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Armstrong DLW GmbH

Who is who in der Anwendungstechnik


Alfred Fischer

Marka Bodenbelags-Vertriebs-GmbH
Stuttgarter Straße 75
74321 Bietigheim-Bissingen
Tel.: 07142/71 989
Fax: 07142/71 280
Internet: www.marka-floor.de

Beruflicher Werdegang

- 1965 - 1972 Chemielaborantenlehre und Studium an der Fachhochschule Aachen
- 1972 - 1976 Entwicklung von Polyurethan-Schaumstoff- und Polyurethan-Elastomersystemen, darunter Polyurethan-Schwerschaumsysteme zur Teppichrückenbeschichtung
- 1976 - 1987 Entwicklung und Markteinführung des Polyurethan-Schwerschaumsystems für punktelastische Sporthallenböden, Mitarbeit im DIN-Normenausschuss 18032 "Sporthallenböden"
- 1987 - 1991 Außendiensttätigkeit für einen Hersteller von vorzugsweise flächenelastischen Sporthallenböden
- seit 1991 Technischer Berater der Marka Bodenbelags Vertriebs GmbH in Bietigheim-Bissingen
- seit 1999 von der Industrie- und Handelskammer für Augsburg und Schwaben öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für textile und elastische Bodenbeläge in Sporthallen
- seit 2001 Mitarbeit im BSR-Arbeitskreis "Bodenbeläge"

Aufgabenstellung im Unternehmen/Anwendungstechnischer Service

- Beratung bei allen technischen Anfragen von Bodenlegern, Planern, Institutionen etc.
- Erstellung von technischen Merkblättern und Verlege- und Reinigungsempfehlungen
- Bearbeitung von Beanstandungen und Auswertung dieser mit der Zulieferindustrie
- Kontaktpflege mit Verlegewerkstoffherstellern, Herstellern von Reinigungs- und Pflegemitteln sowie Zulieferern von Bodenbelägen
- Meinungsaustasch mit Sachverständigen
- Mitarbeit in übergreifenden Verbänden

Armstrong DLW GmbH
Alfred Fischer

Praxisbeispiele/Brancheneinschätzung

Im Zuge einer Sanierungsmaßnahme sollte in einem Stockwerk eines Krankenhauses ein PVC-Boden verlegt werden. In den Behandlungsräumen und in den Fluren sollten sie elektrisch ableitfähig sein und in den Patientenzimmern in antistatischer Ausführung. Hierzu wurde der gleiche elektrisch leitfähige PVC-Bodenbelag in Patientenzimmern mit einem normalen, für PVC-Bodenbeläge geeigneten Klebstoff eingesetzt. In den Behandlungsräumen und Fluren jedoch mit einem elektrisch leitfähig eingestellten Klebstoff, der vom Hersteller für die Klebung von PVC-Belägen freigegeben war.

Nach etwa einem halben Jahr Nutzungszeit wurde vom Bauherrn der PVC-Bodenbelag in den Behandlungsräumen und Fluren wegen Nahtöffnung beanstandet. Die Nahtöffnungen in bis zu 6 mm Breite als Flankenabrisse der Schweißschnur konnten bei einem Ortstermin festgestellt werden. Da die Krankenhausleitung hygienische Probleme befürchtete und eine Schließung des gesamten Stockwerks in Erwägung zog, wurde kurzfristig und ohne aufwendige Schadensanalyse entschieden, die vorhandenen, offenen Fugen etwas zu verbreitern und mit einer farblich dem PVC-Belag angepassten Epoxi-Zweikomponentenmasse auszufüllen. Damit war das Schadensbild dauerhaft beseitigt.

Zum Thema Brancheneinschätzung: Die Anforderungen an die Qualität und das Umweltverhalten haben sich erhöht - und das bei einer stetig abnehmenden Bereitschaft, den dafür notwendigen höheren Preis zu zahlen. So ist es zu beobachten, dass der Anteil preiswerterer Bodenbeläge immer mehr zunimmt, was auch in einer größeren Anzahl von Beanstandungen zu erkennen ist. Der Verbraucher muss wieder lernen, dass hohe Qualitätsansprüche zu den heute üblichen Preisen nicht erfüllbar sind.

Hinsichtlich der Klebstoffe haben sich die Verlegewerkstoffindustrie und die anderen in der Bodenbelagsbranche tätigen Unternehmen in eine schwierige Situation gebracht. Durch die Einführung von lösemittelarmen, lösemittelfreien und sogar emissionsarmen Klebstoffen wurden Produkte eingeführt, die in deren schlimmsten Phase zwar physiologisch unbedenklich waren, aber ihre Hauptaufgabe - zu kleben - nur eingeschränkt erfüllten. Aber man scheint auf dem besten Wege zu sein, diese Probleme zu lösen bzw. hat diese schon teilweise gelöst.

aus FussbodenTechnik 04/03 (Personalien)