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Hain

Handgehobelte Oberfläche


Hain aus Rott am Inn trotzt der allgemeinen Konjunkturflaute. Das Geschäftsjahr 2001 zeigte einen stabilen Geschäftsverlauf und zur Domotex kam das Unternehmen mit weiteren Beispielen für seine rege Entwicklungstätigkeit. Die letzte Neuentwicklung - das Bambus-Fertigparkett - wurde mit dem Innovationspreis der bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet, jetzt präsentierte Hain in seinem Dreischicht-Dielen-Programm u.a. Decklagen aus wärmebehandelter und handgehobelter Eiche ("Castello" und "Convento") sowie eine Kurzdiele ("Pico"). Da nahezu alle Dielen von Hain 15 mm dick sind und daher für die vollflächige Verklebung empfohlen werden, ist die Click-Verbindung, wie Verkaufsleiter Rainer Hellbach anmerkte, "zur Zeit kein Thema". Das Unternehmen vertritt den Standpunkt, dass die Click-Technik bisher nur bei Schiffsböden hinreichend optimiert und praktikabel sei, bei wertschöpfungsstarken geölten Landhausdielen indessen nicht überzeuge und auch dem verlegenden Handwerk keinen Vorteil biete.

Auf dem Domotex-Messestand wurde vor allem die völlig neue Convento-Diele ins Blickfeld gerückt. Sie ist 15 mm dick, 160 mm breit und wird in fallenden Längen (1.760-800 mm) hergestellt. Bestechend ist die Wirkung der wärmebehandelten Eiche, die Hain selber herstellt und die in Verbindung mit der Öl-Imprägnierung einen warmen Cotto-Ton und schönen Lüster annimmt. Die Wärmebehandlung wurde der Decklagenherstellung in China abgeguckt und auf Eiche übertragen. Die Decklage ist 4,5 mm dick und wird von Hand gehobelt und geölt. Decklagen aus wärmebehandelter und handgehobelter Eiche ergänzen jetzt auch das Angebot bei der bereits bekannten "Castello"-Diele, der mit 22 cm breitesten und bis zu 4 m langen Hain-Diele. Bei der neuen, 700 mm langen Pico-Diele ist zwar neben Ahorn, Buche und Eiche natur auch die wärmebehandelte Eiche erhältlich, aber nur mit geschliffener oder gebürsteter und geölter Oberfläche.


Bei der nach wie vor bevorzugten Ölbehandlung setzt Hain auf die Beratungskompetenz beim Fachhandel. Mehr Aufmerksamkeit soll dort künftig dem Angebotssektor Pflegemittel geschenkt werden. Das Verkaufsregal wurde bereits modisch gestylt. Bedeutender für die Unternehmensentwicklung dürften aber strategische Entscheidungen werden: Hain strebt als Ergebnis einer Kundenbefragung den Aufbau eines Vollsortiments an. Schon praktiziert wird außerdem ein neuer Absatzweg: Im bayerischen Raum - in Kempten, Straubing, München, Holzkirchen und demnächst in Straubing - ist Hain unter die Direktvermarkter gegangen. Dazu wird versichert, dass einzig überschüssige Ware und Anfallsprodukte abgesetzt werden.

aus ParkettMagazin 01/02 (Sortiment)