ZVR Zentralverband Raum und Ausstattung

Raumausstatter mit zurückhaltenden Erwartungen


Während sich 2002 noch viele Raumausstatter optimistisch zu den Konjunkturaussichten in der Branche äußerten, fällt ihre Umsatzprognose für 2003 deutlich zurückhaltender aus. Dies ergab die Herbstkonjunkturumfrage des Zentralverbandes Raum und Ausstattung unter den ca. 5.500 Mitgliedsbetrieben. Danach rechnet ziemlich genau die Hälfte aller Raumausstatter - und damit etwa 6% mehr als vor einem Jahr - mit Umsatzeinbußen. Nur noch knapp 6 % (2002: 9,5%) erwarten einen höheren Umsatz. Immerhin 43 % gehen von gleichbleibenden Umsätzen aus.

Auch bezogen auf die einzelnen Arbeitsgebiete zeichnet sich ein eher pessimistisches Bild ab, denn erstmals seit vielen Jahren wird die Umsatztendenz in nahezu allen Bereichen mit sinkend angegeben. ZVR-Präsident Horst Feltes führt als Grund hierfür vor allem die durch die schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verursachte Kaufzurückhaltung der privaten Haushalte an. Die wirtschaftliche Lage der Branche spiegelt sich auch in den Umsatzzahlen 2002 wieder: Beim Dekorieren und Polstern als klassischen Arbeitsbereichen des Raumausstatter-Handwerks fiel der Umsatz um jeweils 2,3% gegenüber 2001. Selbst die stetige Aufwärtsentwicklung im Sonnenschutzbereich erhielt im vergangenen Jahr einen Dämpfer, denn auch hier fiel der Umsatzanteil um 1%. Allein der Bereich der Bodenbelagsarbeiten konnte einen Umsatzplus von 3,1% verzeichnen. Bemerkenswert ist, dass der Anteil sonstiger Produkte und Dienstleistungen wie der Verkauf von Kleinmöbeln, Accessoires und Haustextilien sowie Reinigungsdienstleistungen im Raumausstatter-Handwerk inzwischen einen Umsatzanteil von 18,6% ausmachen. Der ZVR wertet dies als Zeichen dafür, dass Raumausstatter-Betriebe auf Grund ihres breit angelegten Tätigkeitsfeldes gerade in Zeiten schwieriger Konjunktur durchaus in der Lage sind, ihr Angebot auf die veränderten Bedürfnisse des Kunden einzustellen.
aus BTH Heimtex 03/03 (Wirtschaft)