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Pergo beendet Kooperation mit Witex und fordert Schadensersatz wegen Vertragsverletzung


Pergo hat Anfang Juli überraschend die Partnerschaft mit Witex und dessen Mehrheitsaktionär HW Industries beendet. Zugleich verzichten die Schweden auf die Option zum Kauf eines weiteren 23,9 %-Anteils an dem deutschen Laminathersteller. Die Trennung wird mit mehreren, nicht konkretisierten Vertragsverletzungen seitens Witex begründet, für die Pergo Schadensersatz fordern will und die entsprechenden juristischen Schritte angekündigt hat.

Zu Interessenskonflikten soll es nach Informationen von Euwid vor allem in Nordamerika gekommen sein; ein Hinweis darauf ist die Patent-Klage, die Pergo jüngst in New York gegen mehrere Wettbewerber eingereicht hat - darunter auch die US-Tochter von Witex.

Pergo war im April 2000 mit 25,1 % bei Witex eingestiegen. Außerdem wurde damals vereinbart, dass die Schweden ihr Paket bis Ende 2002 auf insgesamt 49 % aufstocken können. Von der Transaktion profitierten beide Seiten: Witex flossen dadurch Kapital für die weitere Expansion und Produktionsvolumen zu, HPL-Spezialist Pergo gewann den direkten Zugriff auf die DPL-Fertigung.


Inzwischen lässt Pergo längst auch bei anderen Direktbeschichtern produzieren, will aber trotz der Beendigung der Kooperation mit Witex weiter in Augustdorf zukaufen.

Für Witex wäre der komplette Ausfall von Pergo auch schwer zu kompensieren. In der Branche wird davon ausgegangen, dass mindestens ein Viertel der 2001 hergestellten Menge von 26 Mio. qm auf Pergo entfallen sind.

aus BTH Heimtex 07/02 (Wirtschaft)