palmen werden zu Abfall, der eine sinnvolle Weiterverwendung und einen Zusatznutzen sucht. Die Verwendung von Kokos-Holz ist daher ökologisch wertvoll.

Der Durchmesser eines Palmenstammes beträgt nur ca. 30 cm. Im Querschnitt unterscheidet man drei Zonen: den nicht wirtschaftlich nutzbaren Kern, eine mittlere Zone mit einer Dichte von ca. 700 kg/cbm, die zum Beispiel zu Parkett verarbeitet wird und eine äußere Zone, die eine Dichte von bis 1.000 kg/cbm aufweist und für Terrassendielen Verwendung findet. Aus diesen Daten ergibt sich für Terrassendielen ein maximaler Querschnitt von 90 x 20 mm. Größere Breiten sind nicht möglich, da man beim Einschnitt dann in Bereiche wesentlich geringerer Dichte kommen würde.
aus Parkett Magazin 02/10 (Holz)