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Invista-Übernahme durch Koch Industries ist perfekt


Nun steht es fest: Koch Industries übernimmt über zwei seiner Töchter Invista, wie die Du Pont-Fasersparte seit September heißt. Der Preis wird auf 4,4 Mrd. $ in bar beziffert. Die Transaktion muss noch von den zuständigen Behörden genehmigt werden und soll in der ersten Hälfte 2004 abgeschlossen sein.

Die Akquisition umfasst alle Geschäftszweige, Warenzeichen und Marken von Invista, darunter so bekannte wie Lycra, Tactel, Teflon und Antron. Koch will den Zukauf mit seinem Tochterunternehmen Kosa verschmelzen, einem weltweit agierenden Hersteller von Grundstoffen und Spezialerzeugnissen aus Polyester. Invista selbst ist stark in den Bereichen Nylon und Elastikfasern. "Diese Neuerwerbung passt sehr gut zu unseren langfristigen Wachstumsplanungen", konstatierte Koch-Chairman Charles G. Koch. Durch die Integration entstünde ein "diversifiziertes Unternehmen mit einer langfristig hervorragenden Wettbewerbsposition". Invista-Präsident Steve McCracken begrüßte den Anschluss an eine private Aktiengesellschaft, die "Wachstums- und Wettbewerbsfähigkeit bewiesen" habe, über "umfangreiche und vielfältige Ressourcen" verfüge und es erlaube, "den Blick stärker auf den langfristigen Geschäftserfolg zu richten".

Koch Industries ist eine private Aktiengesellschaft mit Sitz in Wichita, Kanada. Sie besitzt etliche Tochtergesellschaften, die weltweit in verschiedensten Bereichen tätig sind und insgesamt 15.000 Mitarbeiter beschäftigen. Über den Umsatz werden keine Angaben gemacht. Invista hat 2002 mit 18.000 Mitarbeitern 6,3 Mrd. $ umgesetzt.


Du Pont hat sich nach Informationen amerikanischer Berichte noch nicht endgültig entschieden, wofür der Erlös aus dem Verkauf von Invista genutzt werden soll. Allerdings hätten die Schuldenreduzierung und die Stärkung der Bilanz Priorität, teilte Chairman Chad Holliday mit. Große Akquisitionen seien nicht geplant. Zukäufe von bis rund 300 Mio. $ jährlich würden weiterhin aus dem freien operativen Cash-Flow finanziert.

aus BTH Heimtex 12/03 (Wirtschaft)