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Uzin Utz AG

Interview mit Klaus Stolzenberger, Marketingleiter der Uzin Utz AG: "Wir wollen die Basis stärken"


FussbodenTechnik: Was hat Uzin Utz davon, die Objekteure im Forum so aktiv und finanziell zu unterstützen?

Klaus Stolzenberger: Uzin hat das Engagement zum Beginn als Kundenbindungsmaßnahme und auch als Maßnahme, dem Kunden einen besonderen Nutzen zu bieten, gesehen. Wir haben etwas davon, dass wir einen weiteren Beitrag dazu leisten, unsere Kunden zu unterstützen und die Basis zu stärken. Wenn die Teilnehmer bessere Unternehmer werden, haben wir hoffentlich auch einen Vorteil davon. Aber: In Form einer gemeinsamen Firma war das ursprünglich nicht geplant.

FussbodenTechnik: Wie ist die Idee der Leitungsgemeinschaft eigentlich entstanden?

Stolzenberger: Die Initiative und der Wunsch kam von den Teilnehmern, dass wir da einen festeren Rahmen drumherum packen. Wir haben uns gesagt: Wenn Ihr das möchtet, machen wir uns die Gedanken. Mittlerweile ist daraus eine Gesellschaft mit 32 Mitgliedern geworden. Darüber hinaus gibt es die Regionalveranstaltungen mit weiteren Teilnehmern.

FussbodenTechnik: Die Gesellschaft "Objekteure im Forum" soll ja noch größer werden. Wo sollen diese herkommen?

Stolzenberger: Das sind Objekteure, die noch nicht in der Gesellschaft sind, die aber in den vergangenen Jahren immer an der Veranstaltung in Ulm teilgenommen haben. Es ist ja ein Veranstaltungskonzept, das wir jetzt im 7. Jahr durchführen. An jeweils zwei Tagen werden Unternehmerthemen referiert. Die Teilnehmer werden wir natürlich auch eingeladen und wir stellen ihnen vor, welche Vorteile die Gesellschaft Objekteure im Forum' hat.

FussbodenTechnik: Ganz ursprünglich gab es ja mal bod', Seminare und das Bodenfachforum. Ist daraus im nächsten Schritt jetzt Objekteure im Forum' enstanden?

Stolzenberger: Nein, das Bodenfachforum und die Objekteure im Forum sind parallel entstanden. Das Bodenfachforum ist eine bundesweite Veranstaltung. Da gibt es auch viele Teilnehmer, die nicht aus dem Objekteurskreis, sondern aus kleineren Unternehmen kommen. Die Entwicklung bei den Objekteuren hatten wir nicht geplant, aber es ist doch das Beste, was einem passieren kann. Anstatt die Zielgruppe zur Teilnahme an Veranstaltungen aufzufordern, haben wir die Initiative von der anderen Seite bekommen. Unsere Kunden haben gesagt: Ihr müsst das machen, wir wollen das.

FussbodenTechnik: Der Input kommt also von den Teilnehmern?

Stolzenberger: Ja, wir stehen im dauernden Austausch mit den Unternehmern. Es sind ja auch wichtige Kunden für uns. Insofern wissen wir auch genau, was sie von uns erwarten. So erfahren wir auch, wie wir unser Geschäft besser machen können.

FussbodenTechnik: Aber die Teilnehmer sind nicht auf Ihre Produkte festgelegt?


Stolzenberger: Nein, natürlich nicht. Es gibt keinen Zwang.

FussbodenTechnik: Was müssen die einzelnen Gesellschafter tun?

Stolzenberger: Sie zahlen einmalig in die Kommanditeinlage in Höhe von 2.000 Euro. Diese erhöht sich jetzt auf 3.000 Euro - da haben die Gründungsmitglieder einen Vorteil. Ansonsten müssen die Mitglieder die Gemeinschaft mit Leben füllen. Die Idee lebt natürlich nur, wenn jeder einzelne auch mitmacht.

FussbodenTechnik: Ist im nächsten Schritt auch an einen gemeinsamen Einkauf gedacht?

Stolzenberger: Nein, bislang nicht.

FussbodenTechnik: Die Mitglieder der Objekteure im Forum sind ja mit Sicherheit in irgendwelchen Einkaufsverbänden und erhalten dort auch Marketingmaßnahmen. Kommt es da nicht zu Überschneidungen?

Stolzenberger: Wir haben Anfang dieses Jahres mit zwei großen Verbänden gesprochen. Die haben das Gespräch mit uns gesucht, ob man nicht bestimmte Dinge auch gemeinsam machen könnte. Die Möglichkeit wurde den Mitgliedern vorgestellt. Wir haben hier Leute, die sind in der FHR, Decor-Union oder bei Objekt Partner. Das ist natürlich auch weiterhin jedem freigestellt, einer solchen Gruppe beizutreten. Wir sehen uns selbst stark Marketingorientiert und wollen unsere Leistungen nach außen tragen. Wir wollen den Vorteil eher darin suchen, dass die Betriebe bei ihren Architekten oder Entscheidern einen starken Auftrittt haben. Eher weniger in den Einkaufskonditionen. Das unterstellt man natürlich einer solchen Gemeinschaft sofort. Im Moment ist das kein Thema und steht nicht im Fokus unserer Aktivitäten.

FussbodenTechnik: Ist es auch geplant, technische Arbeitskreise einzuführen?

Stolzenberger: Bislang ist häufig der Berufssachverständige Gert F. Hausmann dabei, der neueste Schadensfälle aus der Praxis vorstellt. Da kann es schon mal sein, dass man über das eine oder andere Thema spricht. Darüber hinaus hat es keine Wünsche danach gegeben. Das ging alles eher in Richtung Weiterbildung, Gemeinschaft und Netzwerk. Technisch trauen sich alle unheimlich viel zu.

aus FussbodenTechnik 02/04 (Marketing)