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Opew Annaberg GmbH

Kunst und Design: Wiederholung als schöpferisches Prinzip


Anke Hennig, Absolventin der Hochschule für Kunst und Design Halle/Burg Giebichenstein, diplomierte jüngst zum Thema "Grenzgänge zwischen Textil und Schmuck". Die Arbeit entstand in Zusammenarbeit mit dem Posamentenhersteller OPEW.

Eine der dort für die Produktion von Bändern genutzten Häkelgalon-Maschinen diente der Studentin als Werkzeug, Kunsthandwerk auf industrieller Technik entstehen zu lassen.

Es ist die Technologie des Flechtens, die Anke Hennig bei der Herstellung ihrer Schmuckstücke aus Fäden in synthetischen Materialien anwendet. Sie nutzt den der Technologie zugrunde liegenden andauernden Vorgang der Wiederholung als Prinzip der maschinellen Herstellbarkeit und das auf ganz eigene schöpferische Art und Weise. Das Ergebnis ist einfach und verblüffend zugleich: "Die dreidimensionale Form erscheint von der Überlieferung eines herkömmlichen Bandes ungewohnt..., das verarbeitete Material wird dadurch mehr als seine bloße Oberfläche", wie Anke Hennig beschreibt, was sie einerseits an Schmuck geschaffen hat, das andererseits aber durchaus noch als Posamente bewertet werden kann.

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Was als Schmuck entsteht, hat durchaus noch den Charakter einer Posamente.
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Grenzgänge zwischen Textil und Schmuck

Prof. Wieland Poser vom Fachbereich Design der Hochschule in seinem Gutachten zur Diplomarbeit: "Die Ergebnisse sind originär und legen - bezogen auf die Zukunft - riesige Innovationsfelder frei, die sowohl für Anke Hennig als auch für die Firma OPEW zur weiteren und vertiefenden Bearbeitung nunmehr aufgeschlossen sind. Es wäre gut, wenn wir in den eigenen Laboratorien derartige Verfahren besäßen, um durch schöpferische Methoden erneut und immer wieder an diesem Ziel der inhaltlichen und formalen Produkterneuerung intensiv arbeiten zu können."

aus Haustex 07/04 (Wirtschaft)