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Wakol GmbH

Seminare mit Bauwerk, Bona und Wakol in Österreich: "Bei Estrichen zählt nur gemessene Trockenheit"


Drei Unternehmen der Parkettbranche - der Parketthersteller Bauwerk/Kährs, die Wakol Chemie als Klebstoffhersteller und Bona als Hersteller von Lacken und Ölen, Klebstoffen und Maschinen - organisierten gemeinschaftlich Informationsveranstaltungen für das Parkett- und Bodenlegerhandwerk in Österreich. Sie wurden in fünf Landeshauptstädten angeboten und bezweckten vor allem, den handwerklichen Nachwuchs an fachliche Themen heranzuführen. Insgesamt kamen rund 500 Teilnehmer.

Landesinnungsmeister Friedrich Süß: "Teamwork, wie es von Bauwerk, Bona und Wakol praktiziert wird, ist ein guter Weg, Synergieeffekte zu nutzen und optimale Wirkung zu erzielen." Gastreferent Norbert Strehle nahm den Unterboden aufs Korn. Strehle warnte seine Zuhörer: "Verlassen Sie sich bei Estrichen nie auf die Liegezeit, nur auf die tatsächlich gemessene und gesicherte Trockenheit." Vor allem Schnellzementestriche seien tückisch, weil die Trocknung nur am Anfang und nur einmal beschleunige, dann aber dem natürlichen Prozess folge. Der Beschleuniger werde nach seiner ersten Reaktion inaktiv.

Besondere Aufmerksamkeit empfahl Strehle gegenüber Anhydritestrichen (Calciumsulfat): "Die Saugfähigkeit muss zwingend geprüft werden. Neue Formulierungen lassen Treibmineralien entstehen, die Acrylatdispersionen als Grundierung versagen lassen; die Grundierungen greifen einfach nicht mehr." Trotz Prüfpflicht (lt. Merkblatt) gibt es keine verbindlichen Anforderungswerte hinsichtlich der Saugfähigkeit. Proben, so Strehle, basieren auf Wasser, in der Praxis handelt es sich aber um Acrylatdispersionen mit der Wirkung, die Estrichoberfläche wasserundurchlässig abzudichten. Probeklebungen könnten aber ausschließen, dass Vorstrich und Kleber nicht haften. Dies gelte für Acrylatprodukte, nicht für PU-Produkte. Als weiteres Untergrundproblem nannte Strehle die laut deutscher und europäischer Normung nicht mehr geforderte Dehnfuge mit der Konsequenz, dass damit das Schadensrisiko infolge unzureichend zugfester Kleber steigt.

Das "Team" stellt sich vor


Heinz Peter, Wakol-Geschäftsführer und Vertriebsleiter für Österreich und die Schweiz, hob die konsequente Ausrichtung von Wakol auf EC 1 klassifizierte Verlegewerkstoffe hervor: 'Annähernd' 75 % des Absatzes entfallen bereits heute auf solche schadstoffarmen Produkte." Weil Wakol auch Industrieklebstoffe - beispielsweise für die Nahrungs- und Autoindustrie - herstellt, lassen sich Entwicklungen und Erfahrungen wechselseitig nutzen, beispielsweise für den ersten Dispersionsklebstoff für Korkbodenbeläge, mit dem bis heute mehr als 18,5 Mio. qm erfolgreich verlegt wurden.

Bauwerk-Kährs-Geschäftsführer Josef Schwaiger stellte sein Unternehmen als "Marktführer in Österreich" vor. Den Marktanteil bezifferte er auf knapp 25 %. Bauwerk, Pionier für vollflächig zu verklebendes Mosaik- und Zweischichtparkett, verstehe sich heute als Vollsortimenter mit starker Ausrichtung auf Objekt und Design. Die Bauwerk-Produktionsstätte in Salzburg stellt jährlich rund 1 Mio. qm Parkett her, davon die Hälfte für den Export. Innerhalb der letzten zehn Jahre ist die Zahl der Mitarbeiter von 40 auf 150 und der Umsatz von 18 Mio. auf 45 Mio. EUR gestiegen.

Ermin Edlinger, Bona-Geschäftsführer Österreich, weist auf 13 landesweit bestehende Abhollager hin, die eine schnelle Verfügbarkeit aller Bona-Produkte ermöglichen. Ferner kündigte er neue Schulungen an, die sich verstärkt mit dem Thema Renovierung befassen werden.

aus ParkettMagazin 04/04 (Marketing)