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Holzland: Eine gute Ausstellung umfasst mindestens 400 Bodenvarianten

Bodenpräsentation - Variationsvielfalt ist gefragt

Aus Sicht des Holzhandels ist klar: Das Thema Boden boomt. Aus dem Spezialistenthema vergangener Zeiten ist mit der Markteinführung von Fertigparkett und Laminat ein Schwerpunktsortiment geworden. Für die Holzhändler stellt sich - vor allem mit Blick auf den Wettbewerb - die Frage: "Wie zeige ich's am Besten meinen Kunden?" Die Holzhandelskooperation Holzland setzt sich damit seit Jahren intensiv auseinander. Das Ergebnis: Die optimale Boden-Ausstellung sollte möglichst viele Produktvarianten zeigen und die Kunden emotional ansprechen.

In den letzten Jahren ist das Angebot an Parkett- und Laminatböden besonders stark in die Breite gegangen. Für den Holzhändler bedeutet dies die "Qual der Wahl". "Wenn der Holzhandel das Segment Boden als Schwerpunktsortiment hat, das heißt, vom Preiseinstieg bis in den Premiumbereich die gesamte Bandbreite abdecken will, dann sollte er mindestens 400 Bodenvarianten präsentieren können", sagt Johannes Schulze, Produktmanager Fachmarkt und Ausstellungsplanung in der Holzland-Zentrale. Immerhin seien Böden für viele designorientierte Kunden heute ein klares Trendthema.

Parkett, Landhaus- und Massivholzdielen, Laminat-, Linoleum- und Korkböden sind mittlerweile zum Standard geworden. Dagegen sind die rasanten Wechsel der Kollektionen und die enorme Vielzahl neuer Produkte in Bezug auf Aufbau, Verlegung, Oberflächen und Dekore bzw. Holzarten für den Kunden kaum noch zu erfassen, vermutet der Produktmanager.

Doch was bedeutet dies für die Positionierung und Präsentation der Warengruppe Boden? Aus Sicht der Holzland-Experten muss das Sortiment ebenso wie die Präsentation vollständig sein. Dies bedeutet, dass neben Böden auch begleitende Zubehör- und Ergänzungsprodukte gezeigt werden müssen. Der Kunde muss alles, was er für seinen Boden benötigt, bei "seinem" Holzhändler bekommen.

In einem Umkreis von 25 bis 35 Kilometern rund um seinen Standort muss der Händler in seinem Schwerpunktsortiment der Beste sein. Das gilt der Kooperation zufolge sowohl für die Preisgestaltung als auch für das Sortiment und den Service. Ein weiterer nach Holzland-Auffassung wesentlicher Punkt: Der regionale Holzhändler sollte seine Kunden, deren Wünsche und Bedürfnisse sehr genau kennen. Zu den relevanten Kundengruppen gehört allerdings nicht nur die Zielgruppe der privaten Haushalte, so die Holzland-Experten. Auch Profikunden wie Architekten, Bodenleger, Bauträger oder Objektausstatter finden heute häufiger den Weg in den Holzhandel. Dabei zeigt jede Kundengruppe völlig unterschiedliche Profile, die sich im Sortiments- und Kommunikations-Mix niederschlagen müssen.

"Neben Fragen des Sortiment-Mixes", so Johannes Schulze, "geht es auch um die Anbindung des Themas Boden an das gesamte Ausstellungs-, Fachmarkt- und Kommunikations-Konzept des Händlers." In den von Holzland konzipierten Ausstellungen würden deswegen zum einen die Produktgruppen übersichtlich und in einem einheitlichen System präsentiert. Zum anderen sollte die lieferantenneutrale Präsentation ein lebensnahes und stimmungsvolles Ambiente vermitteln.

Holzland GmbH
Eine zeitgemäße Präsentation beinhaltet kleine Einrichtungselemente, zeigt aber auch den Parkettboden auf ganzer Fläche. Wasserfall-Präsenter an den Wänden bieten einen schnellen Überblick.
Holzland GmbH
Wie wirkt der Holzboden mit aktuellen Trendfarben? Farbnischen helfen dem Kunden und dem Fachberater.
Holzland GmbH
Durch schwarze Graniteinfassungen sind die verschiedenen Böden auch optisch voneinander getrennt. Die einzelnen Bodenelemente können bei Bedarf ausgetauscht werden.

Grundsätzlich empfiehlt Holzland "den Boden auf dem Boden" zu zeigen. Nur wenn es darum geht, einen schnellen Überblick über die verschiedenen Holzarten und Verarbeitungsformen zu bekommen, würden sich sog. Wasserfallpräsenter anbieten. Allerdings müssen diese Präsenter eine ausreichende Größe haben, damit sich der Kunde die Böden auch vorstellen kann.

Eine optimale Ausstellung macht Böden nach den zentralen Produktbereichen geordnet "begreifbar". Dabei muss der Holz- oder Laminatboden seiner Haptik nach, in der Raumwirkung und nicht zuletzt auch vom "Gehgefühl" her erlebt werden. Nur so lassen sich laut Holzland die klassischen Zielgruppen für Böden erreichen: Frauen und die Käuferschicht der über 50-Jährigen.

Idealerweise sollten in die Ausstellungsflächen Sitzzonen oder Beratungsecken eingebunden werden. Weitere Abrundung: Eine Espressobar, eine Stöber-Ecke mit Lifestyle-Magazinen oder Einrichtungsbildbänden und im Premium-Bereich Kojen, die Farbwelten darstellen oder aktuelle Inneneinrichtungs- oder Wohntrends skizzieren. Außerdem kann beispielsweise mit Hilfe des Web-Bodenstudios der Holzland auch die Wirkung des Bodens in den Wohnräumen des Kunden dargestellt werden.

Für Handelsunternehmen, die im Bodenbereich bis ins High-End- und Premiumsegment gehen, empfiehlt Holzland eine Beamer-Koje. Hier können in einer Wohnsituation verschiedene Stile und Farbstimmungen endlos projiziert oder auf einem Plasma-Großbildschirm visualisiert werden.

"Ausstellungsgestaltung ist sicher eines der zentralen Themen", ergänzt York Lemb, Holzland-Werbeleiter, "aber ebenso wesentlich ist es, die nach außen gerichtete Unternehmenskommunikation an den Sortiments-Mix und die Präsentation anzupassen. Wer hier das mittlere und gehobene Segment ansprechen will, der sollte dies auch in seinem Außenauftritt tun."

aus ParkettMagazin 02/06 (Marketing)