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Weber-Parkett im restaurierten Rathaus Göppingen

Alt und neu in Harmonie vereint


Im Rahmen der Erweiterung des Rathauses Göppingen galt es, Parkettböden teils zu renovieren, teils neu zu verlegen. Dabei war das Knowhow der Verleger gefordert. Die Arbeiten lagen in den Händen des Parkettherstellers Johann Weber, dessen Heimatgemeinde Göppingen ist.

Der im Oktober 2000 von der Stadt vergebene Verlegeauftrag enthielt viele "Extras". Die ergaben sich daraus, dass Parkettflächen im historischen Teil des Rathauses für eine Renovierung teilweise nicht mehr geeignet waren und Fehlstellen durch neues Stabparkett ersetzt werden muss-ten. Das bedeutete für die Projektleitung eine besonders sorgfältige Anlyse der Ausgangssituation. Anspruchsvoll erweis sich damit nicht nur die technische Seite der Verlegung, auch an die Optik stellte der Verlegeauftrag besondere Anforderungen.

Vor Beginn der Arbeiten an den Parkettböden mussten Teppichboden- und Kleberreste entfernt werden. Beim vorsichtigen Abschleifen wurden unentdeckte Schadstellen sichtbar, Fugen traten stärker zutage, und das gesamte Ausmaß der erforderlichen Arbeiten wurde erstmals richtig erkennbar. Zusammen mit alten Treppentritt- und Setzstufen sowie Sockelleisten, die erneuerungsbedürftig waren, ging es schließlich um ein sehr umfangreiches Vorhaben. Benötigt wurden 770 qm neues 22 mm Stabparkett in Eiche natur, die das Parkettwerk Johann Weber lieferte. Auf 440 qm Fläche konnten die vorhandenen Altböden renoviert werden. Hinzu kamen 180 lfm Treppen. Unter alten Parkettböden in den Stockwerken kamen Blindböden zum Vorschein, die teilweise ausgebaut und durch OSB-Verlegeplatten ersetzt wurden. Um eine planebene Fläche zu erzielen, mussten die Balkenlagen entsprechend justiert werden. Verbleibende Unebenheiten wurden durch Spachteln mit Kiesel-Produkten ausgeglichen. Das galt auch dort, wo Unterböden aus Gussasphalt angetroffen wurden.

Loba GmbH & Co. KG
Die Fischgrätverlegung lässt zwischen alten, renovierten und völlig neu verlegten Teilflächen keine Unterschiede erkennen.

Wo eine Parkettneuverlegung erforderlich war, wurde sie dem meist in Fischgrätmuster ausgeführten Altboden angepasst. Dabei konnten Funktionselemente eingebaut werden: U.a. entstanden Kabelkanäle und im Parkett Revisionsöffnungen mit Abdeckungen, die sich, ohne zu stören, in den Boden einfügen. Beim Oberflächenschutz entschied man sich für eine Versiegelung mit den Lobadur-Produkten Multigrund und dem Decklack PU 6000 halbmatt.

Insgesamt nahmen die Arbeiten etwa ein halbes Jahr in Anspruch, wobei die Verleger mit Rücksicht auf den Verwaltungsbetrieb und zum Abfangen terminlicher Engpässe teilweise auch Samstage, Sonntage und Feiertage für "ihr" Rathaus opferten.

aus ParkettMagazin 04/02 (Referenz)