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Rückblick

Uzin-Technikseminar "Fußboden-Sanierung im Altbau"

"Bauen in der heutigen Zeit ist vor allem Kampf gegen Feuchtigkeit" - unter diesem Leitmotto referierte Heinz Dieter Altmann, Diplomchemiker und Sachverständiger, im Technikseminar "Estrichtechnik und Fußbodensanierung im Altbau - Teil V" über Bauschäden in Folge von Planungsfehlern, unsachgemäßer Sanierung und handwerklichen Mängeln. Grund für viele Planungs- und Ausführungsfehler: "Dem Problem aufsteigender Feuchtigkeit wird nicht ausreichend Aufmerksamkeit gewidmet."

Altmann: "Kommt es zu Bauschäden, stellt sich automatisch die Frage der Gewährleistung nach VOB und der Haftungsdauer nach BGB. So gibt es nach der aktuellen Rechtsprechung des BGH nicht mehr die Möglichkeit eines Preisnachlasses (Minderung), wenn der Bauherr oder Auftraggeber eine Nachbesserung verlangt."

Laut Altmann entstehen 45 % der Schäden in der Planungs- und Bauleitungsphase. Der Sachverständige verwies besonders auf die im Jahr 2000 überarbeitete DIN 18195 Bauwerksabdichtungen und das Problem von Feuchtigkeit in Fußbodenkonstruktionen.

PAK-belastete Untergründe

Uzin Utz AG
Heinz Dieter Altmann referierte zum Thema "Bauschäden in Folge unsachgemäßer Sanierung - Planungsfehler und / oder handwerkliche Mängel".

Dr. Michael Fritz, Key Account Manager bei Uzin, referierte über PAK-belastete Altuntergründe. Die Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffe waren unter anderem beim Bau von US-Wohnungen in den 50er und 60er Jahren Bestandteil der damals eingesetzten Parkettklebstoffe aus Übersee. Als Mitte der 90er Jahre diese Wohnungen saniert wurden, stellte man fest, das PAK krebserzeugend sind und schädlich auf das Immunsystem wirken. PAK-belastete Untergründe finden sich auch bei der Sanierung von Wohnungen in den neuen Bundesländern. Diese Altlasten stellen nicht nur ein technisches, sondern für die neuen Besitzer auch ein psychologisches Problem dar. Uzin entwickelte drei Verfahren, mit denen jede weitere Freisetzung PAK-haltigen Hausstaubs verhindert wird. Dies sind das Einschlussverfahren, bei dem fest liegendes Alt-Parkett an Ort und Stelle bleibt, das Versiegelungsverfahren, bei dem das Alt-Parkett entfernt und der Alt-Klebstoff versiegelt wird und schließlich das Entfernungsverfahren, bei dem sowohl das Alt-Parkett als auch der Klebstoff entfernt werden. Weitere Informationen zu diesen Verfahren gibt es online unter www.uzin.de/produkte/pak-sanierungssysteme/.

Dr. Jörn Haferkorn, Diplomchemiker und Produktmanager Export beim Lackhersteller Pallmann, gab unter der Überschrift "Parkettverlegung im Wandel der Zeit" einen Überblick über die geschichtliche Entwicklung von Parkett und die Aufarbeitung historischer Parkettflächen. Haferkorn ging auf die verschiedenen Technologien bei der Oberflächentechnik ein und stellte dabei die Veredelung mit natürlichen Öl-Wachs-Systemen in den Vordergrund.

Ein weiterer Fachvortrag behandelte das Thema Brandschutz bei Bodenbelägen in Fluren und Treppenhäusern von Hochhäusern. Jürgen Karger, Produktmanager und Dr. Gerhard Graab, Entwicklungsleiter bei Freudenberg Bausysteme, stellten den aktuellen Stand der Brandprüfung nach DIN 4102 vor und gaben einen Ausblick auf die kommende EU-Normung.

aus ParkettMagazin 02/03 (Marketing)