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Weltrekord-Fußball aus Parkettholz auf der Domotex

Da kommt etwas ins Rollen ...


Parkett bleibt am Ball - wortwörtlich und überhaupt. Seit kurzem steht jedenfalls fest, dass der überdimensionale Fußball aus Holz, der auf der Domotex als gelungener Gag begeisterte, noch lange nicht ausgespielt hat. In Deutschland wird er an zwei Standorten seine Wirkung als kunsthandwerkliche Raumplastik entfalten, und weltweit könnte sein "kleiner Bruder" zu einem der größten Fußballweltmeisterschafts-Hits werden. In diese Richtung rollt er schon jetzt...

Die Image-Aktion des Zentralverbandes Parkett und Fußbodentechnik auf der Interzum war sorgfältig vorbereitet worden. Dieter Große - nicht nur Bundesinnungsmeister, sondern auch Fußballfan - fand in der Parkettlegerschule Stade sofort Unterstützung für seine Idee, aus Parkettholz "den größten Fußball der Welt" zu bauen und damit auf der Domotex erneut eine spektakuläre Aktion zum Ruhme des Parkettlegerhandwerks zu starten. Engagierte Mitstreiter waren weitere Meister, einige Gesellen und vor allem Lehrlinge der Schule Stade unter der Anleitung und aktiven Mitarbeit von Oberstudienrat Karl Remmert. Rund 30 Fachleute machten sich schließlich ans Werk, den Fußball mit 3,7 m Durchmesser und 40 cm hohem Podest zu bauen. Die Statik war zuvor fachmännisch berechnet worden, das Baumaterial lieferten Sponsoren: Das Kirschbaumparkett stiftete die Parkettfabrik Lorenz (Lopark), den Kleber steuerte Stauf bei, Werkzeuge kamen von Witte aus Beckum.

Das Domotex-Spektakel war geprobt, aber nicht perfektioniert worden. Es blieb spannend bis zum Schluss. Unter den Spielmannsklängen des Jugendmusikzuges, den Bundesinnungsmeister Große aus seiner Heimatgemeinde Bothel mitgebracht hatte, marschierten die Aktiven in die Parketthalle 8 ein. Der Ehrgeiz der angehenden Weltrekordler, aus den vorgefertigten Einzelfeldern in vier Stunden "eine runde Sache" zu machen, ließ sich ebenso wenig erschüttern wie ihr Humor. Eine kleine Ungenauigkeit zwang dazu, noch einmal von vorne anzufangen: Na und? Als der Ball schon bis auf das letzte noch einzufügende Feld geschlossen war und Daniel, der hoffnungsvolle Nachwuchs, "eingemauert" zu werden drohte, kletterte er flink heraus und fertig: Na bitte!

ZVPF Zentralverband Parkett und Fußbodentechnik e.V., BIV Parkettlegerhandwerk und Bodenlegergewerbe
Die ersten Felder sind montiert, am Fallball wird innen wie außen gearbeitet
ZVPF Zentralverband Parkett und Fußbodentechnik e.V., BIV Parkettlegerhandwerk und Bodenlegergewerbe
"Mannschaftskapitän" Karl Remmert von der Parkettlegerschule Stade
ZVPF Zentralverband Parkett und Fußbodentechnik e.V., BIV Parkettlegerhandwerk und Bodenlegergewerbe
Die letzten Handgriffe
ZVPF Zentralverband Parkett und Fußbodentechnik e.V., BIV Parkettlegerhandwerk und Bodenlegergewerbe
Zum Abschluss das Mannschaftsbild
ZVPF Zentralverband Parkett und Fußbodentechnik e.V., BIV Parkettlegerhandwerk und Bodenlegergewerbe
Zeugen einer Weltrekordleistung: Wolfgang Stauf, Susanne Klaptoth und Sepp Heckmann.

Die Bauzeit betrug 5 Stunden und 39 Minuten. Um 16.16 Uhr war das Werk vollendet und der große Zuschauerkreis - darunter auch der Geschäftsführer der Hannover Messe, Sepp Heckmann - des Lobes voll. Der Probe-Ball, der in Stade entstand, wird nun in der großen Halle des Berufsbildungszentrums in Stade seinen Platz finden, und den Domotex-Ball sicherte sich Sponsor Stauf für ein Neubauprojekt.

Aber damit nicht genug: So richtig etwas ins Rollen gebracht haben die Miniatur-Bälle nach dem Vorbild des Domotex-Fußballes. Die Idee mit dem Fußball hat sich der Zentralverband als Geschmacksmuster schützen lassen. Lizenznehmer fertigen die Bälle mit dem Durchmesser eines Originalfußballs und können mit der Nachfrage kaum noch Schritt halten. Bis zur Fußball-WM - rechnet Dieter Große - werden viele dieser Holzbälle für 150 Euro das Stück verkauft werden. Nur an Fußball-Begeisterte? "Umgekehrt", meint Große: "Die Bälle sind so schön, dass sie manchen zum Fußball-Fan machen werden". Vom Erlös sollen pro Ball 10 Euro an den Zentralverband Parkett- und Fußbodentechnik und 5 Euro für die Kinderkrebshilfe abgeführt werden.

aus ParkettMagazin 01/02 (Marketing)