Fachverband Wasserbett

Film: Zeitreise durch deutsche Schlafkultur

Hammerhäng/Amberg - Vom Beschluss der Jahreshauptversammlung bis zur Umsetzung vergingen kaum vier Wochen - schon war der neue Film des Fachverbandes Wasserbett e.V. im Kasten. Hammerhäng bei Nittenau war Drehort des Films mit dem Arbeitstitel "Schlaf gut - eine Reise durch die Geschichte des Schlafs". Laiendarsteller und Fachreferenten machten den Beitrag, der von TV Oberpfalz (Amberg) gefilmt und weiträumig publiziert werden soll, zu einem wertvollen Hintergrundbericht über die Entwicklung der Schlafkultur in Deutschland. Im Mittelpunkt natürlich: Das Wasserbett.

Schlafkultur ist zwangsläufig abhängig von der Art der Schlafunterlage. Doch welche Matratze "braucht" man heute? Diese Frage ist umstritten und letztlich individuell. Maßgeblich ist die Erwartungshaltung des Schläfers: Will man gut einschlafen? Auch durchschlafen? Sich ganz ausstrecken - ohne Schmerzen? Die heutigen Gegebenheiten mit viel Sitzen, schlechter Körperhaltung und wenig Sport eröffnen andere Probleme für die Nachtruhe als jene Zeiten, in denen der Jutesack mit Stroh als wohl ausreichendes Nachtlager diente. Via Fernbedienung und High Tech-Matratzen wird heute der Versuch unternommen, die Resultate zu kompensieren. Bandscheibe, Schlaftablette & Co. bekommen Kontra von Ingenieuren, Wissenschaftlern und medizinischem Personal.

Diese Versuche haben gerade beim Wasserbett weit reichenden Erfolg. Dies dokumentieren im neuen Film des Fachverbandes gleich mehrere Referenten. Dass ein Qualitäts-Wasserbett nicht bloß ein Wassersack ist, weiß kaum einer besser als Stephan Scheuer. Der Leiter des Geschäftsfeldes Ergonomie und Gebrauchstauglichkeit beim TÜV Rheinland Product Safety GmbH (Köln) weiß Interessantes über die technischen Gegebenheiten, die Fortentwicklung von Wasserbetten und deren Qualitätsmerkmale zu erzählen. Iris Schopohl-Weber, Physiotherapeutin und Lehrerin der Physiotherapie (Recklinghausen), schildert aus ihrer täglichen Praxis zahlreiche Vorteile des Wasserbettschlafes und kann hier viele Erfahrungsberichte von Patienten einbringen.

Schlafqualität aus Sicht des Orthopäden erläutert Dr. Peter Hörter, Facharzt für Orthopädie (Bad Berleburg). Als Fachmann in den Bereichen Sportmedizin, Chirotherapie und orthopädische Schmerztherapie weiß auch er um die Vorteile einer Schlafunterlage, die aufgrund ihrer ergonomischen Eigenschaften sich dem Körper des Schläfers optimal anpassen kann. Die Thematik vollendet Prof. Dr. Dr. Klaus Heckmann (Universität Regensburg). Eine noch so punktelastische Matratze bringe ihre Eigenschaften nicht zum Tragen, wenn das Auflagenmaterial keine entsprechende Elastizität aufweise. Der Physiker und Chemiker, Experte auf textilem Gebiet, wies darauf hin, dass die unzureichende Abstimmung von Matratze und Auflage für den Schläfer sehr häufig keine zufrieden stellenden Resultate erbringe - ein in seinen Augen leidiges, immer wiederkehrendes Problem.

Sind die Darstellungen in dem Film auch bewusst sachlich gehalten, so bietet er dem Zuschauer alles andere als sterile Atmosphäre. Das Heimatmuseum im nahe gelegenen Mappach als Kulissenabschnitt lässt den Betrachter teilhaben an der Schlafatmosphäre vergangener Jahrzehnte. Hier dominieren antike Umgebung und Requisiten wie zum Beispiel Wärmesteine. Sie lassen erahnen, dass weit vor dem Zeitalter des temperierten Wasserbettschlafs viel für ein wohliges Bettklima getan wurde. Über die einzelnen Epochen in der Zwischenzeit findet sich der Zuschauer von "Schlaf gut" letztlich in modernem Ambiente wieder. Eine Exkursion in das Mercure-Hotel Amberg mit Matratzen der neuesten Generation inklusive stufenloser Verstellbarkeit und Massage zeigt, dass man in Liegeposition heute weniger denn je auf Komfort verzichten möchte.

Der Film des Fachverbandes Wasserbett beruht auf einer Idee von Armin Pytlik, Verkaufsdirektor des Fachverbands-Mitglieds The Sleeping Society/Bodytone. Bei einem Treffen mit Johann Seidl, Fachhändler (E&S Wasserbetten, Weiden) und ebenfalls Mitglied des Fachverbandes, konkretisierten sich die Überlegungen, wie die Intention des Films faktisch umzusetzen sei. Dass Hauptdrehort letztlich das kleine Hammerhäng wurde, war auch nicht wirklich Zufall. Auf dem dortigen Hof wohnt Seidl - und seine Liebe zu Einrichtungsdetails sorgte sogar für einen Kameraschwenk in sein Schlafzimmer.

Kontakt:
www.fachverband-wasserbett.de
E-Mail: kontakt@fachverband-wasserbett.de
aus Haustex 09/05 (Marketing)