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Armstrong DLW GmbH

Armstrong DLW hat 2001 Break-even erreicht


Armstrong DLW (Bietigheim-Bissingen) hat ein gemischtes Geschäftsjahr 2001 hinter sich: Zwar verringerte sich der Umsatz des Konzerns um 8 % auf 463,9 Mio. EUR, dafür erreichte er mit einem Jahresüberschuss von 0,1 Mio. EUR die Break-even-Schwelle, nachdem im Vorjahr noch ein Jahresfehlbetrag von 18,6 Mio. EUR ausgewiesen werden musste. Dabei konnten Umsatzzwächse bei Linoleum (+ 3 %) und zweistellige Steigerungn bei den Designfliesen nicht die Rückgänge bei textilen Belägen und die Umsatzverluste durch die Aufgabe der unprofitablen Geschäftsfelder Holz, CV und Ossfloor auffangen. In den Konzernabschluss sind neben der Armstrong DLW AG 8 inländische und 25 ausländische Unternehmen einbezogen, bei denen die Armstrong DLW AG unmittelbar und mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte als Gesellschafter zusteht.

Bei der Armstrong DLW AG fielen die Umsatzeinbußen mit - 12,6 % auf 220,1 Mio. EUR etwas höher aus. Trotz einer ungünstigen Marktentwicklung hätte man bei Linoleum, PVC-Belägen und Designfliesen zulegen können, heißt es im Vorstandsbericht im Bundesanzeiger, dieses Wachstum sei jedoch durch die Aufgabe der Holz- und CV-Aktivitäten mehr als gemindert worden. Aber auch hier gelang es mit einem Jahresüberschuss von 0,8 Mio. EUR wieder die Gewinnschwelle zu erreichen, verglichen mit einem Jahresfehlbetrag von 53,6 Mio. EUR im Jahr 2000, der im Wesentlichen durch Restrukturierungskosten und die Sonderabschreibung Desseaux bestimmt war. Margenverluste infolge niedrigerer Umsätze hätten dabei teilweise durch niedrigere Rohstoff-, Vertriebs- und Verwaltungskosten kompensiert werden können.

Die Auslastung der Produktionsstätten habe 2001 auf "einem sehr hohen Niveau" gelegen, erklärt der Vorstand weiter. Insbesondere das Linoleum-Werk Delmenhorst sei im ganzen Jahresverlauf "konstant gut ausgelastet gewesen". Insgesamt wurden dort 2001 rund 14 Mio. qm Linoleum hergestellt. Auch das Werk Bietigheim war gut beschäftigt, vor allem mit Scala-Designfliesen. Bei der PVC-Produktion wurde im Berichtszeitraum in eine Verbesserung und Flexibilisierung der Anlagen investiert. Die Textilproduktion in Bietigheim wurde zum 1.1.2002 aus der AG in die Desso DLW Textil GmbH eingebrach.

Zentrales Thema war 2001 zudem die Verbesserung der Lieferfähigkeit. Dafür wurde unter anderem in Bietigheim ein neues Fertigwaren-Lager eingerichtet. Die Investitionen im Armstrong DLW-Konzern beliefen sich im Berichtsjahr auf 23,6 Mio. EUR, in der AG auf 10 Mio. EUR. alle wurden aus dem Cash-Flow finanziert, darüber hinaus konnten die Bankverbindlichkeiten um weitere 4,8 Mio. EUR gesenkt werden.


Für das laufende Jahr erwartet der Vorstandt trotz der schwierigen Marktlage leichte Absatzsteigerungen in Europa. "Durch innovative Produkte und intensive Konzentration auf die wichtigsten Märkte" würden die konjunkturellen Schwächen im Umfeld kompensiert, ist man sich in Bietigheim sicher. Außerdem werden bei den elastischen Belägen Zuwächse vor allem im Export nach Übersee erwartet, weil die amerikanische Mutter einen zunehmend stärkeren Focus auf die europäischen legt, vor allem Linoleum und Designfliesen.

Die Desseaux-Gruppe erhofft sich Wachstum bei Objektfliesen und im Marktsegment Hotellerie, will zudem in Deutschland stark im Automobilzuliefer-Bereich bleiben.

Für das vierte Quartal sind Preis-erhöhungen in allen europäischen Hauptmärkten angekündigt, mit denen die Produkt-Profitabilität erhöht werden soll. Auch sollen sich Produktivitätsverbesserungen bemerkbar machen. Das soll sowohl in der AG wie auch im Konzern zu einem positiven Ergebnis führen.

aus BTH Heimtex 11/02 (Wirtschaft)