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Uzin Utz AG

Who is who in der Anwendungstechnik



Dr. Norbert Arnold
Uzin Utz AG
Dieselstr. 3
89079 Ulm
Tel.: 0731/4097-153
Fax: 0731/4097-214
E-Mail: norbert.arnold@uzin-utz.com
Internet: www.uzin-utz.com

Beruflicher Werdegang

- Chemiestudium an der TH Darmstadt
- Doktorarbeit am Deutschen Kunststoff-Institut, Darmstadt
- Anwendungstechnik für Kunststoff-Halbzeuge bei der Degussa AG, Hanau
- Entwicklungsleiter Befestigungstechnik/Bauchemie, Fischerwerke Waldachtal
- Leiter Produktmanagement, Fischerwerke, Waldachtal
- Leiter Marketing und Entwicklung, BITO Lagertechnik, Meisenheim
- Leiter Technischer Produktservice, Uzin Utz AG, Ulm

Aufgabenstellung im Unternehmen

Anwendungstechnik/Innendienst:
- Telefonische Kundenberatung/Aufbauempfehlungen
- Prüfung von Neuprodukten und -rezepturen
- Schulungen, intern und extern
- Reklamationsbearbeitung
- Technische Dokumentation

Anwendungstechnik/Außendienst:
- Kundenberatung und -betreuung
- Kundenschulungen
- Aufbauempfehlungen
- Reklamationen

Produktmanagement:
- Produktneueinführungen
- Marktbeobachtung
- Sortimentspflege

Anwendungstechnischer Service im Unternehmen

- Er berät in allen Fragen zur Bodenbearbeitung und dessen Aufbau.
- Er vermittelt das Know-How an die Kunden.
- Systeme mit optimalem Kundennutzen stehen im Mittelpunkt - nicht die reine Produktberatung.
- Ziel ist die Verfügbarkeit rund um die Uhr, sowohl vor Ort (Außendienst) als auch durch den Innendienst mit allen Resourcen/Erfahrungen.
- Er ist die Schnittstelle zwischen dem Markt und der Entwicklung. Das Produktmanagement sorgt für die direkte Umsetzung in neue Produkte.
- Er hält den Kontakt zu den Belagsherstellern; deren Anforderungen können unmittelbar in neue Produkte umgesetzt werden.

Uzin Utz AG
Dr. Norbert Arnold

Praxisbeispiel

Aus den vielen täglichen telefonischen Kundenkontakten nachfolgend typisches Beispiel:

Häufig kamen in den letzten Monaten Anfragen, wie auf relativ labile Oberflächen Parkett verlegt werden kann. Ein vorhandener Textilbelag wird entfernt und auf den Altuntergrund soll Parkett verlegt werden.

Nach Abschälen des Altbelags verbleiben Planschaum- und alte Klebstoffreste auf dem Unterboden. Diese werden durch Schleifen grob entfernt. Für einen optimal vorbereiteten Unterboden müssten alle alten Klebstoffreste, alle möglicherweise vorhandenen Spachtelmassenreste und vielleicht auch noch die oberste Randzone des Estrichs entfernt werden.

Dies ist in der Praxis meist nicht machbar, sei es wegen unzumutbarer Lärm- und Staub-Entwicklung oder aus anderen objektgegebenen Gründen. Daher haben wir in der Anwendungstechnik ein System erarbeitet, mit dem auf diesen alten Mischuntergründen Parkett aufgebracht werden kann. Dazu werden lose und schwach haftende Klebstoffreste durch Schleifen entfernt, die Oberfläche abgesaugt und nach dem Grundieren eine so genannte Entkoppelungsschicht vollflächig aufgeklebt.

Darauf wird das Parkett vollflächig geklebt. Sowohl die Entkoppelungs-Schicht Uzin-Mulitmoll Vlies als auch das Parkett werden mit sehr emissionsarmen Klebstoffen wie zum Beispiel flexibler Pulverkleber Uzin-MK 55 Flex, 1K-MSP-Parkettklebstoff Uzin-MK 100 oder 2-K-PUR-Parkettklebstoff Uzin-MK 92 S ausgeführt.

Die bei Holz nach Feuchtewechsel auftretenden Scherkräfte werden durch die Entkoppelungsschicht reduziert und nicht in vollem Umfang auf die Altuntergründe übertragen. Dadurch ist eine sichere Verklebung gewährleistet.
Wie hat sich die Branche in den letzten Jahren verändert?

- Der maximale Kunden-Nutzen pro m2 steht im Vordergrund - unter Einbeziehung aller Kosten inklusive Risikobewertung.
- Die primären Produktkosten stehen im Fokus.
- "Gute" Objekteure und Händler bewerten zunehmend auch die Nachhaltigkeit Ihrer Angebote.
- "Geiz ist Geil" spricht den Konsumenten an - nicht den Profi.
- Schnelligkeit und Flexibilität werden durch den Profi honoriert.
- Umweltfreundlichkeit - Stichwort: EMICODE - wird als selbstverständlich vorausgesetzt.
- Anwenderfreundlichkeit und Zuverlässigkeit dürfen nicht bei der Betrachtung der Umweltfreundlichkeit auf der Strecke bleiben.
- Technische Möglichkeiten sind zunehmend ausgereizt - "Marketing-Gags" nehmen zu, ohne das ein entsprechender Nutzen für den Anwender entsteht.
- Der Kunde setzt bei Unsicherheit auf vertraute Marken.
- Informationsbedarf bei Entscheidern und Meinungsvervielfältigern (Architekten/Gutachter) steigt und damit auch die Notwendigkeit Software bereit zu stellen (Bsp. "Prüfpflicht", Internet).

aus FussbodenTechnik 02/04 (Personalien)