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Forbo International SA

Britische Teppichhersteller protestieren gegen Linoleum-Anzeige


Einen heftigen Schlagabtausch liefern sich die Carpet Foundation als Vereinigung der britischen Teppichindustrie und Forbo Nairn. Stein des Anstoßes war eine Anzeige für das Forbo-Linoleum Marmoleum; die Anzeige erschien in einer Endverbraucherzeitschrift. Abgebildet war ein Kinderzimmer, ein kleines Extrafoto zeigte eine gelbe Teppichrolle, die an einem Küchenrollenhalter angebracht war. Überschrift: "Teppichboden saugt Schmutz und Milben auf." Und: "Marmoleum nicht".

Die Teppichbodenhersteller fühlten sich verumglimpft und reichte gleich 11 Beschwerden gegen Forbo Nairn bei der britischen Werbe-Aufsichtsbehörde ASA ein. Sechs davon wurden abgewiesen, fünf aber stattgegeben. Dem ASA-Urteil zu Folge handele es sich bei der Anzeige nicht um "Panikmache"; die Werbung suggeriere nicht, dass Teppichboden aus gesundheitlichen Gründen für den Wohnbereich ungeeignet sei. Die ASA wies außerdem den Vorwurf gegen Forbo Nairn zurück, dass Teppichboden durch die Darstellung als Küchenrolle abgewertet würde.


Andere Beschwerden der Carpet Foundation hielt die ASA allerdings für berechtigt: Nicht vertretbar sei beispielsweise die in der Forbo-Anzeige geäußerte Behauptung, man könne durch das Entfernen von Teppichböden das von Asthma-Erregern ausgehende Risiko ums 14fache senken. Ebenso lege die Werbeanzeige irreführenderweise nahe, Teppichböden seien wegen ihres Toxingehalts gesundheitsbedrohend - besonders für Kinder, da diese meist auf dem Teppich spielten. Diese Behauptung ist nicht gerechtfertigt, entschied die ASA.

aus BTH Heimtex 07/03 (Wirtschaft)