Robert Bürkle GmbH

Bürkle: Zweischichtparkett im 30-Sekunden-Takt kalt verpresst


Ein neues System zur Herstellung von Zweischichtparkett mit Gegenzug aus Nadelholzstäbchen hat Robert Bürkle entwickelt. Um die Deckschicht mit den Fichtelamellen zu verbinden, wird ein Kaltpressverfahren eingesetzt, das nur 30 Sekunden Presszeit benötigt. Das gelingt mit einem neuen EPI-Leimsystem. Entstanden aus der Zusammenarbeit mit der Firma Casco, ist dieser Leimauftrag von den Kosten her günstiger als ein PUR-Heißschmelzkleber. Zudem bleiben die kalt verpressten Halbfertigprodukte weitgehend spannungsfrei.

Die Stäbchenunterlagen werden ohne Verbindungselemente wie etwa Draht mit der Deckschicht verpresst. Die späteren Parkettelemente sind dadurch sortenrein, ein Vorteil für die etwaige Entsorgung. An den Stirnseiten erhalten die Stäbchenunterlagen Sperrholzverstärkungen. Das gewährleistet die Stabilität der Profilierung an den Stirnseiten für Nut und Feder oder andere Profile.

Die Presszeit ist unabhängig von der Dicke des Pressgutes, der Leim wird mit einer Walzenleimauftragsmaschine aufgetragen. So entstehen Zweischichtstäbe in den Abmessungen von üblicherweise 500 x 70 mm, die nicht zusätzlich konditioniert werden müssen. Nach der Oberflächenbehandlung folgt die Profilierung. Die Bürkle-Anlage ist schnell umrüstbar in den Abmessungen von 500 x 65 mm bis 1.500 x 125 mm. Als maximale Leistung können bis zu 1.000 qm pro Acht-Stunden-Schicht hergestellt werden. Auch zweischichtiges Zweistabparkett im regelmäßigen Schiffsbodenverband kann auf dieser Anlage gefertigt werden. Dazu hat Bürkle eine neue, der Leistungsfähigkeit der Zweischichtpressenanlage entsprechende Deckschichtpresse entwickelt. Sie ist zusätzlich mit einer Stirnseitenverleimung ausgerüstet, um die Produktqualität zu steigern.

Die erste Anlage dieser Art ist seit Anfang 2004 in Österreich in Betrieb. Eine zweite Anlage steht zur Auslieferung im Oktober 2004 an.
aus Parkett Magazin 05/04 (Sortiment)