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MZE

Erfolgreiches Gemeinschaftskonzept


Die Möbel Zentral Einkauf GmbH (MZE) in Neufahrn zieht nach der Frankfurter Heimtextil und der Kölner Möbelmesse in gespaltenes Fazit: Frankfurt brachte ein positives Signal, Köln vermittelte dagegen nur verhaltenen Optimismus.

Auf der Heimtextil war MZE mit einem Gemeinschaftsstand von rund 1.000 Quadratmetern präsent, auf dem sich unter den mehr als 40 Ausstellern erstmals auch zahlreiche Hersteller aus dem Bereich Bettgestelle und Matratzen den Besuchern darstellten. Für MZE stellte sich dieser "Unterschlupf", wie der Verband es bezeichnet, als Ideallösung dar. Die entsprechenden Firmen hätten von der Anziehungskraft des Standes und der hohen Besucherfrequenz profitieren und zahlreiche neue Kontakte knüpfen können. MZE-Geschäftsführer Dr. Richard Gehse: "Insgesamt wurden dadurch enorme Synergieeffekte freigesetzt." Der gemeinschaftliche Auftritt der Bettenbranche bei MZE habe manchem Besucher überhaupt erst Anlass zum Messebesuch gegeben, heißt es. Dies hätten einige Händler bestätigt.

Die Abwanderungstendenz der Bettenindustrie in Richtung imm in Köln hatte nach Auffassung des MZE im Vorfeld viele Händler verunsichert. Mit dem Gemeinschaftskonzept und der Bündelung des Angebots rund um MZE ist es dem Verband nach seiner Meinung gelungen, ein attraktives und zugkräftiges Angebot zusammenzustellen.

Speziell für die Mitglieder hatte MZE in Frankfurt eine Fläche als so genannte Black Box reserviert, wo für sie ein umfassendes, Trend orientiertes Angebot zusammengestellt worden war. Es gab Antworten auf Fragen wie zum Beispiel "Wie kann man individuelle Wohnwelten zeitgemäß und kundengerecht präsentieren?", "Wie kann ich mich im wachsenden Wettbewerb behaupten?" So wurde zum Beispiel gezeigt, wie sich der MZE-Katalog zusammen mit dem neu entwickelten Internet-Shop im Verkauf beziehungsweise Versand einsetzen lässt.

Für die Profilierung und Abgrenzung gegenüber Wettbewerbern bot die Black Box unter anderem ein interessantes Kernsortiment an Bettwaren und Bettwäsche. "Die Themen der Black Box wurden von unseren Mitgliedern als echter Mehrwert aufgenommen. Dieses Konzept hat sich hundertprozentig bewährt", betont Verkaufsleiter Helmut Stauner. Insgesamt, so die abschließende Beurteilung der diesjährigen Heimtextil, habe eine positive Stimmung geherrscht, die nach Ansicht der Verantwortlichen auch "am Dispositionsverhalten ablesbar war".

MZE-Möbel-Zentral-Einkauf GmbH
Auf der Heimtextil war MZE mit einem Gemeinschaftsstand von rund 1.000 Quadratmetern präsent, auf dem sich mehr als 40 Lieferanten mit präsentierten, darunter zahlreiche aus dem Bereich Bettgestelle und Matratzen. Das Konzept kam an.

Deutlich weniger euphorisch fällt das Urteil über die Möbelmesse aus. Zwar ist die Rede von einer "insgesamt optimistischen" Stimmung unter den Besuchern, doch sei eines deutlich geworden: Auf der imm habe sich ein Trend bestätigt, der auch auf anderen Messen wie etwa der Heimtextil zu erkennen gewesen sei, dass nämlich die Zahl der mittelständischen Fachbesucher von Jahr zu Jahr rückläufig sei. Für den Verband stellt sich daher die Frage, welche Informationsplattformen in Zukunft gefragt seien und wie sie sich auf den Bedarf des mittelständischen Fachhandels zuschneiden lassen. Dr. Gehse: "In vieler Hinsicht unterstützt die gegenwärtige Entwicklung - insbesondere im Möbel- und Küchenbereich - die M.O. W. Wir werden genau prüfen, welche Konzepte für MZE und unsere Anschlusshäuser künftig in Frage kommen, damit unsere Mitglieder eine optimale Unterstützung erhalten."

Gute Noten vergaben die MZE-Mitglieder und -Lieferanten für die neue Messestruktur und vor allem für die Angebotsbündelung der Matratzenindustrie, die erstmals in einer eigenen Halle gemeinsam auftrat. Das insgesamt umfangreiche Angebot der Messe in der kurzen zur Verfügung stehenden Zeit zu bewältigen, habe jedoch viele Besucher vor eine echte Herausforderung gestellt, erklärt der Verband. Man arbeite daher bereits an einem Optimierungskonzept für ein gebündeltes Angebot 2007.

Anders als in den vergangenen Jahren hätten die Besucher der Anschlusshäuser weniger Zeit für einen Messebesuch eingeplant und nicht zuletzt auch wegen der nun deutlich weiteren Wege unter Zeitdruck gestanden, findet MZE. Von einem externen Büro organisierte MZE daher nach Themen orientierte Führungen zu den Industriepartnern.

aus BTH Heimtex 02/06 (Marketing)