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Forbo International SA

Forbo hält an drei Kerngeschäften fest


Der Geschäftsgang beim Schweizer Forbo-Konzern hat sich im dritten Quartal 2003 leicht belebt. Zusammen mit kostensenkenden Maßnahmen führte das zu etwas besseren Ergebnissen gegenüber den beiden ersten Quartalen, ohne die Vorjahreswerte zu erreichen. Das gilt für alle drei Geschäftsbereiche.

Insgesamt wird für die ersten neun Monate ein Umsatz von 1,2 Mrd. CHF gemeldet, das sind 6% mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Das Betriebsergebnis nach Abschreibungen und Amortisationen belief sich auf 55,6 Mio. CHF gegenüber 74 Mio. CHF im Vorjahr, der Konzerngewinn auf 22,6 Mio. CHF, verglichen mit 40,2 Mio. EUR. Im Zuge von weiteren Kostenoptimierung erfolge bis März 2004 ein Abbau von 220 Arbeitsplätzen, kündigte der Vorstand an. Er betont zugleich, dass die Bilanzverhältnisse per 30. September 2003 mit einer Eigenkapitalbasis von rund 37% "unverändert solide" waren, die Liquidität habe dank effizienter Bewirtschaft des Nettoumlaufvermögens sogar um 29,9 auf 176,7 Mio. CHF gesteigert werden können.

Bei Bodenbelägen standen einem erfreulichen Umsatzzuwachs in Frankreich, Süd- und Osteuropa, Nordamerika, Japan und China ein weiterer Rückgang in wichtigen europäischen Märkten gegenüber. Bei Linoleum macht sich in diesen Märkten die Zurückhaltung der öffentlichen Hand bei Neubauten und Renovierung bemerkbar. Aber: Mit den Umstrukturierungen in den Ländergesellschaften, der Senkung der Herstellkosten und einer verbesserten Logistik habe der Erosion der Marktpreise wenigstens "teilweise begegnet werden können". Der Umsatz schrumpfte hier um 2,1% auf 550,1 Mio. EUR, das Betriebsergebnis verlor überproportional um 10,6% auf 44,8 Mio. EUR., Klebstoffe legten im dritten Quartal gegenüber den beiden ersten etwas zu, vor allem Nordamerika, Süd- und Osteuropa. Bei den Rohmaterialpreisen zeichnet sich eine leichte Entspannung ab.


Kunststoffbänder lagen nach den ersten neun Monaten im Umsatz 3% über Vorjahr. Asien und dort vor allem China, aber auch Nordamerika und Südeuropa verzeichneten einen lebhaften Geschäftsgang, allerdings zu tieferen Margen als im Vorjahr. Nicht Schritt mit dem Umsatz hielt dem zufolge die Ergebnisentwicklung, die preis- und wechselkursbedingt nach wie vor unbefriedigend ist. Obwohl alle drei Geschäftsbereiche im Berichtsjahr rückläufige Ergebnisse erzielten, hält Forbo an den drei Kerngeschäften fest und erwartet bei einer Verbesserung des Marktumfeldes, überdurchschnittlich davon profitieren zu können.

aus BTH Heimtex 12/03 (Wirtschaft)