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Hagebau

Spezialpaket "Fachhandel für Tischler"


Die Hagebau kümmert sich neben Einkauf und Sortimentsgestaltung intensiv um die Entwicklung von Vertriebskonzepten. Jetzt hat die Holzhandelskooperation ihr neues Spezialisierungspaket "Fachhandel für Tischler" in Göttingen vorgestellt. In das neue Paket flossen die Erfahrungen ein, die die Hagebau mit der seit Anfang 1999 erfolgreich am Markt agierenden Fachgruppe "Holzbau Fachhandel" sammelte. Nach 15-monatiger Vorbereitungszeit gingen zwölf Hagebau-Gesellschafter mit dem für sie jeweils maßgeschneiderten Vertriebskonzept an den Start.

Die Zielgruppe der Tischler/Schreiner mit bundesweit mehr als 40.000 Betrieben und einem Einkaufsvolumen von über 14 Mrd. Mark (7,16 Mrd. Euro) für Holz und Zubehör befindet sich nach den Worten von Gastreferent Kubat, Vorsitzender des Bundesausschusses für Forschung, Umwelt und Entwicklung im Tischlerhandwerk, "in einem rapiden Strukturwandel".

In seinem Vortrag wies der Referent auf die Notwendigkeit im Handwerk hin, die Herausforderungen der Industrie zu parieren: "In Zeiten von CNC-gesteuerten Maschinen ist auch die Losgröße 1, früher die Domäne des Handwerks, von der Industrie bereits wirtschaftlich zu bewerkstelligen", gab Kubat zu bedenken. Zudem stellten die Kunden immer höhere Anforderungen an die Produkte und deren Qualität. Diesen Marktgegebenheiten könne der Tischler/Schreiner nur mit hoher Servicebereitschaft und Termintreue begegnen. Hier - betonte der Referent - liegt die Bedeutung und die Chance des spezialisierten Holzfachhändlers, der dem verarbeitenden Handwerk als "der leistungsfähige Partner im Hintergrund" stets zur Seite stehen müsse.

Welche Dienstleistungspakete die Hagebau für die Gründungsgesellschafter geschnürt hat, stellte der zuständige Projektleiter Ralf Ax vor. Das Angebot ruht auf vier Säulen: Personal/Schulung, Sortiment, Service- und Dienstleistungen sowie Marketing. Großer Wert wird vom Start weg auf gut geschultes Fachpersonal gelegt. Die Weiterqualifizierung zum "Fachverkäufer für Tischler und Schreiner" mit vier Unterrichtsblöcken à drei Tagen wurde bereits im März gestartet. Ebenso angelaufen sind Schulungen für die Leiter der Spezialisierungspakete und für Außendienstmitarbeiter. In diesen Seminaren lernen die Teilnehmer, Marktpotenziale vor Ort zu erkennen und gemeinsam mit ihren Kunden aktiv den Markt zu bearbeiten.

Alle Gründungsmitglieder haben sich zum Ziel gesetzt, möglichst rasch ein Vollsortiment für ihre Zielgruppe vorzuhalten. Dieses besteht aus einem Lagerkernsortiment, das um regionale Besonderheiten ergänzt wird. Angedacht ist der Aufbau eines Zusatzsortimentes, das Beschläge für den Innenausbau ebenso beinhalten soll wie Lacke, Beizen, Farben und Produkte für den Arbeitsschutz.


Neben einer überzeugenden Ausstellung, die von den Tischlern und Schreinern und deren Kunden aktiv genutzt werden soll, bieten die Hagebau-Spezialisten eine ganze Palette weiterer Service- und Dienstleistungen an. Hierzu zählen Produktschulungen und Know-how-Seminare, beispielsweise zum Thema Qualitätsmanagement.

Über den Hagebau-Fachhändler kann der Tischler oder Schreiner bei Bedarf die Bonität seiner Kunden prüfen - ein in der Branche einmaliges Angebot. Fertig konzipiert ist auch eine kleine, aus Einzelmodulen zusammensetzbare Präsentation beim Schreiner oder Tischler vor Ort. Hier stehen Exponate beispielsweise zu den Themenbereichen Wand, Boden, Decke oder Türen zur Verfügung.

"Tempo"machen die Mitglieder der Fachgruppe auch in der Logistik. Der LKW mit Planenaufbau zum trockenen Holztransport zählt zur Grundausstattung. Darüber hinaus helfen ein Vorkommissionier-Service bei Selbstabholung, ein Tourendienst und ein 24-Stunden-Anlieferservice den Profikunden, ihre Termine präzise einzuhalten.

aus ParkettMagazin 02/01 (Marketing)