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Forbo International SA

Forbo hat mehr umgesetzt, aber weniger verdient


Forbo meldet für das erste Halbjahr einen Umsatzzuwachs von 9,7% auf 791,8 Mio. CHF (gut 508 Mio. EUR), der im wesentlichen aus dem 2002 erworbenen Swift-Klebstoffgeschäft resultiert.

Das Ergebnis konnte mit der positiven Erlösentwicklung allerdings nicht Schritt halten; so schrumpfte das Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) um 6,9 Mio. CHF auf 81,4 Mio. CHF - das entspricht 10,3% des Umsatzes. Dieses niedrigere Betriebsergebnis, der akquisitionsbedingte höhere Finanzaufwand und eine gesteigerte Steuerquote ließen den Konzerngewinn von 24,5 auf 4,2 Mio. EUR zusammenschmelzen. Die Liquidität wird mit 146,8 Mio. CHF dennoch als "unverändert gut" bezeichnet, verbunden mit einer "soliden Eigenkapitalbasis".

Die Bodenbelagssparte musste in der Berichtsperiode einen leichten Umsatzrückgang von -1,2% auf 360,7 Mio. CHF hinnehmen. Hier konnten Einbußen bis zu 5% in den angestammten Märkten Westeuropas, allen voran Deutschland und Benelux, nicht durch "erfreuliche Zunahmen" in Asien, USA, Ost- und Südeuropa kompensiert werden. Dynamisch stellte sich der kleine Bereich Parkett dar, der dank Heimmarkt-Schweden und einer lebhaften Exporttätigkeit nach Osteuropa zweistelliges Wachstum erreichte, Linoleum und Kunststoffbeläge zeigte sich dagegen "verhalten", obgleich Forbo hier gute Resonanz auf die neuen Kollektionen und Produkte wie Marmoleum Click registriert. Das Betriebsergebnis bei Bodenbelägen lbieb mit 26,5 Mio. CHF um 11,1% unter Vorjahr, belastet durch Währungseinflüsse und Umsatzverschiebungen bei Ländern und Produkten.


Klebstoffe verzeichneten vor allem akquisitionsbedingt einen starken Umsatzzuwachs. Der Margendruck verschärfte sich durch Verteuerungen der wichtigsten Rohstoffe im ersten Quartal; ab Mai entspannte sich die Situation leicht.

Im zweiten Halbjahr rechnet der Konzern mit einer Ergebnisverbesserung in Folge rigorosen Kostenmanagements, weiterer Verbesserung der internen Strukturen und effizienter Bewirtschaftung des Umlaufvermögens.

aus BTH Heimtex 09/03 (Wirtschaft)