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Ambiente Frankfurt

Die Ambiente 2005 mit vielfältigem Rahmenprogramm


Mit Design-Austellungen, neuen Dekorations- und Verkaufsideen sowie innovativen Spots zum Entspannen wartet die Ambiente 2005 vom 11. bis 15. Februar in Frankfurt/ Main auf. Rund 4.700 Aussteller präsentieren ihre Produktneuheiten auf 360.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche bei der weltgrößten Konsumgütermesse.

Neu ist unter anderem das internationale Projekt "Man and Humanity" (Foyer Hallen 5.1 / 6.1). Es ist das Ergebnis der Zusammenarbeit von Studenten der niederländischen Design Academy Eindhoven und der in Lima ansässigen Firma Allpa. Das niederländisch-peruanische Unternehmen hat sich dem "fairen Handel" und sozialer Verantwortung in Lima verpflichtet. In dem neuen Projekt "Man and Humanity" arbeiten die niederländischen Design-Studenten mit den peruanischen Kunsthandwerkern zusammen. Die Austellung auf der Ambiente zeigt unter anderem Kinderspielkissen, Früstückstabletts, Platzsets, Keramikarbeiten, innovativen Schmuck und außergewöhnliche Wohnaccessoires.

Um die Übersetzung eines althergebrachten Metiers in den aktuellen Kontext geht es auch bei "YOnoBI" (Foyer 4.2). Das Motto der japanischen Initiative ist "Modernes Design trifft auf traditionell japanisches Handwerk". Anlässlich der Interior Lifestyle 2004 in Japan wurden internationale Designer aufgerufen, zeitgemäße Produktideen zu entwickeln, die mit der überlieferten japanischen Handwerkskunst hergestellt werden können.

Die fünf Gewinner sind Momoko Ozaki, Pyosuke Harashima, Yoshiyuki Itoh, Hiroyoshi Takei, Katja Hettler und Jula Tuellmann. Ihre Arbeiten - darunter sind Leuchten, Porzellan, Wohnaccessoires, Taschen und persönliche Accessoires - zeichnen sich durch moderne Inspiration und Formgebung sowie eine hohe Material- und Verarbeitungsqualität aus. Auf der Ambiente werden ihre Entwürfe und Prototypen zum ersten Mal in Europa gezeigt.

Die Ambiente 2005 ist zudem auch Plattform für neue junge internationale Designer: Die "Talents" (Halle 6.1) - das sind teils bekannte teils vollkommene Newcomer - stellen sich in Frankfurt mit ihren Entwürfen und Prototypen einem weltweiten Fachpublikum vor. Die innovativen Hoffnungsträger suchen hier Kontakte zu Produzenten oder Vertriebswege für ihre Produktideen. Die Newcomer profilieren sich mit außergewöhnlichem Ideenreichtum, Raffinesse und erfrischend-frecher Schamlosigkeit aber auch mit Gegenwartskritik.


Mit einer Sonderschau unter dem Motto "Mehr Meer" will der Designer Martin Metz begeistern: Er schafft in "Seaside Spirit"ein blau-weißes mediterranes Flair, das Lust auf Sonne, Meer und Strand macht. Seine Inszenierung verbindet dabei zwei Megatrends bei den Konsumenten: Zum einen gewinnen Terrasse, Garten und Balkon immer mehr Bedeutung als Sommerwohnzimmer, zum anderen steigt das Interesse an den südeuropäischen Einrichtungsstilen ungebremst. "Seaside Spirit" liefert dem Handel zu diesen umsatzträchtigen Trends erfrischende Dekorations- und Präsentationsideen, die zum Großteil mit Produkten der Aussteller der Ambiente umgesetzt werden. Die Innovationen der Hersteller sollen auf der Ambiente auch entsprechend gewürdigt werden. Um Nachhaltigkeit im Design geht es bei dem Innovationspreis "Design Plus". Bei dem Wettbewerb werden Produkte ausgezeichnet, die durch hohe Gestaltungsqualität, ihren Gebrauchswert sowie technische und ökologische Qualität überzeugen. Teilnehmen können alle Aussteller der Ambiente. Zugelassen werden Produkte aus dem serienfähigen Industriedesign, die noch nicht länger als zwei Jahre auf dem Markt sind. "Design Plus" wird von der "Initiative Form und Leben" ausgerichtet, deren Träger die Messe Frankfurt, der Rat für Formgebung und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag sind. Die ausgezeichneten Produkte sind während der gesamten Dauer der Ambiente in der Galeria 1 zu sehen.

Ein zweiter Wettbewerb bei der Ambiente wird die Preisträger sicher nicht mit Stolz erfüllen. Verliehen wird auch der "Plagiarius", der Zwerg mit der goldenen Nase (Foyer 4.1). Ihn erhalten Unternehmen, die sich international durch besonders dreisten Ideenklau auszeichnen. Die Plagiarius-Austellung zeigt die Originale und Kopien im direkten Vergleich und gehört traditionell zu den absoluten Highlights der Ambiente. Den Negativpreis rief Rido Busse ins Leben nachdem er 1977 selbst Opfer geworden war. Ziel seiner "Aktion Plagiarius" ist es, Designer, Hersteller und Handel auf den internationalen Ideenklau aufmerksam zu machen und den Schutz des geistigen Eigentums zu fördern.

Neben der Präsentation vieler Neuheiten und Trends dient die Ambiente auch als eine der wichtigsten Kontakt- und Informationsbörsen für das internationale Design. In diesem ambitionierten Rahmen stellt der Rat für Formgebung / German Design Council wieder seine mobile Bibliothek "about design" zur Verfügung - ein Treffpunkt für Information und Austausch von und mit Fachleuten.

aus BTH Heimtex 01/05 (Wirtschaft)