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Problemlösung mit Uzin-Verlegewerkstoffen

Sanierung mit Holzpflaster und Hochkantlamellen-Parkett


Um ein Gebäude aus den 30er Jahren - das als Büro, Lager und Werkstatt gedient hatte - seiner neuen Nutzung im Bereich Jugendarbeit zuzuführen, mussten alle Bauteile komplett saniert werden. Im Erdgeschoss wurde auf der Betonsohle Holzpflaster und in der 1. Etage auf einer Betondecke Hochkantlamellenparkett verlegt.

Restfeuchte im Beton messen

Die etwa 25 cm dicke Betonsohle im Gastrobereich und in der Kranhalle des Erdgeschosses war im März 2002 geschüttet worden, die Decke in den Umkleideräumen des 1. Stockes bereits ein halbes Jahr früher. Die Trockenzeit solcher Betonsohlen lässt sich nach einer Formel von Cadiergues schätzen: t = s x d2. Dabei ist t = Zeit in Tagen, d = Dicke des Betonbodens, s = Baustoffkenngröße / für Beton 1,6.

Im vorliegenden Fall wurde eine Trockenzeit von 1.000 Tagen - also gut zweieinhalb Jahre - ermittelt. Bei dem genannten Objekt konnte der Beton seine Ausgleichsfeuchte deshalb noch nicht erreicht haben. Der Feuchtegrad des Betons wurde mittels der Darrmethode festgestellt. Das Verlegeteam um Dirk Schwarten von der Firma "Stimpfle Parkett- und Fußbodentechnik" zog Proben aus der oberen, mittleren und unteren Zone des Betonbodens, verpackte sie in luftdichte Beutel und schickte sie an die Anwendungstechnik von Uzin. Hier wurde für das Erdgeschoss eine Restfeuchte von 5,58 % gemessen. Das entspricht nahezu einer Betonfeuchte von 6,0 % und damit - bei 25 cm Betondicke und einem Betonflächengewicht von 500 kg/qm - einer Wassermenge von 30 Litern pro Quadratmeter.

Untergrund abdichten

Bei einer Betonfeuchte von 6,0 Gewichtsprozent lässt sich unter Einsatz alternativer Abdichtungsmaßnahmen eine Parkettverlegung realisieren. Um eine griffige Oberfläche mit einer Festigkeit von mindestens 1,5 N/qmm zu erzielen, wurde der Betonuntergrund durch Kugelstrahlen aufgerauht. Das geschah im Erdgeschoss wie auch im 1. Stock, wo ein Trocknungsverlust von 4,93 % festgestellt worden war.

Anschließend kam eine feuchtigkeitssperrende Epoxydharzgrundierung auf den Boden - hier das zweikomponentige Uzin-PE 460, das bei nicht ausreichender Trocknung als Problemlöser eingesetzt werden kann. Die Epoxyd-Dichtgrundierung wurde homogen gemischt, in ein sauberes Gebinde umgefüllt und mit einer Nylon-Plüsch-Rolle gleichmäßig in einer Schicht auf den Boden aufgebracht.

Uzin Utz AG
Anmischen von MK 92 S und Härter.
Uzin Utz AG
Verlegung von Holzpflaster mit MK 92 S auf Systemharz.
Uzin Utz AG
Gastrobereich nach dem Kugelstrahlen und Absaugen.
Uzin Utz AG
Hochkantlamellenparkett im Obergeschoss.

Normalerweise muss PE 460 in zwei Schichten aufgetragen werden, um den Charakter einer Dichtschicht zu erhalten. Im Erdgeschoss mussten jedoch noch Löcher aufgefüllt und der Boden ausgeglichen werden. Deshalb kam statt Zweitgrundierung das Uzin-Systemharz mit Spezialfüller ES zum Einsatz. Für die Spachtelung wurden beide Komponenten des Bindemittels Systemharz homogen gemischt und in ein sauberes Großgebinde umgefüllt. Anschließend kam der Spezialfüller ES hinzu. Das Mischungsverhältnis: 10 kg Systemharz zu 15 kg Spezialfüller ES.

Der so hergestellte Epoxyd-Mörtel wurde mit der Zahnung S 2 aufgebracht. Das entspricht einer Schichtdicke von etwa 1,5 mm.

Holzpflaster RE und Hochkantlamelle

Im Erdgeschoss sollte auf 360 qm ein Holzpflaster RE-V (65 x 45 x 40 mm) in der Holzart Lärche verlegt werden. Dazu nutzen die Parkettleger den zweikomponentigen PUR-Parkettklebstoff Uzin-MK 92 S und die Zahnung B1, bzw. 23/48. Anschließend wurde die Oberfläche mit einem Ölkunstharzsiegel geschützt. In den Künstlergarderoben der 1. Etage wurden 190 qm 22-mm-Hochkantlamellen in Eiche verlegt. Hier hatte ein doppelter Auftrag der Epoxyd-Dichtgrundierung PE 460 gegen die Feuchtigkeit ausgereicht.

Die zweite Schicht war dabei nach 24 Stunden - und zur optischen Unterscheidung mit einem Gewichtprozent Uzin-Farbtöner 460 vermischt - aufgetragen worden. In diese frisch gewalzte PE-40-Schicht streute man im Überschuss Uzin-Perlsand 0,8 ein, um der nachfolgenden Parkettspachtelmasse Halt zu geben. Flächen, bei denen der Perlsand eingesunken oder ungenügend eingebunden war, mussten nochmals nachgestreut werden. Nach der Aushärtung wurde der Perlsand mit einem Industriesauger abgesaugt.

Unebenheiten glich man nun mit dem Dünnestrich Uzin-NC 195 aus. Die Mindestschichtdicke betrug 3 mm. Darauf wurde das Hochkantlamellenparkett geklebt - wie im Erdgeschoss mit MK 92 S. Abschließend wurde auch diese Fläche versiegelt.

aus ParkettMagazin 05/03 (Referenz)